Sieben Punkte zur Verpflichtung des neuen FCL-Trainers
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Der erste Auftritt unter dem neuen FCL-Trainer Fabio Celestini endet in einer Testspiel-Niederlage. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Das sagen Remo Meyer und Fabio Celestini Sieben Punkte zur Verpflichtung des neuen FCL-Trainers

4 min Lesezeit 2 Kommentare 03.01.2020, 13:16 Uhr

Heute ist der erste Arbeitstag für den neuen FCL-Trainer Fabio Celestini: Der 44-jährige Romand sagt, welchen Fussball er spielen will. Und FCL-Sportchef Remo Meyer sagt, warum Celestini genau zur Luzerner DNA passt. Schliesslich beginnt in drei Wochen der Kampf gegen den Abstieg aus der Super League.

In Jeans und Pullover betritt Fabio Celestini um 11 Uhr des ersten Arbeitstages im 2020 das Podium im Medienraum der Swissporarena. Sein erstes Statement an die Medienschaffenden bewältigt er in Deutsch, und das macht der frühere Trainer von Lausanne und Lugano ganz ordentlich. Er sagt: «Es ist eine Ehre und ein Privileg für mich, Teil des FC Luzern zu werden und ein Projekt weiterentwickeln zu dürfen.» Und er, der einen Vertrag mit dem FCL bis 2021 besitzt, freut sich darauf, nach dem Tessin und der Westschweiz in der dritten Sprachregion der Schweiz arbeiten zu dürfen.

zentralplus hat die wichtigsten Aussagen in der Medienkonferenz zusammengefasst und geordnet:

Warum Celestini?

Remo Meyer: Wir haben intensive zweieinhalb Wochen hinter uns, in denen wir mehrere Gespräche geführt haben. Daraus ergab sich ein klares Votum für Fabio Celestini. Er besitzt Führungspersönlichkeit und eine natürliche Autorität, und das ist wichtig in der Zusammenarbeit mit den Spielern und dem Staff, aber auch mit mir. Seine Vorstellung von Fussball deckt sich mit unserer, er lässt vertikal spielen. Sein Fussball ist ein ehrlicher. In Lausanne hat er viele junge Spieler weiterentwickelt, und es ist bei uns wichtig, dass die Türe für nachrückende Talente offensteht.

Wie lief die Trainerwahl ab?

Meyer: Wir haben einen ganz normalen Prozess durchlaufen. Es gab letztlich eine Shortlist, auf der der Name von Fabio Celestini stand. Dass er da reingerutscht sein soll, entbehrt jeglicher Grundlage.

Warum der FCL?

Fabio Celestini: Ich hatte am Dienstag nach dem letzten Match vor der Winterpause erstmals Kontakt mit dem FCL. Ich war da gerade mit meiner Familie in den Ferien, aber als die Luzerner Verantwortlichen Interesse zeigten, war für mich klar, schnellstmöglich nach Luzern zu kommen. Ich bekam in den Gesprächen sofort ein gutes Gefühl, die Professionalität und die Strukturen stimmen, damit ich gute Arbeit leisten kann. Ich hatte andere Job-Angebote, aber das Projekt FCL hat mich am meisten überzeugt.

Wie sieht seine Spielphilosophie aus?

Celestini: Der Ball steht immer im Zentrum unseres Spiels. Ich will offensiv spielen lassen, und wenn es darum geht, den Ball zurückzuerobern, soll meine Mannschaft das so schnell und so weit vorne wie möglich tun. Aber man kann die Spielweise aus meiner Zeit in Lausanne und Lugano nicht einfach auf Luzern anwenden. Es ist die Hauptaufgabe eines Trainers, seine Vorstellung von Fussball der Qualität der vorhandenen Spieler anzupassen. Das bedeutet: Mein Stil bleibt, aber das Modell verändert sich. Darum freue ich mich sehr darauf, mit den Spielern in den Trainings zu arbeiten, um sie und ihre Stärken besser kennenzulernen.

Ist Celestinis mangelndes Deutsch ein Risiko?

Meyer: Es ist sicher eine Herausforderung. Doch man muss wissen: Celestini versteht alles in hochdeutscher Sprache. Zudem spricht er Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch fliessend. Und wir sind ja eine Multi-Kulti-Truppe. Zudem wird Fabio Celestini jeden Tag einen Intensiv-Deutschkurs besuchen.

Celestini: Ich hatte sieben Jahre Deutsch in der Schule, aber ich muss die Worte, die in meinem Kopf existieren, wieder auffrischen, weil ich bisher weder als Spieler noch als Trainer bei einem deutschsprachigen Verein angestellt war. Hochdeutsch verstehe ich jetzt schon, und darum ist es mein Ziel, alle Fragen beim Rückrundenstart Ende Januar auf Deutsch zu beantworten.

Wie wird Celestini in seiner Arbeit unterstützt?

Meyer: Genesio Colatrella wird der Assistent von Fabio Celestini. Als Leiter der FCL-Nachwuchsabteilung hat er unsere aufstrebenden Talente begleitet und kennt die Strukturen. Das Gleiche gilt für Talentmanager Claudio Lustenberger, der so oft wie möglich als weiterer Assistent im Trainingsbetrieb dabei sein wird. Sie werden Fabio Celestini eine grosse Hilfe sein.

Sind Eleke und Voca unter Celestini weiterhin dabei?

Meyer: Es sind 25 Kaderspieler dabei, dazu gehören auch Blessing Eleke und Idriz Voca. Und ich habe keine Anzeichen dafür, dass sie bei unserem Rückrundenstart in Zürich nicht dabei sein sollten.

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2 Kommentare
  1. CScherrer, 03.01.2020, 14:41 Uhr

    Fabio Celestini hat sich an der Pressekonferenz äusserst sympathisch und professionell präsentiert. Seine kommunikativen Fähigkeiten stehen ausser Frage und einmal mehr steht Meyer im Regen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was Fabio Celestini anbelangt und bin überzeugt, dass er und Colatrella sehr gut zusammenarbeiten werden.
    Im Gegensatz zu der Meinung von zentralplus hat Fabio Celestini sein Statement, auch wenn zum Teil abgelesen, nicht nur ordentlich sondern sehr gut gemacht. Ich bin überzeugt, dass Celestini das gut mit Luzern machen wird. Prognose 4 oder 5 Schlussrang.

    1. André Danuser, 03.01.2020, 22:01 Uhr

      So einen Blödsinn habe ich selten gelesen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Barrage und Abstieg.

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