Autos würden von Waldstätterstrasse verbannt

Luzerner Helvetiaplatz soll vergrössert werden

Der Bereich vor der Migros soll zur Verlängerung des Helvetiaplatzes werden. (Bild: les)

Autos von der Waldstätterstrasse in Luzern im Bereich der Migros verbannen, um mehr Platz für Fussgänger zu schaffen: Diese Idee stösst bei der Stadtregierung auf offene Ohren.

Dank mobilen Grünelementen und Sitzgelegenheiten soll das Neustadtquartier aufgewertet werden. Dafür soll die Waldstätterstrasse zwischen dem Kauffmannweg und der Winkelriedstrasse autofrei werden.

Die Idee stammt aus den Reihen der GLP-Fraktion und kommt beim Stadtrat sehr gut an. Der will möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen.

Potenzial für neuen Begegnungsort

Der Abschnitt vor der Migros weise «Potenzial für einen attraktiven Begegnungs- und Aufenthaltsort im Hirschmattquartier auf», schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme. Der Ort eigne sich gut als Aufenthaltsbereich für die Öffentlichkeit. Der Stadtrat verweist auf ein Aufwertungskonzept, das derzeit erarbeitet wird – und das sogenannte Pop-up-Parks vorsieht.

Eine Sperrung des besagten Strassenabschnittes für Autos passe in die städtische Mobilitätsstrategie. Die Kosten für die Sperrung und Aufwertung beliefen sich auf rund 15'000 bis 20'000 Franken, schätzt der Stadtrat.

Stadtrat findet: Umweg ist zumutbar

Das Nachsehen hätten Autofahrer, die zu den 36 privaten Parkplätzen im Innenhof des Häuserblockes zwischen Winkelried-, Waldstätter-, Hirschmatt- und Bundesstrasse gelangen wollen. Sie müssten einen rund 120 Meter langen Umweg in Kauf nehmen.

Der Nutzen einer autofreien und aufgewerteten Waldstätterstrasse ist aus Sicht des Stadtrates aber höher zu gewichten, als die «geringfügige und durchaus zumutbaren Umwegfahrten zum privaten Innenhof», findet der Stadtrat. 

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9 Kommentare
  • Profilfoto von simon.occur
    simon.occur, 08.05.2020, 13:05 Uhr

    Mit der Weiterentwicklung der Elektromobilität in Sachen Batterietechnik und automatisiertem Fahren, werden alle ökologischen Argumente gegen das Automobil aufgehoben: Keine Emissionen, höchste Effizienz, leise, durch Bremsrekuperation massivst reduzierte Feinstaubemissionen, höchste aktive und passive Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer und Insassen. Was noch bleiben, sind kommunistisch-dirigistische Ideologien, bei denen man bewusst die freie Wahl- und Bewegungsfreiheit der Bürger einschränkt. Nun beginnt man in Luzern auch noch das Eigentum zu bescheiden.

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    David L, 05.05.2020, 19:57 Uhr

    Irgendwann ist auch mal gut.
    Als Handwerker/Aussendienstler ist es bereits jetzt jedes mal eine Qual, wenn man einen Kunden in der Neustadt hat und ewig einen Parkplatz suchen muss.
    Für den Zeitverlust den man da hat, müsste man den Kunden eigentlich einen «Neustadt-Zuschlag» verrechnen.

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    • Profilfoto von Baldo
      Baldo, 19.12.2023, 00:39 Uhr

      Da können sie sich bei denen bedanken die Links und Grün wählen.
      Irgendwann wird es einen Knall wie in Deutschland geben, die Bevölkerung hat von solchen Parteien und ihre Politik die Nase voll und immer mehr wählen die AFD.

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    Kasimir Pfyffer, 05.05.2020, 16:22 Uhr

    Sehr gute Idee! Hoffen wir, dass sie zackig umgesetzt wird. Allenfalls entwickelt die Stadt noch eine mobile Pop-Up-Krippe. Dann haben auch Ochs und Esel was von der Aufwertung.

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    Landberner, 05.05.2020, 05:32 Uhr

    Ochs und Esel können ja irgendwo rechtsaussen um politisches Asyl bitten.

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      CScherrer, 05.05.2020, 08:32 Uhr

      Schon das erste Bier getrunken?

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    Silvan Studer, 04.05.2020, 19:22 Uhr

    Wo keine Autos mehr hinfahren dürfen «tötelets», das sollte man doch aus der Altstadt wissen.
    Aber diese Stadt ist wohl hoffnungslos verloren.
    Eine grünlinksextreme Regierung muss tun, was eine grünlinksextreme Regierung nun mal tun muss.
    Vorwärts immer, rückwärts nimmer!
    Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf

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    • Profilfoto von beter piterli
      beter piterli, 04.05.2020, 20:32 Uhr

      wenns ihnen, dem ichs und esel nicht genehm ist, dann zügeln sie doch an die autobahn:) ich finds ne tolle idee:)

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    • Profilfoto von CScherrer
      CScherrer, 05.05.2020, 08:32 Uhr

      Die Altstadt – wenn man so will – ist aus einem anderen Grund «tot». Sie müssen sich daran gewöhnen, dass der motorisierte Individualverkehr langsam aber sicher aus den Innenstädten verbannt wird. Dies ist auch richtig so. Das machen die Stadtregierung sehr gut. Dies ist wohl alles andere als rückwärts gewandt. Das ist die Zukunft an welcher ein paar ewig gestrige wohl etwas zu nagen haben. Gewöhnen Sie sich daran. Die Stadtbevölkerung will weniger Verkehr.

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