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Siegerprojekt für Luzerner Eichwald-Areal erkoren
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Rund um das Salzmagazin an der Luzerner Eichwaldstrasse sind zwei Neubauten geplant. (Visualisierung: zvg)

55 bezahlbare Wohnungen geplant Siegerprojekt für Luzerner Eichwald-Areal erkoren

2 min Lesezeit 3 Kommentare 23.09.2019, 08:29 Uhr

Charlotte: So nennt sich das Siegerprojekt für das Bauprojekt der Wohnbaugenossenschaft Geissenstein an der Eichwaldstrasse in Luzern. Vorgesehen sind zwei Neubauten um das denkmalgeschützte Salzmagazin vor. Die Mietpreise für die 55 geplanten Wohnungen in der autofreien Siedlung sollen im eher tiefen Segment liegen.

Die Wohngenossenschaft Geissenstein (EBG) plant an der Eichwaldstrasse in Luzern eine neue Siedlung. Nun hat die Genossenschaft den Sieger des Architekturwettbewerbs erkoren: Das Projekt Charlotte der Blättler Dafflon Architekten AG Zürich überzeugte die elfköpfige Jury am meisten, wie die EBG in einer Mitteilung schreibt.

Es zeichnet sich aus durch zwei Neubauten rund um das denkmalgeschützte Salzmagazin, das saniert wird. Gebaut werden 55 Wohnungen und Gewerberäume.

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Der Entscheid sei einstimmig gefällt worden. Besonders hervorgehoben werden die gut strukturierten Wohnungsgrundrisse und der sorgfältige Umgang mit dem Salzmagazin. Die autofreie Siedlung soll dank den zwei Neubauten einen grossen verkehrsfreien Vorplatz erhalten. Geplant sind 1,5- bis 5,5-Zimmerwohnungen sowie Atelier- und zwei Grosswohnungen, die grosse Mehrheit davon mit Balkon.

Die Mietpreise werden sich laut Mitteilung der EBG im eher tiefen Preissegment bewegen. Noch offen sind Fragen betreffend Veloparkierung und Umgebungsgestaltung.

Die Wohngenossenschaft hat das Areal mit rund 4800 Quadratmeter Fläche 2018 von der Stadt im Baurecht erworben. Die Vergabe des Grundstücks musste zweimal durchgeführt werden, weil nach dem ersten Durchgang – bei dem die SBL Wohnbaugenossenschaft den Zuschlag erhalten hatte – Kritik an der Transparenz der Vergabekriterien laut wurde und das Parlament das Anliegen an den Stadtrat zurückwies (zentralplus berichtete).

Baustart 2020 vorgesehen

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der EBG entscheiden im ersten Halbjahr 2020 über den gesamten Projektkredit. Die Investitionskosten würden nach Überarbeitung des Projektes kommuniziert. Mit dem Bau soll im nächsten Jahr gestartet werden.

Das Siegerprojekt sowie die weiteren sieben eingereichten Projekte können vom 15. bis 18. November 2019 im Rahmen einer Ausstellung im Laboratorium an Sternmattstrasse besichtigt werden.

Die Wohngenossenschaft Geissenstein gehört mit ihren 109 Jahren zu den ältesten gemeinnützigen Wohngenossenschaften der Schweiz. Sie zählt rund 2800 Mitglieder und verfügt im Geissenstein in Luzern über 413 Wohnungen, die in rund 80 Liegenschaften verteilt sind.

Hier hat’s Platz für gemeinnützigen Wohnungsbau: das Areal Eichwald im Besitz der Stadt Luzern.

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3 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 23.09.2019, 10:10 Uhr

    Als Genossenschafter beobachte ich die Entwicklungen auf dem Areal des ehemaligen Salzlagers mit Argusaugen. Und es freut mich, dass die EBG bereits heute klipp und klar festhält, dass sie Wohnungen im eher tiefen Preissegement realisieren will. Eher tief, man erkennt es bereits an der “eher” vagen Formulierung, ist natürlich ein erheblich dehnbarer Begriff. Derzeit gehe ich allerdings davon aus, dass der Baubeginn massiv verzögert werden könnte. Warum? Da das Arel derzeit als Stellplatz für eine Wagenburg (mit städtischem Mietvertrag) figuriert, an die besetzte, städtische Liegenschaft Murmattweg 2 angrenzt und somit mit uneingeschränktem Support der Hausbesetzer Eichwald rechnen kann, wird eine Freigabe des Areals mutmasslich für viele Monate oder gar Jahre verhindert. Sprich, die Bewohner der Wagenburg werden das Areal nicht einfach kampflos aufgeben. Sie haben gesehen, dass sich Widerstand lohnt und die Stadt bei “Verhandlungen” relativ schnell einknickt und Reissaus nimmt.

    1. Elsa Van Heringa, 23.09.2019, 14:53 Uhr

      Spannende These. Wohl eher etwas aus der Luft gegriffen. Das Areal ums Salzlager herum gehört jedoch der EBG im Baurecht und nicht mehr der Stadt Luzern.

    2. Joseph de Mol, 24.09.2019, 07:32 Uhr

      Dies ist aber eine Entwicklung in die Zukunft hinein. Ich rechne damit, dass das bezeichnete Areal aktuell noch dem Verantwortungsbereich der Stadt Luzern untersteht. Und die Stadt als immerwährender Eigentümer (das Baurecht ändert ja nichts an den Eigentumsverhältnissen) durchaus involviert werden wird, sollte es zum beschriebenen Szenario kommen. Spätestens, wenn ein Räumung anstehen würde, wird dies zur Staatsaufgabe. Aber warten wir ab, was passiert…..