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Seerose bereit für den Gästival-Sommer

3 min Lesezeit 11.05.2015, 10:30 Uhr

Nach einer Vorbereitungszeit von fast drei Jahren ist es so weit − die Gästival-Seerose steht kurz vor der Eröffnung. Für 15 Franken wird darauf ein Querschnitt durch das kulturelle Schaffen der Zentralschweiz geboten.

«Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Jetzt setzen wir zum Endspurt an», sagte Adelbert Bütler, Präsident des Vereins 200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz, am Montag vor den Medien in Beckenried NW. Dort wird gegenwärtig der Innenausbau der 48 Meter breiten, 16 Meter hohen und 462 Tonnen schweren Seerose vollendet.

Vier Monate im Einsatz

In einer guten Woche, am 20. Mai, wird die schwimmende Plattform nach Luzern überführt, wo sie am 29. Mai feierlich eröffnet wird. Während drei Wochen wird sie dann als Begegnungsort und Eventbühne vor dem Inseli beim KKL dienen, danach wird sie bis am 4. Oktober 2015 während je drei Wochen in Stansstad, Brunnen, Alpnachstad, Flüelen und Vitznau anlegen.

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Auf der Seerose in Beckenried orientierten die Gästival-Verantwortlichen am Montag über die Programmvielfalt. Während vier Monaten, an 100 Betriebstagen, jeweils von 10 Uhr bis Mitternacht wird die Seerose geöffnet sein. «Bei der Programmierung haben wir darauf geachtet, der Einzigartigkeit der Plattform gerecht zu werden», sagt Christoph Risi, Projekt- und künstlerischer Gesamtleiter der Seerose. Mehr als die Hälfte der künstlerischen Darbietungen sind speziell für das Gästival geschrieben worden.

2400 Mitwirkende auf der Seerose

Die Zahlen sind eindrücklich: 2400 Mitwirkende werden auf der Seerose auftreten, davon 1’100 im Tages- und 1’300 im Abendprogramm, 220 Helferinnen und Helfer werden im Einsatz stehen, insgesamt sind 600 Darbietungen programmiert.

Tagsüber ist die Seerose ein lebendiges, inszeniertes Museum, das sich der Tourismusgeschichte der Zentralschweiz und der Gastfreundschaft widmet – mit historischen Theaterfiguren, einer raffinierten Kofferausstellung, mit Hörgeschichten und Schnellkursen in Gastfreundschaft (zentral+ verlost 5×2 Tickets).

Ebenso werden täglich Formationen aus den beteiligten Kantonen mit Konzerten (von Klassik über Blasmusik bis Pop und Volksmusik), mit Gesang (von Jazz und Jodel bis zu Singer-Songwritern) und mit Tanz- sowie anderen Darbietungen auf der Seerose auftreten.

Querschnitt durch das kulturelle Schaffen

Am Abend verwandelt sich die Seerose in eine Eventbühne, die einen Querschnitt durch das kulturelle Schaffen der Zentralschweiz bietet – von Jazz bis Spoken Word, von Comedy bis Klassik, von Lesungen bis Folklore, von Talks bis Kinderkonzerten. «Alle und alles soll Platz haben auf der Seerose», sagt Christoph Risi. «Viele Stars werden auf unserer Plattform auftreten, der wahre Superstar ist aber täglich die Seerose.»

Zu den künstlerischen Höhepunkten zählen die Carte Blanche-Abende. Künstler aus den fünf Innerschweizer Kantonen haben dazu eigene Stücke geschrieben, die auf der Seerose uraufgeführt werden. Zu den regelmässigen Gästen auf der Seerose gehören auch Dominic Deville mit seiner Talk-Show «Mann über Bord», Johnny Burn (Comedy) und Ivo (Pop/Rock). Dazu finden regelmässig Folklore-, Film- und Schlagerabende statt. An rund dreissig Abenden werden einmalige Programme gezeigt, unter anderem mit Partnern wie dem Lucerne Festival, dem Konzerthaus Schüür Luzern, dem Haus der Volksmusik Altdorf und mit bekannten Künstlern wie Peter Schärli, Albin Brun oder den BML Talents (Sieger im SRF-Kampf der Orchester).

15 Franken für alles

Einheitlich und familienfreundlich sind die Eintrittspreise: Erwachsene bezahlen 15 Franken für ein Tages- oder ein Abendticket. Tagsüber sind zwei Kinder in Begleitung eines Erwachsenen gratis. Jugendliche von 12 bis 16 Jahren (ohne Begleitung), AHV/IV-Bezüger und Studenten bezahlen 10 Franken.

Das detaillierte Programm ist für sämtliche Standorte online abrufbar.

200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz
2015 ist in der Zentralschweiz das Jahr der Gastfreundschaft. Die Kantone Uri, Schwyz, Luzern, Ob- und Nidwalden haben sich zu einem Trägerverein zusammengeschlossen, um mit Beteiligung des Bundes und Unterstützung von Privaten die 200-jährige Tourismusgeschichte der Region zu feiern. 1815 entstanden die ersten Bauten des modernen Tourismus – das Seehotel Goldener Adler in Küssnacht und das Berggasthaus Rigi-Kulm.

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