Rückkehr aus Risikoländern: Rund 60 Zuger sitzen in Quarantäne
  • Politik
Wer aus einem Riskoland zurückkehrt, muss zunächst in die Quarantäne. (Bild: (Symbolbild Adobe Stock))

Nach Weisungen des Bundes Rückkehr aus Risikoländern: Rund 60 Zuger sitzen in Quarantäne

2 min Lesezeit 18.07.2020, 16:13 Uhr

Der Kanton Zug hat ein Formular für Personen, die aus einem der Risikoländer zurückreisen, aufgeschaltet. Nach rund zwei Wochen zieht Gesundheitsdirektor Martin Pfister eine erste Bilanz.

Nachdem der Bund eine Liste von Corona-Risikoländer definiert hat, schaltete der Kanton Zug einen Telefonkontakt und Formular auf. Diese richten sich explizit an Personen, die aus den definierten Risikoländern zurückreisen. Die Instrumente sind nun seit rund zwei Wochen im Einsatz.

Gemäss Gesundheitsdirektor Martin Pfister befinden sich derzeit rund 60 Personen (Stand 15. Juli) in einer solchen Rückkehrerquarantäne. Die Frage ist, wie hoch die Zahl jener ist, die sich nicht melden oder die Quarantänepflicht nicht einhalten. «Wenn wir Hinweise darauf bekommen, dass jemand die Meldepflicht oder eine angeordnete Quarantäne nicht respektiert, gehen wir diesen nach», sagt Pfister auf Anfrage.

Hinweise aus dem beruflichen Umfeld

Solche Hinweise können aus dem persönlichen oder beruflichen Umfeld oder von anderen Behörden kommen, so Pfister. «In der Regel befolgen die betroffenen Personen die angeordneten Massnahmen gut.»

Nötigenfalls können aber Straf- und Zwangsmassnahmen ergriffen werden, hält Pfister fest. «Bei Covid-19 haben wir bis jetzt einen solchen Hinweis erhalten, der noch in Abklärung ist.»

«Es wäre fatal, nichts zu machen.»

Martin Pfister, Zuger Gesundheitsdirektor

Der Kanton plane derweil noch eine Informationskampagne für Reisende von und in diese Länder. «Es ist wichtig, dass man sich bei den Behörden von sich aus meldet und in Quarantäne begibt. Nur so können allfällige Infektionsketten unterbrochen und die erneute Ausbreitung des Virus unterbunden werden.»

Bei Symptomen sofort testen lassen

Ein neuer Lockdown sei unbedingt zu verhindern. «Es wäre fatal, nichts zu machen», sagt Pfister. Wer die entsprechenden Symptome verspürt, soll sich darum sofort testen lassen. Das sei rasch und unkompliziert möglich. «Damit können Ansteckungen frühzeitig entdeckt und weitere Übertragungen verhindert werden.»

Zudem würden von den Gesundheitsbehörden aus «epidemiologischen Gründen» gezielt Tests angeordnet, sagt Pfister. «Die entsprechenden Testmöglichkeiten bestehen, was auch sehr wichtig ist.»

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