Regionales Leben
Gian Suter spielt für seine Gemeinde

Dieser 13-jährige Baarer wird Nachwuchs-Jasser bei SRF

Familie Suter ist im Jass-Fieber. Papa Patrick, Nachwuchs-Jasser Gian (mitte) und sein Bruder Moritz (rechts), freuen sich auf den Fernsehauftritt. (Bild: zvg)

Bald geht es für Baar um Sein oder Nichtsein. Im Donnschtig-Jass wird entschieden, ob die nächste Ausgabe aus Baar oder Cham ausgestrahlt wird. Massgebend an der Entscheidung beteiligt ist Nachwuchs-Jasser Gian Suter.

Von wo aus wird der Donnschtig-Jass vom 21. Juli ausgestrahlt? Cham oder Baar? Diese Frage wird an diesem Donnerstag in der Ostschweiz entscheiden. Für Baar kämpfen Käthy Häfliger, Beat Ringger, Karl Schönbächler und der Nachwuchs-Jasser Gian Suter um den Sieg.

Gian Suter ist 13-jährig und lebt in Baar. Während andere auf dem Schulhausgelände vielleicht eher mit Pokémon-Karten handeln, spielt er lieber mit Jasskarten. Er hat diese Karten so im Griff, dass er für seine Gemeinde bei SRF kämpfen darf.

Wie der 13-Jährige seine Liebe zum Jassen entdeckte

Die Liebe zum Jassen entdecke der Baarer am Stubentisch bei den Grosseltern: «Als ich noch klein war, habe ich mit dem Grossvater Ciao Sepp gespielt», sagt er gegenüber zentralplus. Sein Bruder Moritz ist eineinhalb Jahre jünger. Auch er wurde von Gian und den Grosseltern vom Jassfieber angesteckt. «Als mein Bruder dann ein bisschen grösser wurde, spielten wir mit dem Grosi und meinem Papi auch mal einen Schieber.»

«Zwei Flaschen Rivella haben mir die Energie gegeben.»

Gian Suter, 13-jähriger Jass-Profi

Durch die Jass-Sendungen beim Schweizer Fernsehen haben die jungen Jass-Fans gesehen, dass es auch einen Differenzler gibt. Inspiriert von der Sendung, war klar, die Buben wollten dies auch machen. «Dann haben wir einen Differenzler mit den Grosseltern gemacht», sagt Gian.

Ganze Familie will für Baar gegen Cham jassen

Die Liebe zum Jassen ist bei der Familie Suter zu spüren. Da kam es gerade recht, dass «SRF» die beiden Gemeinden Cham und Baar gegeneinander antreten lassen wollte. Die Gemeinden müssen «ausjassen» von welchem Ort aus die Donnschtig-Jass Sendung vom 21. Juli gesendet wird. Das OK aus Baar musste herausfinden, wer die vier besten Jasserinnen in der Gemeinde sind. Am 12. April wurden diese im «Restaurant Sport Inn» bei einem Jass-Turnier ermittelt. «Als wir gesehen haben, dass es den Wettbewerb gibt, war sofort klar, dass ich auch mitmachen will», sagt Gian Suter.

Gian war dabei – und dies nicht alleine. «Wir wollten am liebsten alle zusammen mit unserem Grosi in die Sendung gehen. Es hat sich die ganze Familie zum Turnier angemeldet.» Das Turnier glich vor allem für die Nachwuchs-Jasser einem echten Marathon. «Es wurden 16 Runden gespielt. Die Kinder waren am Ende bis 23.00 Uhr vor Ort», erklärt der Vater Patrick Suter.

Wie hat der 13-jährige Gian diese lange Zeit durchgehalten? «Zwei Flaschen Rivella haben mir die Energie gegeben», erzählt er. Sein Zaubertrank scheint auf jeden Fall gewirkt zu haben. Er hielt alle Runden durch und zeigte, was er mit den Karten alles kann.

Nach Wettbewerb in Baar nervös – vor Live-Sendung ganz cool

Die vielen Übungsstunden mit den Grosseltern haben sich gelohnt. Nur die vier besten Jasser werden von Baar in die Sendung nach Schönengrund geschickt. Der 13-jährige Gian ist einer dieser Baar-Jasser. «Ich war mega nervös und habe es zuerst fast nicht geglaubt, dass es tatsächlich geklappt hat.»

Wie hoch der Puls des Jung-Jassers wohl sein muss, wenn die Fernsehkameras am Donnerstag auf ihn gerichtet sind? «Ich bin überhaupt nicht nervös vor dem Fernsehauftritt», sagt er uns. Der Grund: «Bei der Ausscheidung in Baar war ich nervöser, jetzt habe ich genug geübt.»

Die Jasser aus Baar werden in der Sendung den Nati-Trainer Murat Yakin kennenlernen. Er ist als Promigast geladen. Für musikalische Stimmung sorgen Andreas Gabalier und Pegasus zusammen mit Remo Forrer.

Die Donnschtig-Jass-Moderatoren Stefan Büsser und Rainer Maria Salzgeber begrüssen in Schönengrund Murat Yakin als Promigast.
(Bild: SRF)
(Bild: )

Auch Bruder Moritz (11) hat eine Rolle in der Sendung

Der Donnschtig-Jass wird vom Kanton Appenzell Ausserrhoden aus gesendet. In der Gemeinde Schönengrund geht es nicht nur für Gian um «Sein oder Nichtsein». Auch sein elfjähriger Bruder Moritz hat einen Auftritt in der Jass-Sendung. «Er spielt beim Memory-Spiel mit», erklärt der Jung-Jasser. Moritz hat einige Sekunden Zeit, sich Jasskarten zu merken, bevor diese umgedreht werden.

Unterstützt werden die beiden von einigen Zuschauern aus Baar. Wenn die Delegation Erfolg hat, wird die Sendung am 21. Juli in Baar rund um die Marktgasse ausgestrahlt. Die Liveübertragung startet um 20.05 Uhr. Doch schon vorher können die Besucherinnen in Baar einiges erleben.

Das Festgelände ist ab 11.30 Uhr geöffnet. Am Nachmittag gibt es öffentliche Proben und wenn dann die Übertragung beendet ist, soll noch bis Mitternacht gefeiert werden. Es ist der Gemeinde Baar zu gönnen, denn diese musste ja auch schon durch die Pandemie ihre «Jass-Träume» verschieben (zentralplus berichtete).

Die Gegner-Gemeinde Cham hatte es vor sieben Jahren verpasst, die Sendung zu sich zu holen. Damals hatte die Chamer Delegation gegen Oberägeri den Jass in Elm verloren.

Verwendete Quellen
Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.