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Retten Gemeinden die Stellen beim Arbeiterhilfswerk?
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Christine Spychiger arbeitet als Integrationsexpertin beim Schweizerischen Arbeiterhilfswerk. (Bild: Joseph Schmidiger)

Nachdem der Kanton Luzern austieg Retten Gemeinden die Stellen beim Arbeiterhilfswerk?

2 min Lesezeit 22.02.2020, 09:16 Uhr

Der Kanton Luzern übernimmt die berufliche Integration von Flüchtlingen künftig selber – und kündigt den entsprechenden Leistungsauftrag des Schweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH). Dieses sucht nun nach neuen Aufgaben.

Ab 2021 will der Kanton die berufliche Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in die eigene Hand nehmen. Dies sei nötig, um diese Menschen künftig einheitlicher betreuen zu können, so der zuständige Regierungsrat Guido Graf. Er bestreitet, dass der Kanton mit dieser Massnahme sparen will (zentralplus berichtete).

Wegen des auslaufenden Grossauftrags verliert die Organisation voraussichtlich 22 Stellen (zentralplus berichtete). Sie sucht daher nach neuen Aufgaben. Bereits wurden mit der Stadt Sursee und der Stadt Luzern Korporationen abgeschlossen.

Grund: nach zehn Jahren müssen die Wohngemeinden für die Sozialhilfe der vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlinge aufkommen, wenn diese weiterhin auf Sozialhilfe angewiesen sind. Sursees Sozialvorsteherin Jolanda Achermann Sen (SP) sagt deshalb gegenüber der «Luzerner Zeitung»: «Uns ist es ein Anliegen, möglichst viele in unserer Stadt wohnhafte und arbeitsfähige Flüchtlinge im Verlauf der nächsten vier bis fünf Jahre in eine existenzsichernde Arbeitsstelle integrieren zu können.»

Eine Arbeitsstelle ist gesichert

Christine Spychiger leitet beim SAH Zentralschweiz die Fachstelle für berufliche Integration von Flüchtlingen, Migration Co-Opera (zentralplus berichtete). Sie sagt dazu: «Auf weitere Gemeinden zuzugehen, ist eine Option. Sie bedingt jedoch, dass diese bereits vor der offiziellen Zuständigkeit in die berufliche Integration investieren. Das ist nicht jeder Gemeinde möglich.»

Die Verträge mit Luzern und Sursee sichern immerhin kumuliert eine Arbeitsstelle im Wert von 100’000 Franken.

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