Neue Gottesdienstordnung

Weniger Gottesdienste in Emmen – wegen Fachkräftemangel

Die katholische Kirche Emmen-Rothenburg hat ab diesem Sommer eine neue Gottesdienstordnung. (Bild: Adobe Stock)

Die katholische Kirche Emmen-Rothenburg hat ab diesem Sommer eine neue Gottesdienstordnung. Künftig sollen nicht mehr zeitgleich Gottesdienste stattfinden – auch gibt es im Raum Emmenbrücke-Rothenburg nicht mehr als eine Werktagsmesse pro Tag.

«Wir müssen nicht nur mit weniger Priestern auskommen, auch ausgebildete Theologinnen und Theologen fehlen zusehends»: Das schreibt die katholische Kirche Emmen-Rothenburg in einer neuen Mitteilung.

Um mit den vorhandenen Ressourcen und in zeitgemässen Formen gemeinsam feiern zu können, habe sich das Pastoralraumteam in den letzten Monaten mit einer neuen Gottesdienstordnung beschäftigt. Diese wird per Juni 2024 definitiv umgesetzt.

Keine Verdoppelungen mehr

In der Katholischen Kirche Emmen-Rothenburg gibt es aktuell eine grosse Zahl von Gottesdienstangeboten – viele davon gleichzeitig. Diese werden zeitlich verschoben, damit nicht mehrere Gottesdienste zeitgleich
stattfinden.

Die Gottesdienstzeit am Samstagabend wird auf 18 Uhr vereinheitlicht. Gleichzeitig sollen kleinere Kirchen wie die Marienkirche in Bertiswil oder die Schooswaldkapelle in Gerliswil gestärkt werden.

Werktagsgottesdienste

Die Werktagsfeiern werden ab Juli mehrheitlich als Eucharistie gefeiert. Mehr als eine Werktagsmesse pro Tag gibt es im Raum Emmen-Rothenburg künftig nicht mehr, wie die katholische Kirche Emmen-Rothenburg weiter schreibt. Auch würden sie unabhängig von allfälligen Beerdigungsfeiern angeboten.

In den Pfarrkirchen Gerliswil, St. Mauritius Emmen und St. Barbara Rothenburg werden ab Juni keine Werktagsgottesdienste mehr angeboten.

Auch werden die Vorabend- respektive Samstagsgottesdienste reduziert, teilweise ganz gestrichen oder neu im Zweiwochenrhythmus angeboten.

Der Pastoralraumleiter der Katholischen Kirche Emmen-Rothenburg, David Rüegsegger, sagt gegenüber der «Luzerner Zeitung», dass die neue Gottesdienstordnung eine Antwort auf den bestehenden Fachkräftemangel in der Seelsorge sei. Zu wenig junge Menschen würden ein Theologiestudium absolvieren. Auf Stelleninserate der Kirche gebe es aktuell gar keine Rückmeldungen, heisst es weiter. Die Anwohnenden hätten Verständnis für die neue Gottesdienstordnung.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung katholische Kirche Emmen-Rothenburg
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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