Sieben Firmen in Luzern lassen ihre Angestellten testen
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Luzern testet nicht mehr nur in den Testzentren, sondern neu auch direkt bei Unternehmen.. (Bild: ber)

Kanton startet Pilotprojekt Sieben Firmen in Luzern lassen ihre Angestellten testen

3 min Lesezeit 19.03.2021, 11:55 Uhr

Ab nächster Woche lassen sich 1500 Personen in sieben Unternehmen regelmässig auf das Coronavirus testen. Mit dem Turbo-Pilotversuch will der Kanton Luzern die Weichen stellen für breit angelegte Reihentests am Arbeitsplatz.

Wie der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) Anfang Woche ankündigte, lanciert der Kanton ein Pilotprojekt für sogenannte repetitive Corona-Tests (zentralplus berichtete). Rund 1500 Personen aus sieben Unternehmen haben sich laut einer Mitteilung freiwillig dafür zur Verfügung gestellt. Sie werden ab nächster Woche einmal wöchentlich an präventiven Tests teilnehmen.

Aufgrund der Erfahrungen dieses Pilotbetriebs werden die nötigen Schritte eingeleitet, damit die Reihentests möglichst rasch breit durchgeführt werden können.

Spucktests im Einsatz

Mit den Tests sollen mit Covid-19 infizierte Personen eruiert werden, die keine Symptome zeigen. Damit könnten Ansteckungsketten zu einem möglichst frühen Zeitpunkt unterbrochen werden.

Angewendet werden die PCR-Speicheltests, die jeweils im Labor zu Fünfergruppen analysiert werden. Ergibt sich bei der Analyse, dass die gepoolte Speichelprobe positiv ist, wird die ganze Gruppe mittels individuellem PCR-Test ein weiteres Mal getestet, um die erkrankte Person zu identifizieren. Die Teilnehmer erhalten das Testergebnis per SMS vom Labor zugestellt.

«Ich hoffe, dass sich möglichst viele Luzerner Betriebe an diesen präventiven Tests beteiligen werden.»

Guido Graf, Regierungsrat

Bis die Resultate vorliegen, müssen sich die Personen dieser Gruppe in Selbstisolation begeben. Das Labor ist laut dem Kanton verpflichtet, positive Resultate dem Bund und dem Luzerner Contact Tracing-Team zu melden. Negative Resultate seien hingegen nicht meldepflichtig.

Welche Unternehmungen am Versuch mitmachen, geht aus der Mitteilung des Kantons nicht hervor. Das Luzerner Pilotprojekt wird wie alle seriellen Massentests durch den Bund finanziert. In der Zentralschweiz hat der Kanton Zug mit den Reihentests an den Schulen eine Vorreiterrolle übernommen.

Pilotversuch im Schnelldurchlauf

Im Unterschied zu Zug, wo nach einem Monat ein vertieftes Fazit vorgesehen ist, dauert der Pilotbetrieb in Luzern nur gerade eine Woche. Danach werden die Erfahrungen ausgewertet, das Prozedere optimiert und das weitere Vorgehen beschlossen. Denn das Ziel sei es, dass der Pilotbetrieb möglichst rasch in einen regulären Betrieb überführt werden könne, teilt der Kanton mit.

Allerdings wird gegenwärtig noch geprüft wird, wie die Logistik organisiert werden kann. Der Kanton betont, dass er den Aufwand für die beteiligten Betriebe möglichst tief halten wolle.

«Das repetitive Testen ist ein wichtiger Teil der Pandemiebekämpfung», wird Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf in einer Mitteilung zitiert. «Daher hoffe ich, dass sich möglichst viele Luzerner Betriebe an diesen präventiven Tests beteiligen werden.»

Testen auch nach der Impfung

Seit dem 15. März 2021 übernimmt der Bund die Kosten für alle Covid-19-Tests – unabhängig davon, ob jemand Symptome aufweist. Der Kanton Luzern ruft auch geimpfte Personen dazu auf, sich testen zu lassen, falls sie Symptome zeigen.

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