Rettungsaktion für über 100 Jahre alte Linde in Luzern
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Die Stadtgärtnerei hat die ersten Schritte zur Rettung der Linde am Schweizerhofquai in Luzern unternommen. (Bild: zvg)

Mittels neuem Verfahren Rettungsaktion für über 100 Jahre alte Linde in Luzern

2 min Lesezeit 25.03.2021, 10:11 Uhr

Die über 100jährige Linde am Schweizerhofquai ist in einem bedenklichen Zustand. Ohne Rettungsmassnahmen wird sie eingehen und gefällt werden müssen. Weil es ein stadtbildprägender Baum mit grossem Nutzen für Mensch und Umwelt ist, versucht die Stadtgärtnerei ihn zu erhalten.

Etwa auf Höhe des Schiffrestaurants «Wilhelm Tell» am Schweizerhofquai in Luzern steht eine alte, markante Linde. Der Baum ist etwa 20 Meter hoch und schon seit längerem in einem bedenklichen Zustand.

Vor etwa zehn Jahren fanden unter anderem im Wurzelbereich dieser Linde umfangreiche Bauarbeiten an Werkleitungen statt. Dabei wurden grosse Teile des damals noch offenen, für Bäume gut geeigneten Bodens entfernt.

Nachteilige Eingriffe für die Linde

Stattdessen wurde über den Wurzeln ein Kies- und Mergelplatz erstellt. Damit wollte man den Standort des Baumes und seine Erscheinung betonen. Nun stellen sich diese Eingriffe für den Baum als nachteilig heraus, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern.

Bäume brauchen genügend offenen Boden, damit Luft und Wasser zu den Wurzeln gelangen können. Erst dadurch ist es dem Baum möglich, seine Krone mit Nährstoffen zu versorgen. Aktuell hat die Linde zu wenig Erde, Bodenluft und Regenwasser. Deshalb weist sie von Jahr zu Jahr markant weniger Blätter auf. Zudem macht ihr ein Pilzbefall in der Baumkrone zu schaffen.

Neue Technik heisst «Radical Trenching»

Nun wird in einem ersten Schritt der Boden rund um den Stamm aufgelockert und eine dünne Schicht Kompost aufgelegt und eingearbeitet. Anschliessend werden Gräben, die vom Baum stamm wegführen, ausgehoben.

In diesen Gräben sollen sich neue Baumwurzeln ideal entwickeln können. Die Gräben werden mit Baumsubstrat gefüllt. Der ganze Bereich um den Stamm wird ab-schliessend mit einer etwa zehn Zentimeter dicken Mulchschicht aus Holzschnitzeln überdeckt. Diese neue Technik nennt sich «Radical Trenching» und kommt in Luzern erstmals zum Einsatz.

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