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Schaden an MS Diamant beläuft sich auf 2,5 Millionen Franken
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SGV-Chef Stefan Schulthess vor der Diamant in der Werft in Luzern. (Bild: bic)

Nachwehen der Havarie auf dem Vierwaldstättersee Schaden an MS Diamant beläuft sich auf 2,5 Millionen Franken

3 min Lesezeit 1 Kommentar 22.02.2018, 10:28 Uhr

Im Dezember sorgte die Havarie der MS Diamant für grosse Schlagzeilen. Diesen Donnerstag informierte die Schifffahrtsgesellschaft über die nächsten Schritte. Wann das Schiff wieder im Einsatz ist, ist noch unklar.

Am 7. Dezember lief das Motorschiff Diamant der Schiffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) auf Grund. Personen kamen nicht zu Schaden (zentralplus berichtete). Es entstand ein hoher Sachschaden. Das am Rumpf beschädigte MS Diamant wird momentan in der Werfthalle der SGV in Luzern repariert. 

Diesen Donnerstag orientierte die SGV über die neusten Entwicklungen bezüglich MS Diamant. Wie bereits früher kommuniziert wurde bestätigt, dass aus heutiger Sicht kein technischer Defekt Ursache der Havarie war. Das neue Kursschiff MS Diamant, das seit 4. Mai 2017 im Einsatz ist, sei mit modernen nautischen Hilfsmitteln ausgerüstet. Auch herrschten am Ereignistag keine schwierigen meteorologischen Bedingungen.

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Das MS Diamant befand sich zum Zeitpunkt der Grundberührung unterhalb Bürgenstock rund 10 Meter vom Ufer entfernt und etwa 370 Meter östlich der Bahn- und Schiffstation Kehrsiten-Bürgenstock als es mit einem Felsen kollidierte. Wieso der Schiffsführer mit dem MS Diamant zu nahe am Ufer unterwegs war, ist Gegenstand der Untersuchung, welche die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST und die Staatsanwaltschaft durchführen.

MS Diamant befindet sich in der Werft

Bei der Grundberührung mit einem Felsen entstanden mehrere Lecks im Rumpf des MS Diamant. Durch diese Lecks trat Seewasser in den Schiffsrumpf ein und beschädigte auch zahlreiche elektronische Komponenten. Dank des professionellen Eingreifens durch die Feuerwehr konnte das eingetretene Seewasser in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 2017 wieder ausgepumpt werden und dank des provisorischen Reparierens der Lecks vor Ort konnte das MS Diamant am Freitagmittag, 8. Dezember 2017 in die Werft der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) überführt werden, wo es nun definitiv repariert wird.

Nachdem der Neubau des Shuttleschiffs für die Bürgenstock-Erschliessung Anfang Februar 2018 die Werfthalle verlassen hat, wurde das MS Diamant am 9. Februar 2018 für die notwendigen Reparaturarbeiten in die Werfthalle genommen. Der Schiffsrumpf ist über eine Länge von 23 Meter beschädigt und wird teilweise ersetzt. Damit die Stahlarbeiten am Rumpf beginnen können, müssen zuvor die betroffenen Räume freigeräumt werden.

Aus diesem Grund werden in diesen Räumen (unter anderem Küche und Lagerraum) sämtliche Komponenten und auf der Backbordseite alle Leitungen ausgebaut. Nach der Reparatur der Stahlstruktur erfolgt der Wiederaufbau der Räume: Malerarbeiten, Einbau der Elektro- und Wasserleitungen, Einbau der Komponenten und der Inneneinrichtung sowie der Küche. Anschliessend werden alle Systeme ausgiebig überprüft.

MS Diamant soll für Sommerfahrplan wieder einsatzbereit sein

Aufgrund der schwer zugänglichen Stahlstruktur und der Komplexität der Reparatur kann das Schadensausmass am heutigen Tag noch nicht genau beziffert werden. Somit ist es auch nicht möglich, die Reparaturdauer exakt zu kalkulieren.

Es ist vorgesehen, dass das MS Diamant ab dem Sommerfahrplan (Start 26. Mai 2018) wieder den Schiffsbetrieb aufnehmen kann, wenn die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) AG mit dem Start Sommerfahrplan zahlreiche Kursfahrten anbietet.

Die Schadenskosten belaufen sich auf etwa 2,5 Millionen Franken und werden grossmehrheitlich von der Versicherung übernommen. Nebst den entstandenen Kosten zur Reparatur von MS Diamant muss aber auch eine Einnahmeneinbusse bei Kursfahrten und Schiffsmieten wie auch Gastronomie in der Höhe von 150’000 Franken verzeichnet werden, die nicht versichert ist. Inwieweit der Ausfall von MS Diamant auch zu einem temporären Rückgang der Gäste auf den regulären Fahrplankursen führt, kann nicht genau beziffert werden. 

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1 Kommentare
  1. Laura Laura B., 22.02.2018, 14:15 Uhr

    Vielleicht liegts am Namen.. Der Wassermann holt sich, was ihm gehört:-) Schon vor dem Taufakt hat sich der Himmel zusehends verdunkelt und just im Moment der Namensverkündung setzten die ersten Regentropfen ein..
    Diamant ist einfach zu viel des Guten.. Ob das wirklich die Bevölkerung war?