So ändern sich die Busverbindungen in Luzern Süd
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Doppelgelenkbusse verfügen über eine höhere Kapazität als herkömmliche Busse. (Bild: zvg)

Mittelfristig gibt’s neue Durchmesserlinien So ändern sich die Busverbindungen in Luzern Süd

3 min Lesezeit 1 Kommentar 17.01.2020, 09:55 Uhr

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) entwickelt das Angebot des öffentlichen Verkehrs weiter. Bis ins Jahr 2027 gibt es in der Stadt und Agglomeration Luzern neue Durchmesserlinien.

Im Sommer 2019 führte der Verkehrsverbund Luzern (VVL) eine Mitwirkung bei Gemeinden, Transportunternehmen und weiteren Organisationen durch. Insgesamt sind zum «öV-Konzept AggloMobil 4» 48 Stellungnahmen eingegangen, wie es in einer Mitteilung heisst.

 Zudem wurden zwei Petitionen eingereicht. Der Quartierverein Schattenberg-Himmelrich verlangte die Beibehaltung der Buslinie 15 ins Quartiers Sidhalde in Kriens. Aus dem Quartier Kuonimatt wurde eine Petition zur Beibehaltung der Buslinie durchs Kuonimatt-Quartier eingereicht. Das Konzept wurde in den Grundzügen unterstützt, einige Änderungen wurden explizit begrüsst. Der Verkehrsverbund hat im Herbst 2019 alle Eingaben geprüft und das Konzept zum Teil überarbeitet.

Kriens kann teilweise aufatmen

Sowohl die Stadt Kriens wie auch Quartiervereine und Private aus Kriens haben sich in der Mitwirkung für die Beibehaltung der öV-Verbindungen ins Guetrüti-, Sidhalde- und Kuonimatt-Quartier ausgesprochen. Bei einem Wegfall haben sie unter anderem auf die langen Zugangswege bis zu den nächsten Haltestellen hingewiesen. Der Verbundrat hat sich nun insbesondere auch wegen den topografischen Verhältnissen für die Beibehaltung des öV- Angebots ins Guetrüti- und Sidhalde-Quartier ausgesprochen.

Wie im Konzept vorgeschlagen, soll jedoch auf die Bedienung der heutigen Haltestellen im Kuonimatt-Quartier verzichtet werden. Der Verbundrat anerkennt zwar, dass sich die Zugangswege zum öV durch den Wegfall der Buslinie durch das Quartier verlängern. Ausschlaggebend für den Entscheid des Verbundrats waren jedoch unter anderem die tiefen Nachfragezahlen.

Aus Sicht des Verkehrsverbunds bleibt mit dem dichten öV-Angebot auf der Ringstrasse die Erschliessung des Kuonimatt-Quartiers zudem weiterhin gewährleistet. Mit einer neuen Haltestelle Kuonimatt beim Brändi soll der Wegfall der Haltestellen Rosenstrasse und Kuonimatt teilweise kompensiert werden.

Weitere Änderungen Luzern Süd und Kriens

Die Haupterschliessung des Campus Süd sowie der Pilatus-Arena übernimmt hauptsächlich die Zentralbahn, deren 15-Minuten-Takt ab Dezember 2021 mit zusätzlichen Verbindungen ergänzt wird. Die Linie 16 verkehrt zukünftig im 15-Minuten-Takt zwischen Horw und Kriens und bietet Bahnanschlüsse in Kriens-Mattenhof an.

Mit der Linienführung via Ringstrasse und dem Taktausbau reagiert der VVL auf die starke Bautätigkeit in Luzern Süd. Mit dem 16er werden in Kriens neu alternierend die Pilatusbahnen sowie die Sidhalde bedient. Die Anpassungen sind per Mitte Dezember 2021 vorgesehen. Auch auf diesen Zeitpunkt hin sollen die Linien 11 und die Linie 15 miteinander verbunden werden und auf der Strecke Bahnhof Luzern–Dattenberg–Sonnenberg–Kriens, Busschleife verkehren.

Die nachfolgenden Änderungen im Busnetz wurden bei der Mitwirkung grossmehrheitlich begrüsst:

Linie 3: Littau–Bahnhof Luzern–Würzenbach

Mit der neuen Linie 3 entsteht ab 2024 eine neue Direktverbindung. Dank dem Einsatz von Doppelgelenktrolleybussen erhöht sich die Kapazität insbesondere zwischen Bahnhof Luzern und Littau.

Linie 4: Verlängerung mit Batterietrolleybus

Für die vorgesehene Verlängerung der Linie 4, von der heutigen Endhaltestelle Hubelmatt via Zihlmattweg bis zum Bahnhof Kriens-Mattenhof, kann durch den Einsatz von Batterietrolleybussen auf neue Fahrleitungen verzichtet werden. In der Mitwirkung wurden die neuen Reisemöglichkeiten zu Arbeitsplätzen, Freizeitangeboten und die Anbindung auf die Bahn positiv beurteilt.

So sieht die Mittelfristige Planung neuer Durchmesserlinien aus.

Linie 8/19: Neue Direktverbindung zum Kantonsspital

Das Kantonsspital Luzern soll aus Norden und Süden ohne Umsteigen mit dem öV erreichbar sein. Geplant ist ab 2024 eine neue Durchmesserlinie. Während den Hauptverkehrszeiten erfolgt eine Verlängerung in Richtung Emmenbrücke, womit die Anbindung des Kantonsspitals Richtung Norden gestärkt wird. Dies ergänzt die neue Linie 30, welche seit Dezember 2019 Littau und Ebikon direkt mit dem Kantonsspital verbindet.

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1 Kommentare
  1. Jörg, 17.01.2020, 16:54 Uhr

    Mal im Ernst: Wieviele Busse noch nach Littau? Littau erstickt im Verkehr, Linie 3 Gasshof,- Beneneg, hinauf – zurück Rengstr, Gasshof. Wenn schon, oder endlich bis Obernau, Linie 5 Emmen Coop, da kann der Bus um den Coop zurück. Emmen wäre auch entlastet, eine Irrwitzige blöde VBL Idee.

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