Schlachtfeier im Zeichen des Dialogs zwischen Stadt und Land
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Der Zuger Landammann Martin Pfister (zweiter von links), der Luzerner Regierungsrat Marcel Schwerzmann (Mitte), jeweils umgeben von ihrer Weibelin sowie der Luzerner Kantonsratspräsident Rolf Bossart vor der Schlachtkapelle in Sempach (Bild: zvg)

Zug war Gastkanton in Sempach Schlachtfeier im Zeichen des Dialogs zwischen Stadt und Land

2 min Lesezeit 1 Kommentar 04.07.2021, 16:21 Uhr

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Gedenkfeier Sempach zum zweiten Mal in Folge im kleinen, geschlossenen Rahmen statt. Mehrere Festredner, darunter Regierungsrat Marcel Schwerzmann, warnten vor dem tiefer werdenden Stadt-Land-Graben im Kanton Luzern.

Trotz der unsicheren Wetterlage fand die Gedenkfeier zur Schlacht von Sempach im Freien statt. Rund 170 geladene Gäste nahmen teil. Darunter der Zuger Landammann Martin Pfister (Die Mitte), welcher den Gastkanton vertrat. Dies teilt der Kanton Luzern am Sonntagnachmittag mit. Die Schlacht von Sempach fand am 9. Juli 1386 statt. Die Eidgenossen besiegten damals das Heer des österreichischen Herzogs Leopold III.

Neben Corona, das auch als Chance gesehen werden könne, wie der Festprediger und Dozent für Kirchengeschichte an der Uni Freiburg, David Neuhold, festhielt, war demnach der tiefer werdende Graben zwischen Stadt und Land im Kanton Luzern ein wichtiges Thema. Sowohl Regierungspräsident Marcel Schwerzmann (parteilos) als auch Guido Durrer, ehemaliger Präsident des Grossstradtrates Luzern, langjähriger Kantonsrat und Stadtrat von Sempach nahmen in ihren Ansprachen darauf Bezug.

«Fehlender Weitblick»

Für sein Präsidialjahr hat Schwerzmann das Motto «Stadt und Land – EIN Kanton» gewählt. Die unterschiedlichen Haltungen und Erwartungen der ländlichen Bevölkerung sollen sich folglich annähern, sagte er gemäss Mitteilung in seiner Ansprache. «1386 sind unsere Vorfahren zusammengestanden! Genau dies ist heute unsere Aufgabe, wenn es um Stadt und Land – EIN Kanton Luzern geht. Dazu brauchen wir keinen modernen Winkelried, sondern die Gestaltungskraft vieler aus urbanen und ländlichen Gebiete.»

Guido Durrer nahm den Ball. Es fehle an politischem Weitblick, da die Tagespolitik dominiere, stellte er fest. Auch würde er die Brückenbauer vermissen, die sich über die Wahl hinaus für ein besseres Stadt-Land-Verhältnis einsetzen. Hinzu komme ein fehlender Gemeinschaftssinn, weil dieser oft durch Vorurteile untergraben werde, so Durrer.

Deshalb schlug er in seiner Festrede vor, dass es mehr ernsthaften Dialog sowie mehr Vertrauen und Verständnis zwischen den urbanen und den ländlichen Gebieten brauche und empfahl, die Stärkung der Wirtschaft im Kanton nicht nur entlang der sogenannten Y-Achse (Autobahnen A2 und A14) zu fördern.

Festredner Ruedi Durrer.

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1 Kommentare
  1. Scheidegger, 05.07.2021, 08:07 Uhr

    Wann endlich schafft man diesen lächerlichen Kriegs-Gedenken-Fetischismus alter Herrenvereine ab? Hier wird einmal mehr grober Unfug betrieben.

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