Schwarze Liste: Elf Luzerner Lehrer registriert
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Elf Männer aus dem Kanton Luzern dürfen nicht mehr unterrichten. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Jeder zweite Fall wegen Kinderpornografie Schwarze Liste: Elf Luzerner Lehrer registriert

1 min Lesezeit 28.10.2018, 07:46 Uhr

Entziehen die Kantone einem Lehrer die Unterrichtsbefugnis, landet er in der Regel auf einer schwarzen Liste. Aus dem Kanton Luzern stehen elf Männer auf der Liste – das ist mehr als zehn Prozent aller Verzeichneten. In den meisten Fällen geht es um Sexualdelikte.

Elf Männer aus dem Kanton Luzern steht auf der schwarzen Liste der Lehrpersonen, die – mehrheitlich wegen pädophiler Vorfälle – nicht mehr unterrichten dürfen. Das berichtet die «Sonntagszeitung», die Einblick in das Register der Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) erhielt.

Darin verzeichnen die Kantone jene Lehrer, denen sie die Befugnis zum Unterrichten entzogen haben. Aktuell sind 95 Personen registriert. «In etwa jedem zweiten Fall geht es bei uns um Kinderpornografie», sagt die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner gegenüber der «Sonntagszeitung». Die zweite Hälfte betreffe meist andere Sexualdelikte. Auch sonstige Straftaten, Drogen oder seltener Krankheiten können ein Grund sein. 

In Luzern nur Männer betroffen

Am meisten Einträge (32) verzeichnet der Kanton Zürich, gefolgt von St. Gallen (15), Bern (14) und eben Luzern (11). In Luzern handelt es sich ausschliesslich um Männer. Dass Luzern auf der vor 15 Jahren eingeführten Liste weiter vorne rangiert als manch grössere Kantone, dürfte nicht zuletzt auch damit zu tun haben, dass manche Stände nicht mitmachen. So etwa die Waadt, wo es gar keine Berufsbewilligung für Lehrer gibt und entsprechend keine Entzüge.

In der Mehrheit der Fälle handelt es sich um Lehrpersonen auf Primarstufe. Die Unterrichtsbefugnis wird in der Regel auf unbefristete Zeit entzogen, sodass die Betroffenen nicht mehr an eine Schule zurück können.

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