Skigebiet Sörenberg setzt nach Spät-Start zur Aufholjagd an
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Die Lifte am Gemsstock starteten in Verspätung in die Saison. (Bild: Webcam)

Bilanz nach Öffnung Skigebiet Sörenberg setzt nach Spät-Start zur Aufholjagd an

2 min Lesezeit 15.02.2021, 14:32 Uhr

Das Skigebiet Sörenberg darf seit einer Woche jeden Tag offen haben. Bisher zieht man eine positive Bilanz. In den nächsten Wochen rechnen die Verantwortlichen mit noch mehr Gästen.

Das Aufatmen war deutlich zu spüren, als die Luzerner Regierung entschied, die Skigebiete wieder jeden Tag zu öffnen (zentralplus berichtete). Andere Skigebiete durften längst täglich öffnen, die Luzerner fühlten sich deshalb im Stich gelassen. Nun sind die Skigebiete seit einer Woche offen. Und dann war da auch noch der sonnige Sonntag, der Schneesportler in die Höhe lockte. In Sörenberg zieht man deshalb eine positive Bilanz: «Das Schutzkonzept hat sehr gut funktioniert und die Disziplin und das Verständnis der Gäste waren sehr gut», erklärt René Koller, Direktor der Sörenberg Bergbahnen.

Weil es am Freitag und Samstag ausserordentlich kalt war, seien weniger Gäste gekommen, als diese Platz gehabt hätten. Die Kapazitätsgrenze von zwei Dritteln an normalen Spitzentagen, also 5’600 Gäste, sei am Sonntagnachmittag erreicht worden. «Ab 14.30 Uhr konnten wir keine Skipässe mehr verkaufen», so Koller. Die Wartezeiten hätten allerdings maximal fünf bis zehn Minuten betragen.

«Endlich werden wir gleich behandelt wie die ‹übrige› Schweiz.»

René Koller, Direktor der Sörenberg Bergbahnen

Ganz zufrieden ist man aber nach wie vor nicht. Denn in Luzerner Skigebieten darf noch immer kein Alkohol ausgeschenkt werden. Ausserdem dürfen Sitzplätze auf Terrassen nicht angeboten werden. Dies sorge teilweise bei den Gästen für Unverständnis, erklärt Koller. Viele kaufen sich derzeit wegen des eingeschränkten Gastroangebots und der Wetterverhältnisse eher Halbtageskarten.

Der Bergbahn-Direktor ist allerdings noch immer froh, dass die Regierung die Massnahmen gelockert hat. «Endlich werden wir gleich behandelt wie die ‹übrige› Schweiz oder im Speziellen die anderen Innerschweizer Skigebiete.» Gerade jetzt, wenn Skiferien sind und deshalb in Sörenberg Hauptsaison ist, freuen sich auch die Hotels. Die Auslastung sei gut, sagt Koller. Auch in nächster Zeit kann das Skigebiet wohl noch einiges wettmachen: «Wir werden in den kommenden zwei bis drei Wochen weiterhin mit guten Gästefrequenzen rechnen können. Im Speziellen, da die Schnee- und Pistenverhältnisse hervorragend sind.»

Retten wird es die Saison jedoch wohl kaum: Bereits vor einer Woche kritisierte Koller, dass der Entscheid, die Skigebiete zu öffnen, für Sörenberg zu spät gekommen war. Derzeit rechnet man mit einer Umsatzeinbusse von 50 Prozent (zentralplus berichtete).

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