«Ship of Tolerance» bleibt im Brüggli
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Das «Ship of Tolerance» wird heuer in Zug gebaut – mit unverhofft erhoffter Unterstützung. (Bild: pbu)

Kunsthaus Zug erhält Baubewilligung für fünf Jahre «Ship of Tolerance» bleibt im Brüggli

2 min Lesezeit 20.01.2017, 17:25 Uhr

Das weltbekannte Ship of Tolerance von Ilya und Emilia Kabakov kann während der nächsten fünf Jahre im Brüggli aufgestellt bleiben. Die Korporation Zug stellt das Grundstück dafür zur Verfügung und der Stadtrat hat das Baugesuch Mitte Dezember gutgeheissen. Im Frühling soll das Holzschiff mit den bunten Segelbildern an seinem neuen Standort mit einem Fest eingeweiht werden.

Aus Sicht des Kunsthaus Zug ist das Brüggli der ideale Standort für das Schiff: Der Bezug zum See ist gegeben, Kunstinteressierte und Freizeitsuchende können stadtnah und doch mitten in der Natur das Schiff besuchen. Von Nordwest her stadteinwärts fahrend, ist das in unmittelbarer Nähe des Bahntrasses liegende Schiff nicht zu übersehen. Es bildet geradezu ein markantes Tor zur Stadt, schreibt das Kunsthaus in einer Mitteilung. Zug ist nun also der erste Durchführungsort, an dem das Ship of Tolerance über die Projektdauer hinaus erhalten bleibt. Für weitere fünf Jahre kann es seine Botschaft von Toleranz und Respekt in die Region ausstrahlen.

Kunst-Hotspot im öffentlichen Raum

Das Ship of Tolerance soll in den warmen Monaten zwischen Mai und September geöffnet sein und der Öffentlichkeit als Schattenplatz und Treffpunkt zur Verfügung stehen. Kleinere Anlässe werden gelegentlich stattfinden. Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltungen sollen auch weiterhin die Themen Toleranz und Respekt sein. Das Segel wird zu bestimmten Anlässen gehisst werden.

Der Standort Brüggli entwickelt sich zum Schmelztiegel für Kunst im öffentlichen Raum. Der japanische Künstler Tadashi Kawamata realisierte dort 1998 in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zug die hölzernen Walkways und die Terrasse zu seinem mehrjährigen Projekt Work in Progress in Zug. Der «Stationenweg» mit seinen Installationen führt vom Kunsthaus bis ins Brüggli – oder umgekehrt. Die Arbeiten bieten bequeme Sitzgelegenheiten, erleichtern das Gehen und laden zum Verweilen ein. Ein weiteres Beispiel wie das Kunsthaus Zug sich in den Aussenraum erweitert, mit der Kunst zu den Menschen geht und die Stadt in Bewegung versetzt.

So sah das Ship of Tolerance in Ägypten aus.

So sah das Ship of Tolerance in Ägypten aus.

(Bild: zVg)

Vatikan baut Ship of Tolerance in Rom

Der von Remo Hegglin gedrehte Dokumentarfilm über das Ship of Tolerance-Projekt in Zug hat dazu beigetragen, dass das Projekt nun in Rom im April 2017 unter dem Patronat vatikanischer Institutionen realisiert wird. So berichtete Emilia Kabakov nach ihrem Besuch im Vatikan. Die Planungsarbeiten seien bereits in vollem Gange. Man darf gespannt sein, wie die Fortsetzung des weltumspannenden Teilhabe-Projektes verläuft. Das Kunsthaus-Team ist bereit, dem Projekt-Team vom Vatikan beratend zur Seite zu stehen.

Das Ship of Tolerance (Foto von der Zugermesse) sucht einen Ankerplatz. Für maximal fünf Jahre könnte es auf einem Korporations-Grundstück beim Brüggli stehen.

Das Ship of Tolerance (Foto von der Zugermesse) sucht einen Ankerplatz. Für maximal fünf Jahre könnte es auf einem Korporations-Grundstück beim Brüggli stehen.

(Bild: Kunsthaus Zug)

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