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Schulhaus Grenzhof: FDP und Grüne verlangen Übungsabbruch
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Abreissen oder nicht? Das Schulhaus Grenzhof in Littau. (Bild: zvg)

Architekturwettbewerb soll gestoppt werden Schulhaus Grenzhof: FDP und Grüne verlangen Übungsabbruch

2 min Lesezeit 11.09.2018, 11:32 Uhr

FDP und Grüne der Stadt Luzern fordern erneut, dass die Stadt beim geplanten Abriss des Schulhauses Grenzhof einen Schritt zurück macht. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil dürfe der Architekturwettbewerb nicht weitergeführt werden, so die Forderung.

Die Stadtluzerner FDP und Grünen fordern mit einem gemeinsamen Vorstoss, dass der Stadtrat den Architekturwettbewerb für den Ersatzbau für das Schulhaus Grenzhof sistiert. Dies zumindest bis zu einem rechtskräftigen Urteil über den geplanten Abriss. Die Stadt will das schadstoffbelastete Schulhaus bekanntlich abreissen, weil sich eine Sanierung nicht lohnt. Der Kanton hingegen gewichtet den Denkmalschutz höher und hat des Gebäude unter Schutz gestellt und fordert somit, dass es erhalten bleibt. Die Stadt hat bereits den Gang vor Gericht angekündigt (zentralplus berichtete).

Das Stadtparlament hat einen Kredit für die Planung und Durchführung eines Architekturwettbewerbs bereits bewilligt, hat allerdings im März eine Denkpause beschlossen (zentralplus berichtete). Die Stadt will bis 2020 auf dem Areal des nahen Schulhauses Rönnimoos ein Provisoriumsbau erstellen, in dem alle Klassen des Schulhauses Grenzhof unterrichtet werden können.

Der Entscheid des Kantons ist noch nicht rechtskräftig: Als nächste Instanz wird Regierungsrat Reto Wyss darüber befinden. Hält er am Entscheid seiner Dienststellenleiterin fest, wird das Schulhaus Grenzhof ein Fall fürs Gericht.

Die städtischen Fraktionen der FDP und Grünen rechnen damit, dass das Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss mehrere Jahre in Anspruch nimmt. «Für die Beurteilung der umstrittenen Frage, ob die notwendige Schadstoffsanierung verhältnismässig sei, werden gerichtliche Gutachten erforderlich sein, was erfahrungsgemäss viel Zeit in Anspruch nimmt», begründen die Parteien ihren Vorstoss. Deshalb dürfe bis zu einem rechtskräftigen Entscheid nicht mit der Planung für den Neubau begonnen werden.

Detailliertes Gutachten fehlt noch

Zudem fordern FDP und Grüne in einem zweiten Vorstoss, dass die Stadt eine Machbarkeitsstudie bei einem nationalen Architekturbüro in Auftrag gibt. Diese soll das gesamte Programm über die Schulhäuser Grenzhof, Rönnimoos und geplantem Neubau unter die Lupe nehmen. «Weil sich ein längerer Rechtsweg abzeichnet, besteht weiterhin die Gelegenheit, Alternativen zu prüfen», heisst es im Vorstoss.

Ein detailliertes Gutachten zur Schadstoffsanierung wurde bis jetzt nicht erstellt und würde rund 250’000 Franken kosten. Im Vorstoss gehen die Politiker davon aus, dass ein solches im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung erstellt wird.

Rieska Dommann (FDP) und Korintha Bärtsch (Grüne) sparen im Vorstoss nicht mit Kritik an den Stadtrat: «Für die Unterzeichnenden steht heute mehr denn je fest, dass sich der Stadtrat zu früh und einseitig für einen Ergänzungsneubau beim Schulhaus Rönnimoos und damit einen Abbruch des Schulhauses Grenzhof entschieden hat, ohne vorher alle Optionen sorgfältig zu prüfen.»

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