Schiri muss bei Cupspiel von Luzerner Club in Kabine flüchten
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Der FC Südstern spielte im Grenzhof gegen den FC Küssnacht. (Bild: FC Südstern)

Wüste Szenen bei Spiel FC Südstern gegen FC Küssnacht Schiri muss bei Cupspiel von Luzerner Club in Kabine flüchten

2 min Lesezeit 4 Kommentare 22.10.2020, 10:17 Uhr

Das IFV-Cupspiel zwischen dem Luzerner Viertligisten FC Südstern und dem FC Küssnacht am Dienstagabend in Littau artete komplett aus: Erst holte sich ein Luzerner Spieler die rote Karte, in der Nachspielzeit attackierten die Südsterner dann auch noch den Masseur der Gegnermannschaft und den Schiedsrichter. Selbst die Zuschauer wurden handgreiflich.

Vor rund 100 Zuschauern hat am Dienstagabend auf dem Fussballplatz Grenzhof in Littau der Fussballmatch zwischen dem FC Südstern und dem FC Küssnacht stattgefunden – 4. Liga gegen 3. Liga. Sowohl den Fans als auch den Spielern, insbesondere aber dem Schiedsrichter, dürfte das Spiel noch lange in Erinnerung bleiben.

Begonnen hat alles ganz harmlos. In dem Cup-Spiel ging es um den Einzug ins Viertelfinale, wie die Plattform «Regiofussball» schreibt. Schon von Beginn an zeigten die Küssnachter, wer das Spiel führt, nach 18 Minuten erzielten sie ihr erstes Tor. Ein zweites folgte in der 33. Minute – der Südstern-Torwart hatte die Trikots der Spieler verwechselt und den Ball einem Spieler der Gegnermannschaft zugespielt, der vor seinem Tor stand.

Masseur von Spielern beschimpft

In der zweiten Halbzeit dominierten dann die Luzerner, allerdings fielen sie da bereits negativ auf: Der Küssnachter Michael Stadler wurde von einem Südsterner derart gefoult, dass er sich einen Bruch zuzog und ins Spital musste. Einer seiner Mannschaftskollegen wurde schliesslich in der Nachspielzeit ebenfalls gefoult und musste vom Betreuer auf dem Platz gepflegt werden.

Nun artete die Situation richtig aus: «Während der Pflege wurde der Küssnachter Masseur massiv und mit klar unter der Gürtellinie anzuordnenden Beleidigungen der Südsterner-Fankurve eingedeckt», schreibt das Portal. Nachdem der Mediziner mit der Betreuung des Verletzten fertig war, wurde er von Spielern des FC Südstern zu Boden geworfen. «Es bildeten sich Tumulte um die Szene, welche definitiv nicht auf den Platz gehören und Personen befanden sich auf dem Spielfeld, welche dort nichts zu suchen haben», schreibt das Portal weiter.

Zuschauer gingen sich an die Gurgel

Als schliesslich der Schiedsrichter das ganze Spiel abblies, tickten die Südsterner Spieler nochmals aus: Sie nahmen ihn «unter Einsatz von Mundwerk und Händen in die Mangel». Schliesslich flüchtete der Unparteiische in die Kabine.

Doch auch die Zuschauer beteiligten sich an der Auseinandersetzung: Ein Küssnachter, der die Szenen filmen wollte, wurde angegriffen und gewürgt. Über einen Polizeieinsatz hat die Luzerner Polizei jedoch keine Kenntnisse, wie es auf Anfrage von zentralplus heisst.

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4 Kommentare
  1. Peter K., 23.10.2020, 14:16 Uhr

    Fragen sie heute nochmals bei der Luzerner Polizei nach, ob sie jetzt etwas davon wissen, sie sollten…

  2. Hans Hafen, 22.10.2020, 14:11 Uhr

    Das kleine Grümpelturnier-Idiotikum Klappe die erste!

  3. Philipp, 22.10.2020, 12:04 Uhr

    Es verwundert nicht dass es sich hier um den FC Südstern handelt. Schon als ich noch Fussball spielte, und das ist jetzt 20 Jahre her, ging es dort entsprechen zu und her.
    Der Schiedsrichter wurde derart eingeschüchtert, dass er Dinge gepfiffen hat die schlichtweg nicht möglich waren. zbsp. Foul im 16er gab nicht Penalty sondern Freistoss.
    In der Kabine wurden wir bedroht und in der gemeinsamen Dusche warteten die Spieler des FC Südstern mit Klappmesser auf uns. Wohlgemerkt wir waren noch eine Juniorenmannschaft!

    1. CScherrer, 22.10.2020, 18:49 Uhr

      Kann ich so bestätigen! Dabei wurde sogar Tränengas verwendet, welches in die Kabine der gegnerischen Mannschaft geworfen wurde. Eine unsagbare lange und leidige Geschichte. Es ist an der Zeit, dass sich der Innerschweizer Fussballverband endlich in dieser Causa bewegt.

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