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Richtungswahlen: In Luzern und Kriens fallen morgen die Würfel
  • Politik
Wer strahlt am Wahlsonntag? Maurus Frey (Grüne) und Christine Kaufmann-Wolf (CVP) machen das Krienser Stadtpräsidium unter sich aus.

Verfolge den Wahlsonntag im zentralplus-Liveticker Richtungswahlen: In Luzern und Kriens fallen morgen die Würfel

3 min Lesezeit 6 Kommentare 27.06.2020, 12:00 Uhr

Das lange Warten auf den zweiten Wahlgang hat ein Ende. Diesen Sonntag werden die letzten Sitze in den Stadt- und den Gemeinderäten im Kanton Luzern vergeben. zentralplus berichtet ab 12 Uhr laufend über die neuesten Ergebnisse.

Die Stadt Luzern fällt morgen Sonntag einen richtungsweisenden Entscheid: Bleibt die parteipolitische Zusammensetzung des Stadtrats dieselbe wie in den letzten acht Jahren? Oder gelingt es der SP, einen zweiten Sitz zu erobern?

Im fünfköpfigen Gremium sind noch zwei Sitze frei. Dafür bewerben sich insgesamt sieben Kandidatinnen und Kandidaten. Die grössten Chancen werden Franziska Bitzi Staub (CVP, bisher), Manuela Jost (GLP, bisher) und Judith Dörflinger (SP, neu) zugerechnet (zentralplus berichtete).

Wie im ersten Wahlgang steigen auch Jona Studhalter (Junge Grüne), Skandar Khan (Juso), Silvio Bonzanigo und Rudolf Schweizer (beide parteilos) ins Rennen. Wen die Luzerner Bevölkerung im Stadtrat haben will, dürfte gegen 13.30 Uhr bekannt werden.

Wer muss in Kriens über die Klinge springen?

Während in Luzern alles beim Alten bleiben könnte, stehen in Kriens die Zeichen auf Neuanfang. Einzig Maurus Frey wurde im ersten Wahlgang auf Anhieb in den Stadtrat gewählt. Die restlichen vier Sitze machen insgesamt sechs Bewerber diesen Sonntag unter sich aus. Zur Wahl stehen: Judith Luthiger (SP, bisher), Cla Büchi (SP, neu), Roger Erni (FDP, neu), Marco Frauenknecht (SVP, neu), Christine Kaufmann-Wolf (CVP, neu) und der parteilose Marcel Zandegiacomo.

Bis auf den Quereinsteiger haben alle fünf Kandidaten realistische Wahlchancen. Wer den Sprung in den Stadtrat schafft, wird sich gegen 14 Uhr zeigen.

Auch das Duell ums Krienser Stadtpräsidium wird mit Spannung erwartet. Nach dem ersten Wahlgang lag der bisherige Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) in der Poleposition. Doch nach seinem schlechten Abschneiden im Stadtratswahlkampf zog er sich zurück. Zudem liess Cla Büchi als Stapi-Kandidat dem grünen Maurus Frey den Vortritt. Er hat Konkurrenz aus dem Mittellager erhalten: Christine Kaufmann-Wolf von der CVP will für die Bürgerlichen das Stadtpräsidium erobern. Beide stehen für einen Neustart und sind motiviert, die Probleme von Kriens anzupacken (zentralplus berichtete).

Duelle in Emmen, Horw und Ebikon

In Emmen, Horw und Ebikon wird jeweils nur noch ein Sitz vergeben, nachdem die Bevölkerung Ende März in diesen drei Gemeinden vier der Bisherigen bestätigt hat.

In Emmen und Horw greift die SVP einen amtierenden Gemeinderat an: Bauvorsteher Josef Schmidli (CVP) wird von Ibolyka Lütolf (SVP) herausgefordert. In Horw greift Astrid David Müller (SVP) den Sitz von Immobilien- und Sicherheitsvorsteher Jörg Stalder (L20) an.

Derweil gibt es in Ebikon mit Sicherheit ein neues Gesicht im Gemeinderat. Nachdem Ruedi Mazenauer seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang überraschend zurückgezogen hat, kommt es zum Duell zwischen Marianne Wimmer-Lötscher (SP) und Mark Pfyffer (FDP) (zentralplus berichtete).

Hinweis: zentralplus berichtet am Sonntag ab 12 Uhr live über die aktuellsten Resultate und Reaktionen aus Luzern, Kriens, Emmen, Ebikon und Horw.

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6 Kommentare
  1. Faktencheck, 27.06.2020, 20:53 Uhr

    Liebe alle, es muss einfach einmal gesagt sein: Richtungswahlen gehören in die Legislative – es geht um Parteiprogramme und Richtungen. Exekutivwahlen sind Kopfwahlen – es geht um Personen und Kompetenzen!!! Es geht nicht, dass GenossInnen nicht einmal den Namen der eigenen Kandidatin kennen (so erlebt!) oder man von der blonden Yogalehrerin spricht.

    Leider werden (auch durch die Medien) die aktuellen Regierungswahlen der kommunalen Ebene zu Parteiwahlen gemacht und das ist falsch. Gemeinde- bzw. StadträtInnen müssen Konsenslösungen für die ganze Bevölkerung ausarbeiten und keine Parteiprogramme umsetzen. Es sind zudem Kollegialgremien. Leider funktioniert auch hier das System nicht mehr. Wie können zwei Stadträte in einem Unterstützungskomitee sein, dass faktisch zu einer Abwahl einer „Kollegin“ führte?!

    Man merke: ideologische Einstellungen sind der Todesstoss unseres direkt-demokratischen Konsens- und Kollegialitätssystems auf Regierungsebene – egal welche Art Ideologie!

    1. Peter Bitterli, 28.06.2020, 08:24 Uhr

      Zum Glück sagt mir einer, was ich bei meinem freien und geheimen Wählen darf und was nicht. Und erst noch faktengecheckt.

    2. Faktencheck, 28.06.2020, 21:49 Uhr

      quod erat demonstrandum esse – aber anders als gedacht! ich löffle mich und konstatiere, dass die wählenden Stimmberechtigten Köpfe statt Parteien gewählt haben.

  2. Hugo Ball, 27.06.2020, 15:05 Uhr

    Auf zwei Logopädinnen kommt dann noch mindestens eine festangestellte Supervisorin, eine interkulturelle Vermittlerin sowie eine Religionspädagogin, wohlweislich begleitet von einer Schulsozialarbeiterin, welche mit der Schulpsychologin und der Bereichsleiterin Volksschule Abt. Frühsexualisierung den gesamten Prozess streng überwachen und und bei Bedarf sofort engagiert intervenieren.

    1. Peter Bitterli, 27.06.2020, 16:09 Uhr

      Es ist wieder einmal bezeichnend, dass Sie die Gleichstellungsbeauftragte schlicht ignorieren, um nicht zu sagen diskriminieren. Die Beschwerde an die Ombudsfrau wurde eingereicht.

  3. Peter Bitterli, 27.06.2020, 13:01 Uhr

    Ich weise gerne noch einmal auf die herausragenden Qualifikationen der Kandidatin der SP für den Luzerner Stadtrat hin. Überzeugen Sie sich selbst:
    https://m.youtube.com/watch?v=OZVDteUZtF8

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