Selbstfahrend, aber immer noch verstopfend

1 min Lesezeit 10.05.2015, 12:35 Uhr

Martin Stuber, ehemaliger Kantonsrat der Alternative – Die Grünen Zug, schreibt im Leserbrief über selbstfahrende Autos und andere unglaubwürdige Alternativen zum Zuger Stadttunnel.

Leserbrief von Martin Stuber:

Die Gegnerschaft hat nun endlich DIE Alternative zum Stadttunnel gefunden – Hurrah! Die selbstfahrenden elektrischen Autos, welche das «digitale Verkehrszeitalter» einläuten sollen, machen die Stadtkernumfahrung unnötig. Das wird dann so praktisch und „grün“ sein, dass bei schlechtem Wetter auch die Velofahrenden und die Fussgänger ohne schlechtes Gewissen «umsteigen» werden – dann haben wir zwar 25‘000 Autos, welche die Neugasse und das Statzentrum verstopfen – aber dafür selbstfahrend und elektrisch!

Dass der Vorschlag nun wortreich von einem kommt, der im Mitwirkungsverfahren am Schluss FÜR den nun zur Abstimmung gelangenden Vorschlag war, macht das Ganze natürlich noch glaubwürdiger. Doch Vorsicht: Architekt Ruedi Zai glänzte 2008 mit einem Vorschlag für einen Tunnel, der nur eine sehr bescheidene Entlastungswirkung gehabt, dafür sein Anwesen am Höhenweg mit dem Südanschluss Ägeristrasse verschont hätte. Im Mitwirkungsverfahren schied diese ebenfalls seriös untersuchte Variante aus. Im neuen Projekt wird dieser Anschluss quasi in den Berg in einen Kreisel verlegt, aber das Nordportal an der Ägeristrasse braucht es halt trotzdem. Wahrscheinlich ist es zu nahe am Höhenweg.

Viele Partikularinteressen sind des Hasen Tod? Hoffentlich nicht.

Martin Stuber, Zug

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