Regionales Leben
Unkonventionelle Methode für sauberes Wasser

Luzernerin reinigt mit Haaren den Vierwaldstättersee

Statt im Abfall landen Haare beim Coiffeur-Salon «Haarkult» im Strumpf – aus einem guten Grund. (Bild: zvg)

Das Luzerner Coiffeurgeschäft «Haarkult» verwendet die Haare seiner Kundschaft, um den Vierwaldstättersee zu reinigen. Die Inspiration dazu stammt aus Frankreich.

Die Idee klingt erstmal einigermassen absurd: Mit den Haaren den Vierwaldstättersee reinigen? Ja, das geht und wird in Luzern vom Coiffeurgeschäft «Haarkult» der Luzernerin Susanne Schmid gemacht.

Auf die Idee hat sie der französische Verein «Coiffeurs Justes» gebracht. Dieser setzt sich für die Sauberkeit der Meere in Frankreich ein. Dabei haben der Verein entdeckt, dass Haar einer der besten Filter ist, um Öl aufzunehmen. Jetzt nutzt der Verein diese Eigenschaft, um das Wasser von öligen Verunreinigungen zu säubern.

Susanne Schmid leitet «Haarkult» seit 2008. (Bild: zvg)

«Haarkult»-Inhaberin Susanne Schmid bringt diese Methode nun auch nach Luzern. Schmid ist selbst eng mit dem Vierwaldstättersee verbunden. Ihr Vater, ehemalig Bucher & Schmid Bootswerft AG, hat sie schon als Baby mit auf den See genommen. Zusammen mit ihrem Bruder Roger Schmid, der seit Jahren in der Bootswerft tätig ist, hat sie beschlossen im Kleinen den regionalen Gewässern zu helfen.

Sie wird die Haare ihrer Kundschaft in Strümpfe verpacken und dort auslegen, wo sie benötigt werden. Ein Kilo Haar kann bis zu acht Kilo Öl ansammeln. Danach kann der Strumpf gereinigt und erneut eingesetzt werden.

Um dieses Projekt auszubauen, freut sie sich über jeden Kunden, welcher seine Haare für diesen guten Zweck spenden möchte. Auch Ideen und Unterstützung für dieses Projekt sind immer herzlich willkommen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung «Haarkult»
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