Reussportbrücke: Luzerner Regierung hat ihre Haltung noch nicht definiert
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So sieht die neue Brücke «Reussportbrücke» in der Visualisierung aus. (Bild: Visualisierung Swiss Interactive AG,)

Nachfolgeprojekt zur Spange Nord Reussportbrücke: Luzerner Regierung hat ihre Haltung noch nicht definiert

2 min Lesezeit 06.11.2020, 16:03 Uhr

Die Spange Nord wird nun auch formell begraben. Ob die abgespeckte Version des Autobahnzubringers weiterverfolgt werden soll, ist dem Regierungsrat noch nicht klar. Er lässt sich bis im Frühling 2021 Zeit für eine Entscheidung.

Die Haltung der Stadtluzerner Bevölkerung zur Spange Nord wurde spätestens mit der Abstimmung vom 27. September laut und deutlich: Mit rund 73 Prozent wurde die Spange-Nord-Initiative befürwortet (zentralplus berichtete).

Für viele Stadtluzerner – und auch den Stadtrat – war zu diesem Zeitpunkt längst klar, dass das Abstimmungsresultat auch klares Signal an den Kanton ist. Konkret, dass man auch die abgespeckte Version des Projekts, die Reussportbrücke, nicht unterstützen würde (zentralplus berichtete). Für die Ohren des Kantons scheint dieses Signal aber nicht laut genug gewesen zu sein.

Vernehmlassung brachte keinen Entscheid

Nur Tage nach der erwähnten Abstimmung ging die Vernehmlassung zum Reussportbrücke-Projekt zu Ende. Das liegt nun schon über einen Monat zurück. Aus den damals eingegangenen Voten konnte sich der Luzerner Regierungsrat jedoch noch nicht zu einer Haltung zum Projekt durchringen.

Wie aus einer Medienmitteilung zu erfahren ist, will man diese erst im Frühling 2021 kundtun. Dann nämlich will die Regierung dem Kantonsrat zum einen eine Abrechnungsbotschaft zum Planungskredit für die Spange Nord unterbreiten. Damit wäre das ungeliebte Strassenbauprojekt dann auch formell beerdigt.

Zum anderen soll zeitgleich ein Planungsbericht vorgelegt werden, der das weitere Vorgehen zur Reussportbrücke definiert. Die Regierung hofft zu bis dahin auch mit der neuen kantonalen Mobilitätsstrategie weiter zu sein – wenn möglich will sie bei ihrem einstweiligen Entscheid zur Reussportbrücke Bezug auf die neue Mobilitätsstrategie nehmen können, entnimmt man der Mitteilung.

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