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Simon Grether – der unverzichtbare Lückenbüsser
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Simon Grether ist gegen Carlitos des FC Sion gefordert. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus )

Vertrag des FCL-Aussenverteidigers läuft aus Simon Grether – der unverzichtbare Lückenbüsser

3 min Lesezeit 15.03.2018, 17:04 Uhr

«Ich bin bereit, wenn es mich braucht», sagt Simon Grether. Der Aussenverteidiger des FC Luzern absolviert erstaunlich viele Spiele – obwohl ihm noch immer das Attribut des Ergänzungsspielers anhängt. Dabei ist Grether längst mehr, wie man bei einem Blick auf seine Schienbeinschoner erfährt.

Wären alle FCL-Spieler fit und wollte man die beste Elf aufs Feld schicken: Rechtsverteidiger Simon Grether müsste wohl auf der Bank Platz nehmen. Doch damit tut man dem 25-Jährigen Unrecht. Seit er im Sommer 2016 vom FC Wohlen zum FC Luzern stiess, absolvierte er 37 Super-League-Spiele. Und in den letzten dreizehn Spielen stand er stets von Anfang an auf dem Platz. 

«Ich habe mich durchgesetzt und sehe mich als Stammspieler», sagt Grether. Er wirkt in seinen Antworten ruhig und überlegt. Trotzdem liegt die regelmässige Einsatzzeit von Grether auch an den Verletzungen von Christian Schwegler. «Ich bin da, wenn’s mich braucht», antwortet er. Ein klassischer Lückenbüsser also? «Für diese Fälle haben wir ein breites Kader. Auf jeder Position befinden sich Spieler, die einspringen können.» Eine erste Elf im klassischen Sinne gebe es beim FCL nicht.

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«Ich würde sehr gerne hier bleiben.»

Simon Grether, Verteidiger mit auslaufendem Vertrag

Grethers Qualitäten werden auch von FCL-Trainer Gerardo Seoane geschätzt: «Er bringt genau die Tugenden mit, die wir brauchen.» Grether sei sehr mannschaftsdienlich und solidarisch. «Er hat sich wirklich reingebissen, und ich weiss, dass ich mich auf ihn verlassen kann.» Zu Grethers Stärken würden Aggressivität und Zweikampfstärke gehören, weiss Seoane. «Ich will immer an mein Limit gehen», ergänzt der Aussenverteidiger.

Zukunft ist noch offen

Der Vertrag von Simon Grether beim FC Luzern endet im Sommer. Was dann? Seitens des Vereins gibt’s keine Stellungnahme zu den Vertragsverhandlungen. Grether sagt: «Ich würde sehr gerne hier bleiben.» Er fühle sich wohl und lobt den Staff, die Fans und die tolle Truppe. Die noch offene Zukunft beschäftige ihn auf dem Platz nicht, versichert der in Meggen wohnhafte Fussballer.

«Wenn du plötzlich für eine Familie verantwortlich bist, verändert sich deine Denkweise.»

Simon Grether

Mit Christian Schwegler (33) und Claudio Lustenberger (31) verfügt der FCL über zwei sehr routinierte Aussenverteidiger, mit dem 19-jährigen Silvan Sidler schnuppert ein aufstrebendes Talent Super-League-Luft. Grether mit seinen 25 Lenzen fühlt sich nach eigener Aussage «im besten Alter». Wird er noch besser? «Spielpraxis bringt dich immer weiter, da ist es schlussendlich egal, wie alt du bist», sagt er. Von den Älteren könne er aufgrund deren Erfahrung auf und neben dem Platz sicher viel mitnehmen. «Beide machten eine tolle Karriere und sind Vorbilder für mich.»

Simon Grether kämpft mit dem Basler Kevin Bua um den Ball.

Simon Grether kämpft mit dem Basler Kevin Bua um den Ball.

(Bild: Madeleine Duquenne/freshfocus)

Ein besonderes Verhältnis pflegt Grether mit Pascal Schürpf. Die beiden verbrachten ihre Jugendzeit beim FC Basel. Beiden gelang der Durchbruch in Basel nicht – über Umwege fanden sie in Luzern ihr Glück. «Wir werden wegen unseres Dialekts manchmal belächelt, da ist es gut, wenn man zu zweit zurückgeben kann», lacht Grether.

Fussballer und Vater 

Auch privat hat Simon Grether sein Glück gefunden. Im Mai des letzten Jahres kam seine erste Tochter zur Welt. «Wenn du plötzlich für eine Familie verantwortlich bist, verändert sich deine Denkweise», sagt er. Auch auf dem Spielfeld begleitet ihn seine Tochter. «Ich trage sie auf meinem Schienbeinschoner», so der 25-Jährige.

Der FC Luzern trifft am kommenden Sonntag auswärts auf den FC Lugano. Der Rückrundenstart des FCL war bekanntlich hervorragend. Werden nun die Europa-League-Plätze anvisiert? «Wir schauen nicht auf die Tabelle», sagt Grether ganz diplomatisch. «Wenn die Leistung stimmt, werden auch Punkte herausschauen.»

Die Schienbeinschoner von Simon Grether:


 

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