Regionales Leben
Betreiberinnenduo braucht Luft

Restaurant Pura in Luzern sucht Nachfolge

Bettina (links) und Carola Glättli (rechts) verlassen das «Pura» auf Ende Februar. Nun suchen sie nach einer Nachfolge. (Bild: zvg)

Im Restaurant Pura an der Furrengasse in Luzern geht ein Kapitel zu Ende. Das Wirtinnenduo Carola und Bettina Glättli sucht nach drei Jahren Betrieb eine Nachfolge für ihr veganes Lokal. In Zeiten von Corona kein leichtes Unterfangen, möchte man meinen. Der Schein trügt aber.

An der Furrengasse in Luzern, gut erkennbar an einem halbrunden Fenster, liegt das Restaurant Pura. Die Schwestern Carola (29) und Bettina Glättli (27) haben das ehemalige Teehaus 2019 übernommen und in eine geschäftige vegane Beiz umgewandelt (zentralplus berichtete). «Dieser Lebensabschnitt geht für uns nun zu Ende», schrieben die Schwestern am Sonntag in einem Social-Media-Post. «Wir gehen einen neuen Weg, nehmen die Veränderung als Chance wahr.»

Darum suchen die Betreiberinnen eine Nachfolge für ihr Restaurant. In dem Lokal, das Platz für rund 20 Personen bietet, seien verschiedene Konzepte umsetzbar, schreiben die beiden. Vom Mittagstisch bis zum Brunchcafé oder temporäre Pop-ups ist das Geschwisterduo offen für Ideen.

Ein Anliegen bleibt: Das Lokal soll auch in Zukunft vegan bleiben. «Die vegane Ernährung haben wir während rund einem Jahr in engem Zusammenleben mit der Natur in Südamerika kennen- und lieben gelernt.»

In Zeiten von Corona eine Nachfolge für ein Restaurant finden, dürfte schwierig sein – oder? Mitnichten! «Wir haben seit Sonntag sehr viele Anfragen aus der ganzen Schweiz bekommen», sagt Carola Glättli auf Anfrage von zentralplus.

Unter den Interessenten sind nebst Stammgästen auch Firmen und bekannte Namen in der Gastroszene. Die Schwestern möchten das Lokal idealerweise ab März in neue Hände geben. So wie die aktuelle Nachfrage aussieht, dürfte das machbar sein. «Im schlimmsten Fall bleibt das Lokal ein, zwei Monate zu, falls die neuen Betreiber grössere Änderungen vornehmen möchten», so die Wirtin.

Die Belastung wurde zu gross

Warum aber wollen die beiden Betreiberinnen ein gut laufendes Restaurant abgeben? Das «Pura» ist als vegane Adresse in Luzern bekannt und beliebt.

Für einmal lautet die Antwort nicht Corona. «Es war eine sehr schöne Zeit, aber es wurde uns zu viel», sagt Carola Glättli. «Wir hatten immer viele Ideen, aber keine Zeit gefunden, um diese umsetzen zu können.» Die zwei haben in der Vergangenheit immer wieder nach einem passenden Geschäftspartner gesucht, diesen aber nicht gefunden.

«Ich lasse es auf mich zukommen und freue mich darauf, etwas durchatmen zu können.»

Carola Glättli, Co-Inhaberin

So war der Lockdown im vergangenen Winter fast schon ein willkommenes Ereignis. «Wir waren froh, dadurch eine Pause machen zu können.» Kalt blieb die vegane Küche im «Pura» trotzdem nicht. Der Luzerner Gastronom Phil Künzler hat die Räumlichkeiten zusammen mit seiner Frau Sally als «Mairübe» in Form eines Pop-ups genutzt (zentralplus berichtete). Losgelöst davon habe die Pandemie jedoch keinen Einfluss auf ihren Entscheid gehabt, versichert uns die Wirtin.

Zumindest eine Hälfte des Geschwisterpaars bleibt nach der Ära «Pura» der Gastronomie treu. «Bettina wird ab März Wirtin in der Sommerbar Volière», verrät uns die Gastronomin. Sie selbst hat noch keinen konkreten Plan für die Zeit nach dem «Pura». «Ich lasse es auf mich zukommen und freue mich darauf, etwas durchatmen zu können.»

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