Für die nächsten Jahre

Zuger Stadtrat will Voliere unterstützen – vorerst

Werden die Vögel auch zukünftig am Landsgemeindeplatz weilen? Zumindest bis 2027 schon. (Bild: Archivbild: Walter Benz)

Der Ornithologische Verein der Stadt Zug soll gemäss Antrag des Zuger Stadtrats für die nächsten vier Jahre einen höheren Jahresbeitrag erhalten. Ob die Voliere danach in der heutigen Form weitergeführt werde, sei jedoch offen.

Statt 120'000 Franken jährlich soll der Ornithologische Verein der Stadt Zug (OVZ) künftig 160'000 Franken von der Stadt erhalten. Dies beantragt der Zuger Stadtrat für die Jahre 2024 bis 2027. Mit dem Geld soll der Verein den gestiegenen Anforderungen an die Tierpflege Rechnung tragen können und marktgerechte Löhne für die Tierpfleger zahlen können. Der OVZ betreut die Tiere in den Vogelvolieren am Landsgemeindeplatz, im Hirschgehege am See sowie die Spyrenkolonie im Pulverturm.

Trotz Diskussionen hat die Geschäftsprüfungskommission beantragt, die Vorlage zu bewilligen. Wie die «Zuger Zeitung» schreibt, sei unter anderem die Standortfrage zur Debatte gestanden. Zur Erinnerung: Bereits gingen Vorstösse ein, in denen Politiker die Voliere zum Zurlaubenhof verschieben wollen (zentralplus berichtete). Auch im Bericht stellt der Stadtrat die Frage, «ob diese Art der Tierhaltung mitten in der Stadt langfristig wirklich zukunftsweisend ist».

Als mögliche Alternativen schweben dem Stadtrat etwa der Zurlaubenhof, der Raum Zugerberg oder der Tierpark Goldau vor. Dies seien jedoch erst erste Ideen. Der Stadtrat möchte die Standortfrage gemeinsam mit dem Verein in den nächsten Jahren vertieft angehen – bis dahin solle der OVZ seine Arbeit in der bisherigen Form weiterführen. Damit möchte die Zuger Exekutive auch das ehrenamtliche Engagement des Vereins würdigen.

Jedoch macht der Stadtrat dem OVZ auch Auflagen: Künftig solle der Verein Geld durch Sponsoren generieren. Der Verein selbst hat eine Zielsumme von 20'000 Franken genannt. Auf Antrag der GPK verfügt der Beitrag zudem eine Teuerungsklausel als «Kann-Vorschrift», analog der Beiträge an Kulturinstitutionen, wie die Zeitung schreibt. Noch sind die Gelder aber nicht in trockenen Tüchern. Erst muss der Grosse Gemeinderat noch grünes Licht geben.

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