Sicherheitszentrum Rothenburg wird 20 Millionen teurer
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So soll das Sicherheitszentrum dereinst aussehen. (Visualisierung Kanton Luzern)

Siegerprojekt steht fest Sicherheitszentrum Rothenburg wird 20 Millionen teurer

3 min Lesezeit 12 Kommentare 19.03.2021, 11:28 Uhr

Für 112 Millionen Franken soll in Rothenburg das neue kantonale Sicherheitszentrum entstehen. Der Regierungsrat hat nun das Siegerprojekt auserkoren. Es ist dasselbe Zürcher Planungsteam, das bereits die Messe auf der Allmend realisiert hat. Die Kosten fallen markant höher aus als bisher gedacht. Das letzte Wort dazu wird Volk an der Urne haben.

Ab 2028 sollen unter anderem die Sicherheits- und Verkehrspolizei, die Dienststelle Lebensmittelkontrolle, der Verbraucherschutz und Veterinärdienst in einem neuen Gebäude in Rothenburg einquartiert werden.

Aus 16 Projektvorschlägen hat die Luzerner Regierung nun jenes des Planerbüros ARGE atelier ww Caretta Weidmann GmbH aus dem Kanton Zürich zum Sieger ernannt, wie es in einer Mitteilung heisst. Dasselbe Büro hat bereits die Messehallen in der Luzerner Allmend realisiert.

Kosten innert zwei Jahren stark gestiegen

Gemäss Grobkostenschätzung würden sich die reinen Baukosten des Siegerprojektes ohne Betriebseinrichtung und Ausstattung auf rund 112 Millionen Franken belaufen. Das sind zirka 20 Millionen mehr, als in der Machbarkeitsstudie 2019 geschätzt wurde.

Der Grund dafür liege zum Teil bei der «breiten Verwendung von Holz», wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Der Neubau soll den auch in Hybridbauweise aus Holz, Beton und Stahl gebaut werden. «Der Regierungsrat legt, wo immer möglich, besonderen Wert auf die Verwendung von Holz. Holz ist leicht, CO2–neutral, ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad und demzufolge eine rasche Bauausführung vor Ort», schreibt die Regierung dazu. Verwendet werden soll unter anderem Fichtenholz aus den einheimischen Wäldern.

Es kommt wohl noch teurer

Seit der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs hätten sich «neue Anforderungen an das Projekt ergeben», die eine Weiterbearbeitung nach sich ziehen. So hat der Regierungsrat im Dezember 2020 entschieden, die integrierte Leitstelle der Luzerner Polizei sowie der Blaulichtorganisationen der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden ins Sicherheitszentrum Rothenburg zu integrieren.
 
«Parallel dazu überprüfen die beteiligten Stellen die Integration weiterer dezentraler Standorte zur Realisierung zusätzlicher Synergieeffekte», heisst es in der Mitteilung weiter. Dieser Prozess werde in den kommenden Wochen abgeschlossen, daher seien diese zusätzlichen Kosten noch nicht in die Grobkostenschätzung eingeflossen. «Eine verlässliche Kostenübersicht wird mit der Botschaft zum Projektierungskredit vorliegen». Sprich: Es wird wohl noch deutlich teurer als die 112Millionen Franken.

So soll das Sicherheitszentrum von aussen aussehen. (Visualisierung: Kanton Luzern)

Abstimmung im Jahr 2023 geplant 

Nach dem Entscheid des Regierungsrates werde die Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern gemeinsam mit den Nutzern bis zum kommenden Sommer die Botschaft für den Projektierungskredit ausarbeiten. Nach der Bewilligung des Projektierungskredites durch den Kantonsrat wird das Wettbewerbsprojekt überarbeitet und um die integrierte Leitstelle erweitert. Voraussichtlich im Jahr 2023 wird das Stimmvolk über den Realisierungskredit befinden.

Der Bezug ist voraussichtlich ab 2028 geplant. Rund 250 kantonale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dort ihren Arbeitsplatz erhalten. Das Sicherheitszentrum Rothenburg ist Bestandteil der kantonalen Investitionsplanung. Diese umfasst zahlreiche weitere wichtige Bauvorhaben, darunter auch das zentrale Verwaltungsgebäude, das der Kanton am Seetalplatz plant.

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12 Kommentare
  1. SVP'ler, 21.03.2021, 10:03 Uhr

    Lügt uns der Kanton schon wieder an. Im Finanzplan (AFP) steht der Naubau-Lupol in Rothenburg, mit geplanten 75 Millionen vorgesehen. Das sind 37 Millionen mehr und nicht 20. Reto Wyss sollte sofort entlassen werden, wenn er nicht rechnen kann.

  2. Fredy Baumgartner, 21.03.2021, 09:49 Uhr

    Das wunder von rothenburg! nur 20 millionen teurer? wenn man die Organisation der polizei und der lebensmittelkontrolle anschaut, sieht man das problem. bei der polizei gibt es 4 oder 5 stabsabteilungen und die bürohengste geben sich nur mit einem prunkpalast zufrieden. herr achermann, sollte sie nicht zuerst den laden aufräumen, polizisten auf die strasse schicken und stabsarbeiter entlassen? warum leistet sich die polizei eine eigene informatik? warum leistet sich die polizei ein eigenes HR? warum leistet sich die polizei eine buchhaltung? warum leistet sich die polizei eine eigene logisitk, warum leistet sich die polizei einen zugeteilter offizier und was ist der unterschied zum stab? das sind doch alles stäbe?! alle diese dienstleistungen gibt es im kanton schon (HR, IT, Logiistik, etc). wenn man daraus polizisten macht und die in uniform steckt und auf die strasse schickt braucht es weniger platz und vor allem weniger zusätlziche stellen. zuerst den saustall aufräumen und mehr polizisten auf die strasse schicken. aber nicht mit radar!

  3. Die Römer spinnen!, 21.03.2021, 09:22 Uhr

    112 Mio und es könnte noch teurer werden und das ganze ohne Einrichtung.
    Das phantasiegebäude am seetalplatz kostet auch noch 160 mio. es gibt da was seit einem Jahr und das heisst corona. Es gibt viele Menschen, die grad nicht wissen wie es weitergehen soll und die verwaltungsspinner bauen sich unnötig überteuerte Gebäude. Der Landpreis ist wahrscheinlich noch zusätzlich schon bezahlt. Anstatt Arbeitsplätze zu schaffen für die Wirtschaft baut sich die Verwaltung Erholungsoasen! Es ist Zeit die Verwaltung zu reformieren. Schön längst fordern wir mehr transparenz bei entscheiden. Dann hätte der Grössenwahn schön vorher stoppen können. Was kostet die unnötige Planung? 2, 3 oder 4 mio? Man sollte Winiker und Wyss gleich in die Wüste schicken und die verwaltungsbürokraten die das geplant habe obendrauf!

  4. Die Römer spinnen!, 21.03.2021, 09:20 Uhr

    112 Mio und es könnte noch teurer werden und das ganze ohne Einrichtung.
    Das phantasiegebäude am seetalplatz kostet auch noch 160 mio. es gibt da was seit einem Jahr und das heisst corona. Es gibt viele Menschen, die grad nicht wissen wie es weitergehen soll und die verwaltungsspinner bauen sich unnötig überteuerte Gebäude. Der Landpreis ist wahrscheinlich noch zusätzlich schon bezahlt. Anstatt Arbeitsplätze zu schaffen für die Wirtschaft baut sich die Verwaltung Erholungsoasen! Es ist Zeit die Verwaltung zu reformieren. Schön längst fordern wir mehr transparenz bei entscheiden. Dann hätte der Grössenwahn schön vorher gestoppt werden können. Was kostet die unnötige Planung? 2, 3 oder 4 mio? Man sollte Winiker und Wyss gleich in die Wüste schicken und die verwaltungsbürokraten die das geplant habe obendrauf!

  5. Andreas Graber, 20.03.2021, 17:09 Uhr

    Stoppt den Grössenwahn! Frechheit!

  6. Wütender Steuertahler!!, 19.03.2021, 17:02 Uhr

    Prunkpalast für die Verwaltungsbeamten! Bravo! Total unsensibel, in der aktuellen Zeit sich mit solchen Projekten zu zeigen. Frechheit. An der Urne werden wir darüber noch abstimmen, Paul Winiker!
    Wurden die Staatsbeamten vom Aff gebissen? Zuerst will man sich am Seetalplatz einen palast errichten und nun noch in Roithenburg? Das ist skandalös und einfach mir nichts, dir nichts 20 millionen teurer ist eine frechheit.

    1. Peter Meili, 21.03.2021, 08:19 Uhr

      Keine Angst, das Stimmvolk wird diesen Wahnsinn stoppen. Es ist typisch, wenn man die verwaltungsphantasten ihre überteuerten ideen ausleben lässt, entstehen solche produkte. Herr und Frau steuerzahler habe das Geld ja schon, das denken die! das passiert wenn zuoberst Leute sind, die noch keinen Tag in der Wirtschaft gearbeitet haben. es zeigt auch, das der neue Finanzminister der falsche man ist. wohnt er nicht auch in Rothenburg wie dieser Achermann? Zufall?. Wohl kaum oder nicht?

  7. Blau Licht, 19.03.2021, 15:18 Uhr

    Wahnsinn!!! Für 250 Büroarbeiter, welche kaum mehr als einen Schreibtisch, einen Sessel mit Klebefunktion und einen PC benötigen, wird für jeden einzelnen einen Arbeitsplatz für durchschnittlich 500’000 Franken erstellt. 500’000 Franken pro Arbeitsplatz! Ich hoffe die direkte Demokratie wird diesen Wahnsinn stoppen……

    1. Eric Zgraggen, 19.03.2021, 17:04 Uhr

      Unglaublich, was sich dieser Achermann erlaubt! Wer ihn kennt ist nicht erstaunt.

    2. Fredy Baumgartner, 21.03.2021, 09:56 Uhr

      250 mitarbeiter die es gar nicht braucht! es braucht mehr polizisten, aber nicht mehr bürokönige!

    3. RE: Blau Licht, 21.03.2021, 10:14 Uhr

      Es sind nur 450’000 pro Arbeitsplatz. Ein absoluter Discount-Preis! Klebefunktion am Bürosessel kostet dann aber extra, es wird ja noch teurer, wie man schon liest.

  8. Don Giulliani, 19.03.2021, 15:09 Uhr

    Inmitten der grössten Krise die dieses Land je gesehen hat, gönnen sich die Verwaltungsbeamten der Polizei ein neues Gebäude. Der Kommandant Adi Ackermann will sich in Rothenburg wohl ein Denkmal setzen. Zufall wohnt er selber in Rothenburg?. Der Goldturm für die Polizei wird noch teurer und es wird noch teurer. Paul Winiker müsste diesen Grössenwahn stoppen. Wählen werde ich ihn 2024 nicht mehr. In Kriens baden wir heute noch sein Vermächtnis in den Finanzen aus. Kein Wunder, dass alles teurer wird.

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