Schulhaus Rönnimoos wird erweitert – Grenzhof soll abgerissen werden
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Das Schulhaus Rönnimoos in Littau wird erweitert. (Bild: Wikimedia)

35 Millionen Franken für Luzerner Schulhaus Schulhaus Rönnimoos wird erweitert – Grenzhof soll abgerissen werden

2 min Lesezeit 19.09.2017, 10:59 Uhr

Der Luzerner Stadtrat will das Schulhaus Rönnimoos erweitern: Der Neubau decke die Raumbedürfnisse der Schule für die nächsten 15 Jahre. Dafür soll das Schulhaus Grenzhof abgerissen werden, obwohl die Denkmalpflege hier das letzte Wort noch nicht gesprochen hat. Die Stadt will Platz für gemeinnützigen Wohnungsbau schaffen.

Die Distanz zwischen den beiden Schulanlagen Grenzhof und Rönnimoos im Stadtteil Littau beträgt rund 700 Meter. Gemäss Schulraumplanung bieten die beiden Schulhäuser zu wenig Platz und müssen erweitert werden. Während das Rönnimoos voraussichtlich 2035 saniert wird, ist der Sanierungsbedarf beim Schulhaus Grenzhof dringend.

Eine Totalsanierung und eine Erweiterung des Grenzhof wäre allerdings zu teuer. Dies würde mindestens 27,7 Millionen Franken kosten– hinzu kämen Kosten für Erdbebensicherheit, Schadstoffsanierung und die während der Sanierung nötigen Provisorien für den Schulbetrieb.

Grenzhof wird abgerissen

Der Stadtrat hat sich deshalb entschieden, das Schulhaus Grenzhof nicht mehr als Schulhaus zu führen und abzureissen. Stattdessen wird beim nahegelegenen Schulhaus Rönnimoos ein Neubau erstellt. Gleichzeitig will die Stadt eine Dreifachturnhalle bauen und das Rasenspielfeld verlegen.

Der Stadtrat geht zum heutigen Zeitpunkt von Investitionskosten von insgesamt 34,9 Millionen Franken aus. Für den dafür nötigen Architekturwettbewerb und die Planung eines Bauprojekts beantragt er beim Parlament einen Kredit von 2,46 Millionen Franken.

«Das Zusammenlegen der Schulanlagen Grenzhof und Rönnimoos ist eine betrieblich und wirtschaftlich optimale Lösung», teilt der Stadtrat mit. Für das Quartier sei das ein bedeutender Mehrwert und sei «ein Meilenstein in der Schulraumentwicklung für den Stadtteil Littau».

Die Schulanlage Grenzhof an der ehemaligen Stadtgrenze Luzern–Littau.

Die Schulanlage Grenzhof an der ehemaligen Stadtgrenze Luzern–Littau.

(Bild: Google Maps)

Platz für günstigen Wohnungsbau

Aus Sicht des Stadtrats ist ein Neubau nicht nur günstiger und mit weniger Kostenrisiken verbunden. Ein Neubau und die Zusammenlegung der beiden Schulanlagen bringen auch für den Schulbetrieb und den Vereinssport viele Vorteile. Sie ermöglichen einen klassen- und jahrgangsübergreifenden Unterricht sowie das Führen von Parallelklassen. Anstelle einer Zweifach- und einer Einfachturnhalle entsteht zudem eine Dreifachturnhalle.

Der Stadtrat beabsichtigt, das Schulhaus Grenzhof zurückzubauen und will das Areal stattdessen für gemeinnützigen Wohnungsbau nutzen. Es soll Genossenschaft im Baurecht abgegeben werden.

Allerdings ist das Schulhaus im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingestuft. Eine definitive Haltung der kantonalen Denkmalpflege zum Schutzwert des Gebäudes ist aber noch ausstehend und sollte bis Ende 2017 vorliegen.

Aus Sicht des Stadtrates sei eine Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar. Ebenso würde sich eine Umnutzung des Schulhauses als Wohngebäude wirtschaftlich nicht rechnen.

Bezugsbereit ab 2023

Der Sportplatz beim Schulhaus Grenzhof, der vom FC Südstern mitgenutzt wird, soll neben die Schulanlage Rönnimoos verlegt und mit einem Kunstrasen ausgestattet werden. «Er lässt eine bedeutend intensivere Nutzung und höhere Auslastung zu», so der Stadtrat.

Das Stadtparlament wird voraussichtlich am 26. Oktober über den Projektierungskredit entscheiden. 2018 soll der Architekturwettbewerb durchgeführt werden. Die Volksabstimmung ist für Mai 2020 vorgesehen. Läuft alles nach Plan, kann der Neubau beim Schulhaus Rönnimoos im Sommer 2023 bezogen werden.

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