Rekord: Einzelne Erbschaft beschert Luzern Millionensegen
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Stirbt eine vermögende Person, müssen die Nachkommen in der Stadt Luzern Erbschaftssteuern zahlen. (Bild: ber)

Dank umstrittener Erbschaftssteuer Rekord: Einzelne Erbschaft beschert Luzern Millionensegen

2 min Lesezeit 16 Kommentare 10.10.2021, 05:00 Uhr

So viel wie nie zuvor: Die Stadt Luzern verbucht aus einer einzelnen Erbschaft Einnahmen von über zwölf Millionen Franken. Zu verdanken hat sie das einer Steuer, die immer wieder zu reden gibt – aktuell in Kriens. Wieso die Gegenargumente laut einem Experten kaum standhalten.

Es ist fast wie beim Lottospielen: Alle hoffen auf den grossen Jackpot, doch nur die wenigsten werden dadurch reich. Doch im Unterschied zum berühmten «Sechser» stehen die Chancen auf eine schöne Erbschaft in der Schweiz deutlich höher.

Obwohl öffentlich kaum darüber gesprochen wird, zeigen die Zahlen das Ausmass. Beispielsweise in der Stadt Luzern: Ein einzelner Erbschaftsfall spült dieses Jahr 12,4 Millionen Franken in die Kasse, wie Finanzdirektorin Franziska Bitzi kürzlich am Rande einer Medienkonferenz bekannt gab (zentralplus berichtete).

Das ist über dreimal so viel wie normalerweise im Durchschnitt des ganzen Jahres anfällt. Wenn man bedenkt, dass dies Nachkommens-Erbschaftssteuer maximal 2 Prozent der vererbten Summe ausmacht, dürfte das in diesem Fall vererbte Vermögen rund 620 Millionen Franken betragen haben, wie der Steuerrechner des Kantons bestätigt.

Wer diesen ansehnlichen Reichtum hinterlassen hat, bleibt ein Geheimnis. Die Stadt Luzern macht aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine näheren Angaben zum konkreten Einzelfall. Finanzdirektorin Bitzi bestätigt nur, dass es sich um den höchsten Beitrag handelt, der je in der Stadt Luzern als Nachkommens-Erbschaftssteuer abgeliefert werden musste.

Kriens wären diese Millionen flöten gegangen

Hätte diese vermögende Person in Kriens oder Horw gewohnt, hätten die direkten Nachkommen der Gemeinde keine Steuern abliefern müssen. Denn im Kanton Luzern entscheidet jede Kommune selber über die Nachkommens-Erbschaftssteuer. Knapp die Hälfte erhebt sie, etwas mehr als die Hälfte verzichtet darauf.

Sinn und Zweck der Steuer ist umstritten. In der Stadt Luzern scheiterten in den letzten Jahren mehrere Versuche, sie abzuschaffen. Anders in Adligenswil: Die Gemeinde verzichtet seit rund zwei Jahren darauf und freute sich damals, diesen «alten Zopf» abzuschneiden. In die andere Richtung weht der Wind in Kriens, wo die Steuer 2002 dank einer SVP-Initiative abgeschafft wurde und jetzt wieder über die Einführung gestritten wird. Da FDP und SVP das Referendum ergriffen haben, kommt es zur Volksabstimmung.

Die aktuelle Diskussion in Kriens zeigt exemplarisch die Hauptargumente in dieser Diskussion. Eines der wichtigsten: Die Steuer vertreibe vermögende Personen, die lieber in Gemeinden ziehen, wo ihre Nachkommen nichts dem Staat abgeben müssen.

Das Gespenst der mobilen Reichen

Doch stimmt das auch? Aus wissenschaftlicher Sicht lasse sich das nicht bestätigen, sagt Marius Brülhart. Darauf deutet eine Studie des Volkswirtschaftsprofessors der Universität Lausanne hin, der sich eingehend mit dem Thema beschäftigt hat. Vermögende ältere Menschen würden sich bei der Wohnsitzwahl so gut wie gar nicht von den Erbschaftssteuern in den Kantonen leiten lassen. «Ich gehe davon aus, dass dieser Befund auch auf Stufe Gemeinde zutrifft», sagt Brülhart zu zentralplus.

«Der Umfang der Erbschaften und Schenkungen wird gewiss weiter wachsen.»

Marius Brülhart, Wirtschaftsprofessor

Das bestätigt die Luzerner Finanzdirektorin Franziska Bitzi mit Blick auf die Praxis. Ihr seien keine konkreten Fälle bekannt, in denen Vermögende die Stadt Luzern wegen der Nachkommens-Erbschaftssteuer verlassen hätten. Der Krienser Stadtrat kommt nach 19 Jahren ohne die Steuer zu einem ähnlichen Schluss. Das Ziel der Abschaffung, in Kriens vermögende Personen anzusiedeln, sei klar verfehlt worden. «Die Abschaffung der Nachkommens-Erbschaftssteuer zeigte im Steuersubstrat von Kriens keine Wirkung», hält er in seinem Bericht ans Parlament fest. 

Es wird immer mehr Geld vererbt

Eine weitere Sorge der Gegner ist, dass Betroffene eine vererbte Immobilie oder ein KMU verkaufen müssen, weil ihnen das liquide Geld für die Erbschaftssteuer fehlt. Gemäss dem Luzerner Stadtrat war das bisher nie ein Problem. Vielmehr bringt es Erben in Schwierigkeiten, wenn eine Person eine Liegenschaft oder ein Unternehmen übernimmt und andere Geschwister auszahlen muss. Die 1 bis 2 Prozent an Erbschaftssteuern seien im Vergleich dazu verhältnismässig unbedeutend.

Aus finanzwissenschaftlicher Sicht, bilanziert Wirtschaftsprofessor Marius Brülhart, sei die Erbschaftssteuer eine der am wenigsten problematischen Steuern. Im Gegensatz beispielsweise zu Einkommenssteuern setze sie kaum Anreize, sich wirtschaftlich weniger anzustrengen. «Aus der Gerechtigkeitsperspektive attraktiv ist der Umstand, dass die Erbschaftssteuer nicht Werte belangt, die man im Schweisse seines Angesichts selber erarbeitet hat, sondern Werte, die einem durch die Lotterie der Geburt in den Schoss gefallen sind.» 

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Widerstände gegen die Erbschaftssteuer seien oft eher psychologischer Natur, da der Erbgang von vielen Menschen als familiäre Privatsache betrachtet wird – und da die Kombination von Tod und Steuern allerhand unangenehme Konnotationen hervorrufe.

Klar ist derweil, dass auch weiterhin viel Geld vererbt wird. 2020 erbten Schweizerinnen und Schweizer laut Schätzungen von Marius Brülhart insgesamt 95 Milliarden Franken – fünf Mal mehr als noch vor 30 Jahren. «Der Umfang der Erbschaften und Schenkungen wird gewiss weiter wachsen», sagt der Experte. Das liege in erster Linie an der hohen Sparneigung der Schweizer und an den tiefen Zinsen, welche die Immobilien- und Aktienwerte steigen lassen. Brülhart betont: «Hier liegt daher eine potenziell ergiebige Quelle für Steuereinnahmen brach.»

Wann eine Erbschaft versteuert werden muss

Normalerweise müssen direkte Nachkommen im Kanton Luzern keine Erbschaftssteuern abliefern. Die Gemeinden können allerdings in Eigenregie eine solche Steuer erheben, was derzeit knapp die Hälfte tut (siehe Karte oben). Dabei fliessen – je nach Progression – ein bis zwei Prozent des Vermögens, das an die Nachkommen geht, in die Gemeindekasse. Das gilt allerdings nur, wenn mehr als 100’000 Franken vererbt wird. Alle Beiträge darunter sind steuerbefreit.

Die Nachkommens-Erbschaftssteuer ist nicht zu verwechseln mit der kantonalen Erbschaftssteuer. Diese wird fällig, wenn zum Beispiel ein Bruder, die Nichte oder ein Freund der Verstorbenen etwas erbt, und beträgt je nach Verwandtschaftsgrad und Höhe des geerbten Betrages bis zu 40 Prozent. Dieses Geld ging bis Ende 2019 je hälftig an Kanton und Gemeinde. Mit der Aufgaben- und Finanzreform 18 zieht der Kanton neu 70 Prozent davon ein, die jeweilige Gemeinde 30 Prozent.

In den letzten zehn Jahren nahm die Stadt Luzern jeweils zwischen 6 und 16 Millionen Franken an Erbschaftssteuern ein. Der Betrag setzt sich aus dem Anteil an den kantonalen Erbschaftssteuern und den gemeindeeigenen Nachkommens-Erbschaftssteuern zusammen:

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16 Kommentare
  1. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 11.10.2021, 00:28 Uhr

    Die Kommentare hier zur Erbschaftssteuer, vor allem auch in Kriens, sind sehr büenzli und triefen nur so von Neid. Die Linken haben in der Schweiz über Jahre eine Neidkultur entwickelt. Da geht ganz vergessen, wieso es unserer Schweiz so gut geht: Wegen den vielen Unternehmern, die Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen. Die Steuerfranken die die Linken so gerne für ihre Klientel ausgeben, müssen auch zuerst verdient werden. Das vergessen viele Leute. Das Geld fällt nicht vom Himmel. Dahinter steckt immer viel harte Arbeit. Arbeit die wir, aber auch unsere Vorfahren geleistet haben. Mein Vater hat Jahrzehnte hart gearbeitet und ist jeden Morgen, 6 Tage die Woche, um 5.45 Uhr am Morgen aus dem Haus. Er hat gutes Geld verdient und viel Steuern bezahlt. Und er hat ein kleines Vermögen aufgebaut. Ich hatte in meiner Kindheit und Jugend oft keinen Vater zu Hause, weil er arbeitete. Dafür habe ich ein kleines Vermögen geerbt, mit dem ich mir jetzt ein paar schöne Sachen, wie Karten für Konzerte am Lucerne Festival, leisten kann. Das wollen mir die Linken mit ihrer Steuerwut wegnehmen. Die Linken sollten sich schämen über ihren eigenen Neid. Richtig gearbeitet haben von denen nicht viele. Siehe nur Christian Levrat, jetzt Postpräsident von Sommarugas Gnaden. Oder der Vorstand der Juso. Den anderen wegnehmen, das können sie.

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    1. Daniela Übersax, 11.10.2021, 08:21 Uhr

      Ihre Erbschaft ist Ihnen von Herzen zu gönnen. Doch wäre sie tatsächlich so viel kleiner ausgefallen, wenn Sie 1-2 Prozent Erbschaftssteuer gezahlt hätten?
      Denn Fakt ist auch: Es gibt so viele Väter, die früh aus dem Haus gingen, ihren Kindern aber dennoch nichts vererben konnten. Es hatten also nicht also so viel Glück wie Sie. Gleichzeitig werden die Vermögen der Reichen immer grösser, während die Einkommen stagnieren. Diese Schere ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt alles andere als gut. Dazu sollten auch Sie sich Gedanken machen, sonst kommt es einen Tages zu wirklich tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen.

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      1. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 11.10.2021, 12:17 Uhr

        Sehr geehrte Frau Übersax, Ich nehme mir Ihren Kommentar zu Herzen. Ich sehe auch die immer grösser werdende Diskrepanz in der Welt, allen voran in den USA. Ich bin seit vielen Jahren regelmässig in den USA zu Besuch und habe auch länger dort gearbeitet. In der Schweiz haben wir noch nicht solche Verhältnisse. Wobei hier durch die Immigration aus sehr armen Entwicklungsländern nach und nach eine arme Unterschicht entsteht. Ich sehe das täglich beim Europaplatz/Bahnhofplatz in Luzern. Ich spreche auch oft mit den dort anwesenden Personen und verstehe die Hintergründe. Und die Luzerner Stadtregierung will jetzt noch mehr Afghanen ihrem Kulturkreis entreissen und nach Luzern bringen! In 20 Jahren werden wir eine Kommission einsetzen um das zu untersuchen, und die Kommission wird diesen Personen für das angetane Leid eine Entschädigung zusprechen. Ich meinerseits habe einen Teil meines kleinen «Erbes» für die Unterstützung von lokalen Institutionen eingesetzt, u.a. auch der Arbeit der katholischen Kirche. Mir liegt auch die Kultur sehr am Herzen. Mit meinem kleinen Beitrag ersetze ich sehr teilweise Gelder, die in Oesterreich oder Deutschland vom Staat her in die Kultur fliessen. In der Schweiz gibt es hier sehr viel private Unterstützung. Für Luzern als Beispiel gilt sicher das Lucerne Festival, das ohne sehr grosse finanzielle Unterstützung von reichen Privaten und Firmen nicht da wäre. Für mich hat der «Staat» nicht jede Antwort parat. Mir ist es lieber, Private setzen ihre Vermögen dort ein, wo der Nutzen gross ist. Die Schweiz ist mit dieser Art über die Jahrzehnte sehr gut gefahren. Wir sehen in anderen Ländern, wohin es führt, wenn man zu viele Aufgaben dem «Staat» aufbürdet. Und dann bleibt immer die Frage: Wer ist denn eigentlich «der Staat»?

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  2. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 10.10.2021, 18:54 Uhr

    Machen wir nur weiter so: Im Frühling sammelt die Juso ja wieder Unterschriften für eine Beschneidung der Reichen. Niemand in der Schweiz soll übe 100 Millionen Vermögen haben. Was darüber hinaus ist, wird über die Jahre vom Staat «abgeschöpft.» So machen wir unsere Schweiz kaputt. Warum sind wir ein so reiches Land geworden: Weil wir viele Unternehmer haben die Firmen gegründet und grossgezogen haben, angefangen bei Henry Nestlé und Herr Boveri von ABB. Heute sind das die Gründer von ON-Schuhen. Wenn wir nicht ein gutes Steuerklima haben, werden diese Firmen nicht mehr in der Schweiz angesiedelt. Wieso hat Delaware, übrigens der Heimstaat von Joe Biden, Millionen von Firmen registriert? Weil dort die Steuern extrem tief sind. Und: Die Republikaner haben schon angekündigt, dass sie der von der OECD beschlossenen Mindeststeuer von 15% nicht zustimmen werden. Damit ist die 15% Mindeststeuer für die USA gestorben. Die 140 anderen Länder müssen sie aber annehmen. Delaware und South Dakota – wo die Milliardäre ihre Trusts haben – freuen sich. Das ist die Steuerpolitik der Grossmacht USA. Sie will den anderen Ländern die Luft absaugen. Wann erkennen das die Leute endlich?

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    1. Sandra Klein, 10.10.2021, 21:32 Uhr

      Es ist leider tatsächlich so, dass sich die USA, respektive einzelne Bundesstaaten, um international gültige Regeln scheren und Personen über Trusts Billionen sammeln und dem Fiskus entziehen. Die USA beteiligen sich ja auch auch nicht am Informationsaustausch, zu dem man die Schweiz gezwungen hat. Nur: macht es das irgendwie besser? Firmen siedeln sich ja dennoch nicht in Delaware an und die Bevölkerung ist arm wie sonst kaum in den USA. Da ist es wohl vernünftiger, Leistungne dort zu besteuern, wo sie entstehen, wie das derzeit der Plan ist.

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      1. Andreas Bründler, Kriens - Bleiche, 11.10.2021, 12:32 Uhr

        Sehr geehrte Frau Klein. Sie sehen das sehr richtig, die USA beteiligen sich nicht am AIA, dem automatischen Informationsaustausch, haben FATCA aber dem Rest der Welt aufgezwungen. Das kann nur eine Grossmacht machen und kommt ungeschoren davon. Jedoch: Firmen siedeln sich sehr wohl in Delaware an. Ich bin immer wieder privat wegen Verwandten in Wilmington, einer sehr reichen Stadt. Es ist nicht die Hauptstadt von DE, Dover ist. Delaware ist ein reicher Staat. Nicht zu vergleichen z.B. mit dem armen Alabama (natürlich streng republikanisch regiert!). In keinem anderen Staat als in Delaware sind mehr Firmen registriert. Der Staat lebt von den jährlichen Registrierungsgebühren. Die Ironie der von den OECD jetzt verabschiedeten Steuervorgaben ist, dass die USA diese nicht annehmen werden. Mitch McConnell, Führer der Republikaner im U.S. Senat lehnt diese Steuervorgaben kategorisch ab. Bei einem 50:50 Verhältnis und einer Hürde von 60 Stimmen, wegen der 60 Stimmen Filibuster Rule, ist die Vorlage damit für die USA gestorben. Die USA zwingen dem Rest der Welt die Minimumsteuer von 15% auf, für sich selber ist sie aber nicht anwendbar. Totales Grossmachtgehabe. Hauptprofiteur von allem ist der Bundesstaat Delaware, der nicht zufällig der Heimatstaat von Joe Biden ist. Secretary of the Treasury Janet Yellen hat gut gearbeitet. Honi soit qui mal y pense.

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  3. Hans Peter Roth, 10.10.2021, 12:59 Uhr

    Erbschaftssteuer ist eine sehr sinnvolle und gerechte Form von Besteuerung. Den gierigen Millionenerben entgeht ein kleiner Betrag eines Erbes, für den die Erben null und gar nichts beigetragen haben. Der Staat (somit die Gemeinschaft) erhält dringend benötigtes Geld, dass er u.a. für soziale Dienstleistungen einsetzen sollte, dies als Gegengewicht zur immer breiter werdenden Schere bei den Vermögen. Es ist mir klar, dass Raubtierkapitalisten/innen die Erbschaftssteuer mit trickigen Pseudoargumenten bekämpfen. Wie sagte doch Mahatma Gandhi treffend:

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    1. Hans Peter Roth, 10.10.2021, 13:04 Uhr

      … Wie sagte doch Mahatma Gandhi treffend: «Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mahatma Gandhi.»

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    2. Philipp, 10.10.2021, 19:41 Uhr

      Es reicht langsam mit dem Sozialstaat Schweiz wo Menschen die im Leben im Beruf nichts erreicht haben von den Erfolgreichen profitieren. Wir stecken solchen Leuten schon jetzt zuviel Geld in den Allerwertesten. Genau so wie Familien die über Ihren Verhältnissen leben und meinen der Staat solls mit Gratis Kita, Steuervergünstigungen, Prämienverbilligung etc. richten. Genug ist genug. Wer mit seinem Geld nicht auskommt soll selber schauen dass er zu mehr kommt und nicht wie ein Schmarotzer die hole Hand machen und meinen das sei gerecht.

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    3. mvonrotz, 11.10.2021, 12:48 Uhr

      Wenn es denn «nur» ein kleiner Betrag so Lange es in der «Familie» bleibt, dann wäre das ja ok. Beispiel: Grossvater vererbt seinen beiden Töchtern Liegenschaften. Bei der einen Tochter hat es mit Kindern und Enkel weitere Erben in der Familie. Bei der zweiten Tochter haben die Kinder keine Erben ausser sich selbst. Sie wollen das die Immobilien in Familienhand bleiben. Vererben von Cousine zu Cousin in Luzern sind dies 30%. Also müssten die Erben dann bei einem geschätzten Liegenschaftswert von 2’500’000.– den Betrag von 750’000 Steuern zahlen. Das würde nur mit Verkauf der Liegenschaft funktionieren (das eine Haus ist seit 70 Jahren Eigentum der Familie). Und zwar müssten die jetztigen Eigentümer das Haus verkaufen, denn die Erbsteuer würde ja sofort fällig und wartet nicht auf den möglichen Verkauf. Soviel zum Thema «kleiner Beitrag».

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  4. Sandrine Helfenstein, 10.10.2021, 10:41 Uhr

    Erbschaftssteuern sind und bleiben unanständig. Erstens handelt es sich um Vermögen, das bereits jährlich versteuert worden ist. Zweitens bezahlen auch die Nachkommen und anderen Erbberechtigten Vermögenssteuern auf dem Nachlass. Und last not least mischt sich der Staat in private Angelegenheiten ein. Das steht ihm schlicht nicht zu.

    Das Argument des «leistungslosen Erwerbs», «Lotterie» etc. ist nicht stichhaltig. Nach dieser Logik müsste man auch Nachkommen von Professoren, Anwälten, Ärztinnen, alten Patrizierfamilien etc. «besteuern», da sie aufgrund ihrer Herkunft ein «lotterieähnliches Startkapital» erhalten haben.

    Die Darstellung und Argumentation im Artikel ist einseitig, da nur ein Professor befragt wird.

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  5. Rudolf 1, 10.10.2021, 06:49 Uhr

    Nur 12 Millionen von 620 Millionen! Die erarbeiteten Einkommenssteuern sind bedeutend höher. Das muss geändert werden.

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    1. Sereina Willi, 10.10.2021, 09:18 Uhr

      Dann sind Sie der Meinung, alle Einkünfte müssten gleich hoch wie Einkommenssteuern sein, also auch Vermögenssteuern oder eben Erbschaftssteuern? Auch wenn dieses Geld bereits einmal oder zweimal als Einkommen oder bei einem Landverkauf, Dividende etc. versteuert wurde?

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      1. Rudolf 1, 10.10.2021, 10:10 Uhr

        Jeder Erbe muss das Einkommen aus einer Erbschaft natürlich nur einmal als Einkommen versteuern. Als Vermögensanteil erhöht es seine Vermögenssteuer. Aber das wissen Sie ja, Frau Willi.

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      2. Beat, 10.10.2021, 10:11 Uhr

        Ja, klar. Es geht ja darum dass die Begünstigten Steuern zahlen sollen. Die Besteuerung der Quelle ist nicht ausschlaggebend.

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      3. Sereina Willi, 10.10.2021, 13:24 Uhr

        @Rudolf: Ich bin durchaus für eine Erbschaftssteuer. Aber nicht höher als ein paar Prozent. Ihre Forderung, warum Erbschaften gleich wie Einkommen versteuert werden sollen, ist für mich einleuchtend und wird von Ihnen auch nicht begründet. Gier ist nie gut, von keiner Seite.

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