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So arbeitet der typische Luzerner
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Die 42-Stunden-Woche ist im Kanton Luzern die Regel. Laut einer Erhebung arbeiten 12 Prozent der Luzerner mehr als 44 Stunden die Woche. (Bild: Fotolia)

Bericht zeigt Arbeitsbedingungen im Kanton auf So arbeitet der typische Luzerner

3 min Lesezeit 28.04.2015, 14:31 Uhr

Eine aktuelle Erhebung zu den Arbeitsbedingungen im Kanton Luzern gibt Einblick in die Arbeitswelt eines Durchschnitts-Luzerners. Dieser arbeitet demnach 42 Stunden pro Woche und ist über neun Jahre im gleichen Betrieb angestellt. Aber, vergleichen Sie sich selbst mit dem typischen Luzerner Arbeitsleben.

Neun Jahre bei der selben Firma, fixe Arbeitszeiten und eine 42-Stunden-Woche: So arbeitete der durchschnittliche Luzerner 2014. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung der Statistikstelle des Kantons Luzern (Lustat) hervor. Demnach waren die meisten Luzerner im letzten Jahr Arbeitnehmer. Sie machen rund 85 Prozent der Erwerbstätigen aus. Im Jahresmittel standen im Kanton Luzern rund 197’300 Luzerner in einem Anstellungsverhältnis, 13’400 davon als Lernende.

12 Prozent arbeiten mehr als 44 Stunden die Woche

Am verbreitetsten sind 42-Stunden-Wochen. Knapp die Hälfte der Luzerner Vollzeitarbeiter hatte 2014 diese Vorgabe (ohne Lernende und ohne Erziehungs- und Unterrichtswesen). 27 Prozent hatten eine kürzere, 24 Prozent eine längere Arbeitszeit vereinbart. Wöchentliche Arbeitszeiten von 44 oder mehr Stunden galten für 12 Prozent der Luzerner Arbeitnehmer.

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«Die Datenquelle liegt uns nur für den Kanton Luzern vor. Ein Vergleich mit anderen Kantonen ist nicht möglich», erklärt Simon Büchi, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Lustat auf Anfrage. Er meint aber: «Die Zahlen sind im Grossen und Ganzen ähnlich wie auf der gesamtschweizerischen Ebene.» Die Abweichungen lägen im Prozentbereich.

Arbeiter bleiben lange in der öffentlichen Verwaltung

Vergleichen kann sich aber jeder persönlich mit dem Luzerner Durchschnitt. Zum Beispiel bei der Betriebszugehörigkeit. Im Durchschnitt waren die Arbeitnehmer seit 8,8 Jahren im gleichen Betrieb tätig. Am längsten waren die Arbeitsverhältnisse in den Branchen «Verkehr, Lagerei» mit 12,9 Jahren. Darunter fallen etwa die Güter- oder Personenbeförderung, Spedition oder Post. Ebenfalls eine hohe Stabilität weisen Arbeitsverhältnisse im Bereich «Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung» mit 10,8 Jahren auf. Eine Vergleichsweise tiefe mittlere Dauer hatten die Anstellungen in den Branchen «Gastgewerbe» mit 6,8 Jahren.

Flexible Arbeitszeiten in der Finanzwelt

Die meisten – 55 Prozent – haben fixe Arbeitszeiten (ausgenommen Lernende). Die übrigen 45 Prozent haben flexible Arbeitszeiten. Dabei gibt es verschiedene Modelle. 24 Prozent verfügten 2014 über Wochen- oder Monatsarbeitszeiten, wovon 16 Prozent Blockzeitenregelungen hatten. Bei 12 Prozent der Arbeitnehmern wurde die Arbeitszeit über ein ganzes Jahr abgerechnet. Weitere 8 Prozent hatten keine formalen Vorgaben zur Zeiteinteilung. Während im Gast- und Baugewerbe über 80 Prozent fixe Einsatzzeiten hatten, hatte im Gegenteil im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleister 83 Prozent flexible Arbeitszeiten.

Frauen arbeiten häufiger am Sonntag

Wenn die meisten anderen Feierabend haben, nimmt 5 Prozent der Luzerner Angestellten ihre Arbeit auf. Diese beginnt während mehr als der Hälfte der Arbeitstage nachts zwischen 0 und 6 Uhr. Regelmässige Abendarbeiten zwischen 19 und 24 Uhr leisteten 13 Prozent. Einer Arbeit an mindestens jedem zweiten Sonntag gingen 8 Prozent nach. 16 Prozent waren regelmässig am Samstag berufstätig. Während Nachtarbeit bei Arbeitnehmern beider Geschlechter ähnlich weit verbreitet war, arbeiteten die Frauen im Vergleich zu den Männern häufiger am Abend, am Samstag oder am Sonntag.

2014 hatten sechs Prozent der Luzerner Arbeitnehmer einen auf weniger als drei Jahre befristeten Vertrag. Einer Arbeit auf Abruf gingen 5 Prozent nach. Mehr als eine Arbeitsstelle hatten 7 Prozent inne, wobei eine Person gleichzeitig in mehreren dieser Anstellungsverhältnisse tätig sein kann.

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