Änderungen beim Projekt

Stadt Kriens übernimmt Zügel beim Bahnhöfli

Nun kümmert sich doch die Stadt ums Bahnhöfli in Kriens. (Bild: Archivbild: wia)

Bereits finden beim Krienser Bahnhöfli erste Veranstaltungen statt. Doch das Projekt wird umgekrempelt: Die Stadt Kriens übernimmt die Projektleitung. Und verlangt gewisse Anpassungen.

Nun also doch: Der Krienser Stadtrat saniert das alte Bahnhöfli auf dem Stadtplatz selbst und bezahlt auch den Umbau. Das hat die Stadt Kriens im Rahmen einer Medienmitteilung zur Umgestaltung des Stadtplatzes bekannt gegeben. Ursprünglich sollten dies die Gewinner eines Projektswettbewerbs vor zweieinhalb Jahren übernehmen (zentralplus berichtete).

Doch die Suche nach Kapital für die Umsetzung des Siegerprojekts gestaltete sich schwer. Ein Crowdfunding der Genossenschaft Bahnhöfli Chriens verlief weniger erfolgreich als gehofft (zentralplus berichtete). Und auch die Anfragen bei Stiftungen erzielten nicht das gewünschte Kapital. Die Stiftungen befanden, die Sanierung sei eigentlich Aufgabe der Stadt, so Genossenschaftspräsident Bruno Bienz gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Küche fällt weg

Wie viel die Sanierung die Stadt Kriens kosten wird, ist aktuell noch unklar. Das ursprüngliche Projekt werde derzeit noch überarbeitet, wie die Stadt der Zeitung schreibt. Dieses sah eine Gastronomieküche, ein mietbares Sitzungszimmer im Obergeschoss und Plätze für 30 bis 40 Personen drinnen sowie einige Aussensitzplätze vor. Gemäss Bienz soll nach Gesprächen mit der Stadt die Küche wegfallen. Die Genossenschaft könne jedoch gut damit leben.

Sonst gibt es noch keine detaillierten Pläne zur künftigen Belebung des Bahnhöflis. Die Rolle der Genossenschaft werde im Rahmen einer Leistungsvereinbarung geklärt. Jedoch solle sie das Bahnhöfli für eigene Zwecke nutzen und das Bijou an Interessenten weitervermieten. Die Genossenschaft selbst zeigt sich erleichtert über die Unterstützung der Stadt. Dies nehme ihrem Projekt den wirtschaftlichen Druck und ermögliche es ihnen, das Lokal tageweise auch an andere zu vermieten, wie Bienz der Zeitung sagt. An ihrer Generalversammlung am 17. Juni stimmen die Genossenschaftlerinnen über die Leistungsvereinbarung ab.

Nebst Änderungen am Projekt hat die Übernahme der Stadt auch zeitliche Auswirkungen. Aus der geplanten Eröffnung des neuen Bahnhöflis im Herbst 2024 wird nichts. Die Stadt will den Umbau des Stadtplatzes ganzheitlich angehen. Fertig sein will sie im Sommer 2025.

Verwendete Quellen
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