Kundgebung nach Bewilligungsentzug Stadt Luzern: Rund 300 Personen solidarisieren sich mit Ebikoner Arzt

2 min Lesezeit 25 Kommentare 01.03.2021, 19:57 Uhr

Nachdem bekannt wurde, dass dem Arzt aus Ebikon seine Bewilligung entzogen wurde, riefen Corona-Skeptiker zur Kundgebung für den «Held» ihrer Bewegung auf. Dem Aufruf folgten zahlreiche Personen.

Leise waren vereinzelte «Liberté» Rufe zu hören. Der Name «Berset» fiel in den Gesprächen häufig. Auf Transparenten war unter anderem «unser Held» zu lesen. Einige trugen ein Lichtlein mit sich. Maske trug kaum einer.

Rund 300 Personen versammelten sich am Montagabend gegen 19 Uhr auf dem Schwanenplatz, um sich mit dem Ebikoner Arzt zu solidarisieren, der nicht nur mit öffentlicher Kritik an Corona-Massnahmen, sondern auch dadurch aufgefallen war, dass er Patienten ohne Maske behandelte (zentralplus berichtete).

Am Wochenende wurde bekannt, dass ihm nun wohl deswegen von der Gesundheitsdirektion des Kantons Luzern die Bewilligung zum Behandeln von Patienten entzogen wurde. Diese Nachricht veranlasste zahlreiche Sympathisanten, vorbei am Regierungsgebäude durch die Altstadt zu spazieren. Aus Protest.

Kundgebung war nicht bewilligt

Flankiert wurden sie von einem gut sichtbaren Polizeiaufgebot, das nicht einschritt, das Geschehen aber auf Video festhielt. Die Demonstration war nicht bewilligt. Sie wurde zuvor in den sozialen Medien angekündigt.

Der Arzt geriet derweil nicht nur mit Maskenverweigerung und dem Aufruf dazu in die Schlagzeilen: So hatte er das Gerücht in Umlauf gebracht, dass einer seiner Patienten im Altersheim wegen einer Corona-Impfung verstarb. Dies stellte sich als Falschaussage heraus (zentralplus berichtete).

Die Gesundheitsdirektion kommentiert den Lizenz-Entzug derzeit nicht –  der Arzt hat noch die Möglichkeit, die Massnahme auf dem Rechtsweg anzufechten.

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25 Kommentare
  1. Fabrizio, 03.03.2021, 11:50 Uhr

    Wer sich so weit von der Realität entfernt, wird Mühe haben sich wieder zur Mitte zurück zu finden ohne das Gesicht zu verlieren.

  2. Fabrizio, 02.03.2021, 22:09 Uhr

    Die Pandemie, so wie sie von den Massenmedien und der Politik verkauft wird, stinkt seit Beginn an zum Himmel. Wenige machen damit sehr viel Geld, viele werden es sehr viel schwerer haben.

    1. lucifer, 03.03.2021, 09:27 Uhr

      galuben sie an echsenmenschen, welche kinder foltern? falls ja….bitte konsultieren sie einen arzt🙄

  3. Andrea, 02.03.2021, 12:14 Uhr

    Ganz genau.
    Auch ich war nicht dabei, finde das ganze aber mehr als bedenklich.

    Werde mich auch künftig davor hüten an solch eine Demo zu gehen, dabei gefilmt zu werden und womöglich zu einem späteren Zeitpunkt noch an den Pranger gestellt zu werden.

    Mittlerweilen muss man ja mit allem rechnen.

    1. lucifer, 02.03.2021, 17:01 Uhr

      ich denke es ist sicherer für die menschheit, wenn er bis zum urteil nicht mehr prakitiziert. falls er freigesprochen (was ich sehr bezweifle) wird, kann man ihn rückwirkend entschädigen.

    2. lucifer, 02.03.2021, 17:03 Uhr

      wenn man auf eine demo geht steht man in der regel aus pberzeugung für etwas ein, da muss man sich nicht verstecken.

  4. ChristianHuber, 02.03.2021, 10:02 Uhr

    Dr. Heisler hat Anrecht auf ein faires Verfahren! Dass ihm unter anderem als Begründung für den Entzug seiner Berufsbewilligung «Schreckung der Bevölkerung» vorgeworfen wird ist hanebüchen und hält meiner Einschätzung nach keiner gerichtlichen Beurteilung stand!

    1. lucifer, 02.03.2021, 10:59 Uhr

      faires verfahren hat er ja… ist fair für die menschheit die man schützen muss vor so einem querulant.

    2. ChristianHuber, 02.03.2021, 13:04 Uhr

      @lucifer: Meiner Meinung nach gibt es bei einem fairen Verfahren erst das Verfahren und erst dann ein Urteil, oder täusche ich mich da?

  5. ChristianHuber, 02.03.2021, 09:56 Uhr

    Dr. Heisler hat das Anrecht auf ein faires Verfahren. Dass Ihm mit Argumenten wie «Schreckung der Bevölkerung» die Zulassung entzogen wird, ist hanebüchen und hält meiner Ansicht nach keiner gerichtlichen Beurteilung stand!

  6. Rich Wild, 02.03.2021, 08:19 Uhr
  7. Roli Greter, 02.03.2021, 07:03 Uhr

    Zitat: «So hatte er das Gerücht in Umlauf gebracht, dass einer seiner Patienten im Altersheim wegen einer Corona-Impfung verstarb.»

    Diese Aussage ist falsch. Richtig ist, dass er auf den Todesfall aufmerksam machte weil er als Heimarzt nicht über die Impfung informiert wurde. Er wusste um eine Impfunverträglichkeit.

    Es ist ja schön und gut wenn über den friedlichen Spaziergang berichtet wird, dann aber bitte mit korrekten Aussagen. Noch ein Tipp an die Redaktion, es heisst Massnahmenskeptiker und nicht Corona-Skeptiker. Werdet glaubhafter.

    1. Redaktion Lena Berger, 02.03.2021, 10:37 Uhr

      Der Heimarzt hatte den Fall selber öffentlich gemacht, dass der Patient aber an der Corona-Impfung starb, ist gemäss Swissmedic höchstunwahrscheinlich (zentralplus berichtete). Welche Begriffe wir verwenden und warum haben wir kürzlich in einem Artikel in eigener Sache dargelegt und dazu eingeladen, mitzudiskutieren (hier).

    2. Roli Greter, 03.03.2021, 05:50 Uhr

      Frau Berger, ich denke sie wissen ganz genau worauf ich hinaus will. Ausweichen ist definitiv eine ihrer Stärken. Wir sollten deshalb offen darüber diskutieren ob die Begriffe Lügenbaronesse oder doch eher als Journalistengumsel besser zu ihnen passt. Vorschläge ihrerseits sind willkommen, wir pflegen ja eine offene Diskussion.

    3. Redaktion Lena Berger, 03.03.2021, 08:48 Uhr

      Ich verweise gerne nochmals auf die Netiquette. Wir lassen keine Beleidigungen zu – weder gegenüber anderen Kommentatoren noch gegenüber unseren Mitarbeiterinnen. Diesen Kommentar lasse ich aber bewusst stehen – denn er zeigt ganz wunderbar die Schwierigkeiten, mit denen wir tagtäglich kämpfen. Statt der Einladung zu folgen und konstruktiv mitzudiskutieren, welche Begriffe in der Corona-Pandemie verwendet werden sollten, um die verschiedenen Haltungen darzustellen, wird die Journalistin angegriffen und als «Lügenbaronesse» berzeichnet. Schade.

    4. lucifer, 03.03.2021, 10:45 Uhr

      herr greter glauben sie an echsenmenschen welche die weltherrschafft an sich gezogen haben?

  8. Stefan, 01.03.2021, 22:52 Uhr

    300 traben an. 300’000 sind mit dem Entscheid, einen so fehlbaren Arzt freizustellen, einverstanden. Das grosse Problem in dieser Pandemie ist, dass nur die wenigen Querulanten sichtbar sind, weil die anderen sich ja an die Regeln halten.

    1. Andreas Peter, 02.03.2021, 10:57 Uhr

      @Stefan: Wie kommen Sie darauf, dass die welche nicht dort waren einverstanden mit der Freistellung sind?
      Ich finde die Entscheidung der Gesundheitsdirektion höchst bedenklich und war nicht an der Kundgebung.

  9. Raymond, 01.03.2021, 22:31 Uhr

    Solche Ärzte brauchen wir nicht.

  10. B Suter, 01.03.2021, 21:38 Uhr

    Der Herr hat angeblich auch Maskendispense geschrieben für Leute mit schriftlichen Anfragen ohne Konsultation. Das sollte eigentlich genügen.

    1. lucifer, 02.03.2021, 06:06 Uhr

      was sind das bloss für leute, die sich für einen solchen gefährlichen spinner solidarisch zeigen!? sorry habe null verständis, der arzt sollte nie mehr praktizieren dürfen!

    2. Silvan Studer, 02.03.2021, 11:09 Uhr

      @lucifer: Auf Welt Online gibt es einen «Kommentator», der ihnen sehr ähnelt.
      Er nennt sich Dieter N. oder neuerdings dieter n.
      Er ist erkennbar von der Redaktion eingesetzt um das Forum mit den sonst ausbleibenden Mainstreammeinungen zu beglücken.
      Manchmal schreibt er 50 Beiträge zu einem einzigen Thema.
      Eigentlich sind es wohl mehrere Personen die unter dem gleichen Nickname schreiben.
      Zu sagen hat er meistens nicht viel ausser halt «Mainstream». Er fragt z.B. «Können Sie das beweisen» oder wettert gegen alles, was nicht links ist und macht Leute persönlich an.
      Die Beitrage werden alle von der Moderation stehen gelassen, so unbedarft sind auch sind.
      Bei Welt Online wird sonst gelöscht was das Zeug hält.

      Brauchen wir wirklich auch so eine Figur?
      Denkt nochmal darüber nach.
      Das ist doch ein Armutszeugnis.

    3. Redaktion Lena Berger, 02.03.2021, 12:11 Uhr

      Zur Transparenz: zentralplus setzt keine Kommentatoren ein, um das Forum zu bewirtschaften und Diskussionen anzuheizen. Der Vorwurf ist schlicht absurd. Wenn wir mitdiskutieren, dann unter unseren Autornamen. Gelöscht werden Kommentare, die nicht unserer Netiquette entsprechen. Jemandem zu unterstellen, er sei ein Phantomkommentator, nur weil er die eigene Ansicht nicht teilt, finde ich fragwürdig.

    4. Silvan Studer, 02.03.2021, 13:06 Uhr

      @Lena Berger: Danke, aber es geht doch nicht darum ob er/sie meine Ansicht teilt.
      Es geht lediglich um die Diskussionskultur bzw. persönliche Angriffe bei Ausbleiben von jeglichem Inhalt.
      Ich finde, dieses Forum hatte bisher ein akzeptables Niveau. Nicht extrem hoch, aber auch nicht destruktiv. Egal von welcher politischen Seite die Kommentare stammten.
      Es wäre schon, wenn es so bleiben würde.

    5. lucifer, 02.03.2021, 13:22 Uhr

      @silvan studer: ich versichere ihnen, dass ich nicht für zentralplus arbeite noch mit dem unternehmen verbandelt bin. aber sie haben recht…ich bin politisch links anzusiedeln.

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