Reichster Einwohner von Zug wird ausgeladen
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Ist Verwaltungsratspräsident, aber offenbar trotzdem nicht erwerbstätig: Viktor Vekselberg. Wie das zusammengehen kann, erklärt die Zuger Steuerverwaltung. (Bild: zvg (www.renova.ru))

Viktor Vekselberg darf nicht ans WEF in Davos Reichster Einwohner von Zug wird ausgeladen

1 min Lesezeit 07.11.2018, 14:43 Uhr

Drei russische Oligarchen, die regelmässig das World Economic Forum im Davos besuchen, werden das nächste Mal wohl nicht dabei sein. Einer von ihnen ist Viktor Vekselberg, dessen amtlicher Wohnsitz sich in der Stadt Zug befindet. Ein anderer ist Auch Oleg Deripaska, der starke Mann beim  Aluminiumhersteller Rusal, der in Zug Tochterfirmen domiziliert hat.

Den drei superreichen Russen Viktor Vekselberg, Oleg Deripaska und Andrei Kostin sei bedeutet worden, dass sie als Gäste des World Economic Forum in Davos nicht erwünscht seien, berichtete die in London erscheinende «Financial Times» am Dienstag. Als Grund für die Ausladung wird amerikanischer Druck auf die Organsiatoren des WEF genannt.

Zwei der unerwünschten Gäste haben Verbindungen zur Zentralschweiz – allen voran Viktor Vekselberg, dessen Vermögen auf über 13 Milliarden Franken geschätzt wird. Vekselberg unterhält seinen Hauptwohnsitz in der Stadt Zug und ist ihr reichster Bewohner. In der Stadt werden allerdings vorab seine Familienmitglieder gesehen.

Seit Frühling auf schwarzer Liste

Der Mann, der über seine Renova-Gruppe auch wichtige Beteiligungen an Schweizer Industriefirmen hält, steht bereits seit April 2018 auf der Sanktionsliste der amerikanischen Regierung. Damals sollen auch Vermögenswerte im Milliardebereich blockiert worden sein.

Oleg Deripaska, der Milliardär der hinter dem Aluminiumkonzern Rusal steht, ist Zug wirtschaftlich verbunden. Er nutzt den steuergünstigen Standort als Firmensitz. Deripaska war in Davos durch rauschende Partys bekannt geworden. Der dritte im Bund, Andrei Kostin, ist Chef der russischen Grossbank VTB.

Laut «Financial Times» sabotiert der amerikanische Druck Bemühungen des WEF, den russischen Präsidenten Vladimir Putin als Gast der Veranstaltung zu gewinnen. Vom WEF selber gabs keine Stellungnahme.

 

 

 

 

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