Klassen und Lehrer in Quarantäne

Zwei Kinder in Cham positiv auf mutiertes Coronavirus getestet

In Cham haben sich zwei Kinder mit einer hochansteckenden Corona-Mutation infiziert. (Bild: bic)

Erstmals wurde eine der neuen Corona-Mutationen im Kanton Zug nachgewiesen. Zwei Kinder sind positiv getestet worden. Ihre Klassenkameraden sind nun in Quarantäne.

Im Kanton Zug sind zwei Kinder positiv auf eine neue Coronavirus-Mutation getestet worden. Es handelt sich um zwei Schüler aus Cham, wie die Gemeinde mitteilt. Die Schulen seien am Montagabend vom stellvertretenden Kantonsarzt informiert worden, dass die beiden Kinder der 4. und 5. Primarstufe sich mit einer Corona-Mutation angesteckt haben. Ob es sich um die britische oder die südafrikanische Variante handelt, wird gemäss Aurel Köpfli, Sprecher der Zuger Gesundheitsdirektion, noch untersucht. Die Analyse brauche etwas Zeit, erklärt er auf Anfrage.

Weil die Mutation jedoch deutlich ansteckender ist als das bisher bekannte Coronavirus, mussten umgehend Massnahmen ergriffen werden. Eltern, Lehrpersonen und die Kinder der betroffenen Klassen wurden sofort informiert und mussten sofort in Quarantäne. In die Schulde dürfen die Kinder nicht mehr gehen. Gleichzeitig hat der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri angeordnet, dass sich alle betroffenen Kinder und Erwachsenen an der Schule einem Corona-Test unterziehen müssen. Dies gilt für 38 Schüler und 8 Lehrpersonen, sie werden am Dienstag getestet. Die Resultate werden in ein bis zwei Tagen erwartet.

Schule hat präventive Massnahmen getroffen

Der Schulbetrieb wird dennoch weitergeführt – natürlich unter Beachtung der Schutzkonzepte. Schülerinnen oder Lehrpersonen mit Symptomen sollen sich schnellstmöglich testen lassen. Betroffene sollen in der Zeit, während der sie aufs Testresultat warten, zuhause bleiben.

Um weitere Ansteckungen zu verhindern, hat das Rektorat zusätzliche Massnahmen beschlossen. Elterngespräche, die diese Woche hätten stattfinden sollen, werden neu per Videokonferenz geführt oder verschoben. Lehrpersonen sollen ihre Kontakte zudem aufs Minimum reduzieren und Gespräche telefonisch oder per Videochat durchführen. Weitere Massnahmen sind nicht ausgeschlossen.

Über die betroffenen Personen oder Klassen gibt die Gemeinde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren Auskünfte. Gemäss Köpfli ist es jeweils schwierig nachzuvollziehen, wo genau sich Personen mit dem Virus angesteckt haben. Man geht jedoch davon aus, dass sich die Chamer Schüler während Familienferien infiziert haben. Wo sie diese verbracht haben, darüber gibt die Gesundheitsdirektion aus genannten Gründen keine Auskunft.

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