SBB bleibt vorerst bei reduziertem Betrieb
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Betroffen sind vor allem Züge in der Region Zürich, Luzern und der Westschweiz. (Bild: bic)

Wegen Corona SBB bleibt vorerst bei reduziertem Betrieb

2 min Lesezeit 1 Kommentar 05.08.2020, 14:50 Uhr

Weil die Corona-Krise die Ausbildung des Zugpersonals verhindert hat, leidet die SBB unter Personalmangel. In der Folge sollen bis 2021 gewisse Angebote wegfallen.

Die Corona-Krise hätte den Ressourcenmangel beim Lokpersonal verschärft, schreibt die SBB in einer Medienmitteilung. Grund dafür seien ausbleibende Aus- und Weiterbildungen, die wegen Corona für längere Zeit nicht durchgeführt werden konnten und auch momentan nur mit aufwändigen Schutzkonzepten möglich sind.

«Die Schulung auf dem Führerstand wird aktuell mit weniger Personen durchgeführt, was zu einer Verdoppelung der Ausbildungstage führt», heisst es weiter. Folglich verschiebe sich der Abschluss der Ausbildungsklassen um zwei bis vier Monate.

Noch keine Rückkehr zur Normalität

Die SBB reduzierte ihr Angebot im Zuge der Coronakrise. Seit dem 11. Mai 2020 wurde dieses wieder schrittweise hochgefahren – eine Rückkehr zum Normalbetrieb sei aber momentan nicht möglich. «Aufgrund der angespannten Personalsituation werden in einzelnen Regionen bis auf Weiteres bestimmte Leistungen noch nicht wiedereingeführt.» Mit einer deutlichen Entspannung der Lage könne erst ab Mitte 2021 gerechnet werden.

Die ausbleibenden Leistungen in der Übersicht:

  • Die Zusatzzüge im Fernverkehr zwischen Zürich und Luzern verkehren bis zum Fahrplanwechsel nicht in der Hauptzeit.
  • In der Zürcher S-Bahn sind Leistungen, die im Zuge der Covid-19 bedingten Angebotsausdünnungen ausgesetzt wurden, erst teilweise (S20, S21, S23) oder noch gar nicht (S42) wieder hochgefahren. Diese Leistungen werden bis mindestens am 6. September weiterhin nicht angeboten.
  • Im Raum Lausanne/Genève und Brig werden die Zusatzzüge in der Hauptverkehrszeit nicht hochgefahren. Gleiches gilt im Regionalverkehr zwischen Lausanne und St. Maurice, Vallorbe und Le Brassus sowie Lausanne und Vallorbe. Diese Massnahmen gelten bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020.
  • Ebenfalls betroffen sind Leistungen des Léman Express. Gemeinsam mit den französischen Partnern werden derzeit die Angebotskonzepte im Detail ausgearbeitet und so rasch wie möglich kommuniziert.

Weitere Angebotsanpassungen werden gemäss SBB aktuell geprüft.

Da sämtliche Anpassungen im Onlinefahrplan abgebildet sind, empfiehlt die SBB, die gewünschte Verbindung vor Fahrtantritt im Onlinefahrplan zu überprüfen.

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1 Kommentare
  1. B. Sorgt, 06.08.2020, 20:17 Uhr

    Ja ich würde ja gerne wieder ÖV benutzen. Aber wegen dem Maskentheater hat der ÖV am 6.Juli einen langjährigen Kunden verloren.

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