Damit weniger in Quarantäne müssen

Zuger Schulen starten nach den Ferien regelmässige Coronatests

Zug startet regelmässige Tests an der Oberstufe. (Bild: Adobe Stock)

An den Zuger Oberstufen-Schulen werden nach den Sportferien regelmässige Coronatests eingeführt. Für Schüler und Lehrer sind sie obligatorisch. Für Lehrpersonen aller Stufen wird ausserdem empfohlen, FFP2-Masken zu tragen.

An den gemeindlichen und kantonalen Schulen ab der Sekundarstufe I werden im Kanton Zug nach den Sportferien neu alle Schüler und Lehrpersonen regelmässig zum Coronatest aufgeboten. So sollen Personen identifiziert werden, die das Virus in sich tragen, jedoch noch keine Symptome zeigen, schreibt die Direktion für Bildung und Kultur in einer Mitteilung.

«Die Tests leisten einen wichtigen Beitrag, die Menschen an der Schule und im Schulumfeld zu schützen sowie die Schulen offen zu halten», wird der Entscheid begründet. Sie eigneten sich dort, wo die Fallzahlen verhältnismässig tief sind und die Fälle sich folglich gut eingrenzen lassen. So könne eine Weiterverbreitung sofort unterbunden werden.

Berufsschulen sind vorerst ausgenommen

Indem durch die regelmässigen Tests auch asymptomatische Infizierte entdeckt werden können, ändern sich auch weitere Massnahmen. Der Kanton hofft, dass mit dem Entscheid die Zahl der Personen in Quarantäne sinkt. Es müssten sich idealerweise nur einzelne Personen in Isolation begeben.

Die Teilnahme an den Coronatests ist für alle Schülerinnen und Lehrpersonen obligatorisch. Getestet wird mittels Speicheltest. Auf Sekundarstufe II soll vorerst an den Mittelschulen und Brückenangeboten getestet werden. Zeigen die Coronatests Wirkung, werden sie auch auf Berufsschulen ausgeweitet. Die Logistik gestaltet sich dort etwas schwieriger, weil die Schüler nur Teilzeit im Unterricht sind.

An Primarschulen und Kindergärten wird vorerst nicht regelmässig getestet. Sie seien keine Pandemietreiber, schreibt die Bildungsdirektion. Dies gelte nach aktuellem Kenntnisstand auch für die Mutationen.

Stoffmasken bei Maskenpflicht nicht mehr erlaubt

Gleichzeitig rät der Kanton den Lehrpersonen aller Schulstufen, eine FFP2-Maske zu tragen. Gerade auf Primarstufe und im Kindergarten, wo die Kinder keine Maske tragen, können FFP2-Masken Quarantäne für Lehrer verhindern. «Das Tragen solcher Masken ist anstrengend und gewöhnungsbedürftig, zahlt sich mit Blick auf weniger Quarantänen indes aus», heisst es im Schreiben. Dort, wo eine Maskenpflicht gilt, sind Stoffmasken zudem nicht mehr erlaubt. Es müssen Hygienemasken getragen werden.

9 Kommentare
Apple Store IconGoogle Play Store Icon