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Sammlung Rosengart gesellt sich zu den grossen Fünf
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Die Sammlung Rosengart mit über 300 Werken der klassischen Moderne. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Noch fehlt das Ja das Kantonsrats Sammlung Rosengart gesellt sich zu den grossen Fünf

2 min Lesezeit 15.08.2017, 23:59 Uhr

Es sind unsichere Zeiten für die Kultur in Luzern. Deshalb will die Stiftung Rosengart Unterschlupf finden im Zweckverband Grosse Kulturbetriebe – und damit mehr Planungssicherheit erhalten. Es bleibt noch eine Hürde: Der Kantonsrat muss im Oktober über eine Beitragserhöhung in den Zweckverband um knapp 200’000 Franken zustimmen.

Die Leuchttürme erhalten Zuwachs: Ab 2018 soll auch das Museum Rosengart über den Zweckverband Grosse Kulturbetriebe finanziert werden. Bisher waren dort fünf Institutionen vertreten: Luzerner Theater, Sinfonieorchester, Kunstmuseum, Verkehrshaus sowie Lucerne Festival.

Stadt und Kanton Luzern, die den Zweckverband im Verhältnis 30 zu 70 Prozent speisen, wollen nun auch die Stiftung Rosengart in diesen Kreis aufnehmen, das entschieden die Regierungen im April (zentralplus berichtete). Ursprünglich sollte die Sammlung Rosengart schon 2014 in den Zweckverband integriert werden, doch damals lehnte die Direktorin Angela Rosengart noch ab, bezeichnete dies aber inzwischen als Fehler.

Langfristig abgesichert

Das Stadtparlament hat dem Geschäft bereits am 1. Juni zugestimmt, auch der Regierungsrat des Kantons Luzern befürwortet die Finanzierung der Stiftung Rosengart durch den Zweckverband, wie er in einer Mitteilung schreibt: «Damit soll diese einzigartige Sammlung langfristig für die Zukunft gesichert und weiterhin einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden können.»

Zwar erhielt die Stiftung Rosengart bisher schon gut 290’000 Franken von Kanton und Stadt pro Jahr – aber ohne die Absicherung durch den Zweckverband. Das wurde der Sammlung 2016 zum Verhängnis: Infolge des Sparpakets zahlte der Kanton auf einen Schlag 71’000 Franken weniger, was die Sammlung empfindlich traf. Denn die Beiträge der öffentlichen Hand machen einen Viertel der Gesamteinnahme von 1,2 Millionen Franken aus.

Mit Mitteln der kantonalen Kulturförderung (Lotteriegelder) und des städtischen Fonds für Kultur und Sport konnte die Kürzung um gut 50’000 Franken abgefedert werden. Trotzdem hat die Stiftung Rosengart beim Zweckverband daraufhin um eine Neubeurteilung und die Aufnahme in den Zweckverband gebeten.

Angela Rosengart in ihrem Museum.

Angela Rosengart in ihrem Museum.

(Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Jährlich 280’000 Franken

Die Sammlung Rosengart soll durch die Integration in den Zweckverband ähnlich viel wie zuvor erhalten. Den Totalbetrag von jährlich 276’830 Franken für die Zeit von 2018 bis 2020 teilen sich Kanton und Stadt wie bisher im Verhältnis von 70 zu 30 Prozent. Wie viel Geld ab 2021 fliesst, muss dann wieder neu ausgehandelt werden.

Der Kanton zahlt künftig 193’781 Franken jährlich mehr in den Zweckverband. Doch die Beitragserhöhung wird vollumfänglich aus Lotteriegeldern finanziert, die ordentliche Rechnung des Kantons sei davon nicht betroffen, so der Regierungsrat. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der Oktober-Session (30. und 31. Oktober) über die Botschaft befinden.

Die Sitftung Rosengart betreibt die Sammlung Rosengart in Luzern, die über 300 Werke der klassischen Moderne dauerhaft ausstellt. Darunter befinden sich 125 Werke von Paul Klee und rund 180 Werke von Pablo Picasso. Seit der Eröffnung im Jahr 2002 sei die Sammlung ein Anziehungspunkt von Weltrang für die Tourismusregion Luzern und eine ideale Ergänzung zum Kunstmuseum Luzern, schreibt der Regierungsrat. Etwas mehr als die Hälfte der knapp 40’000 jährlichen Besucher in der Sammlung Rosengart sind Touristen.

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