«Rüüdiger Lozärner» Eckhard Schwöbel (✝︎81) ist tot
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Eckhard Schwöbel (Mitte) wurde 2009 zum «Rüüdigen Lozärner» gewählt. (Bild: PD)

«Retter» des Stadtkellers «Rüüdiger Lozärner» Eckhard Schwöbel (✝︎81) ist tot

2 min Lesezeit 25.09.2021, 09:27 Uhr

Die Stadt Luzern hat ein Urgestein verloren. Eckhard Schwöbel hat die Luzerner Gastronomie massgeblich mitgeprägt. Er gilt unter anderem als Retter des Stadtkellers als Musik- und Kulturlokal und hat die Rathaus Brauerei gegründet. Am vergangenen Dienstag ist Schwöbel im Alter von 81 Jahren verstorben.

Schwöbel war in der Luzerner Gastro- und Unterhaltungsszene genauso bekannt wie seine Frau im kulturellen und kirchlichen Umfeld. 2009 wurde Eckhard Schwöbel zum «Rüüdige Lozärner» gewählt. Zwei Ereignisse waren massgebend für diese Wahl.

Eckhard Schwöbel hat in den Kellerräumen des Rathauses die Rathaus-Brauerei eingerichtet. Heute ist er Hauptaktionär der Rathaus-Brauerei AG. Am Schmutzigen Donnerstag 1998 fand die Eröffnung statt. Dem Erwerb gingen lange Verhandlungen mit den um ihre Position bangenden Wirten am Reussquai und damit den Marktleuten voraus, die im Rathauskeller Einrichtungen und Ware lagerten.

2009 setzte sich Eckhard Schwöbel für die Erhaltung des Stadtkellers als Musiklokal und Fasnachtszentrum ein – es drohte dort ein Kleidergeschäft reinzukommen. Später war er auch Besitzer des Kulturlokals, das aus dem heutigen Stadtbild von Luzern nicht mehr wegzudenken wäre. Silvia Fähnrich, Musikerin und Moderatorin der Folkloreshow im Stadtkeller, schrieb einst in einem Dankesbrief an Eckhard Schwöbel: «Es wäre ein Stück Luzerner Geschichte verloren gegangen, hätten Sie sich nicht eingesetzt, dass es erhalten bleibt. Sehr viele Menschen werden es Ihnen ewig danken.»

Am Dienstag, 21. September ist der diplomierte Brauingenieur 81-jährig verstorben. In Kondolenzschreiben in der «Luzerner Zeitung» nehmen nun mehrere Institutionen von Schwöbel Abschied. Darunter auch die Rathaus Brauerei: «Eckhard, dein Tatendrang und dein unternehmerischer Mut gepaart mit Grosszügigkeit und Herzlichkeit bleiben in bester Erinnerung.»

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