Regionales Leben
Fridolin Emmenegger gestorben

Krienser Original «de Tüüfel» ist tot

Emmenegger Fridolin alias «de Tüüfel» feiert mit Kolleginnen.

(Bild: )

Fridolin Emmenegger, vielen wohl besser bekannt unter seinem Übernamen «de Tüüfel», ist vergangene Woche im Alter von 74 Jahren überraschend gestorben. Für die Zunft der Luzerner Originale ist das ein schwerer Verlust.

Fridolin Emmeneggers auffällige Hüte und Kleider waren stadtbekannt, ebenso seine gut gelaunten Auftritte in den Beizen von Luzern und Kriens. Doch vergangene Woche ist Emmenegger, den viele wohl besser unter dem Namen «de Tüüfel» kennen, überraschend verstorben. Dies bestätigt Hans Baumann von der «Güüggaali Zunft Luzern», welche seit 1978 Luzerner Originale unterstützt und die Erinnerung an sie über ihren Tod hinaus aufrecht erhält.

Der Tod vom «Tüüfel» sei gemäss Baumann insofern überraschend gewesen, weil der 74-Jährige noch sehr vital gewesen sei. Er habe Anfang September erst noch an einer kulinarischen Wanderung in Kriens teilgenommen und dort verkündet, dass er im Herbst schon bald wieder auf die Jagd gehen werde. Doch vergangene Woche wurde Emmenegger eines Morgens tot in seinem Bett aufgefunden.

«Immer in den Beizen»

Auf die Frage hin, was Emmenegger denn zu einem Luzerner Original gemacht hatte, zählt Baumann ausführlich auf: «Zuallererst war er ein Krienser und ein Entlebucher. Und Entlebucher sind immer ein wenig speziell», lacht Baumann. Doch Emmeneggers Originalität nur auf dessen Herkunft aus dem Entlebuch zurückzuführen, würde ihm nicht gerecht werden.

So führt auch Baumann weiter aus: «Der Tüüfel war immer speziell gekleidet, mit auffälligen Hüten und Kleidern. Er hatte einen eigenen, sehr originellen und urchigen Kleidungsstil.»

Passend zu seinem Kleidungsstil war er auch als Person sehr auffällig, wie Baumann verrät. «Er war immer in den Beizen, hat ständig musiziert und gejodelt. Er war einfach ein sehr guter Unterhalter».

Die Präsenz des «Tüüfels» in den Beizen von Luzern und Kriens hatte in den letzten Jahren aber auch seine Schattenseiten. «Er hat schon gerne getrunken und auch nicht gerade wenig. In den letzten Jahren hat er etwas übertrieben. Gewisse Leute fingen an, sich daran zu stören.»

Nichts desto trotz sei Emmenegger stets ein guter und hilfsbereiter Mensch gewesen. Sein Tod ist für die Güüggali Zunft deshalb ein schwerer Verlust. Der Tod von Emmenegger sorgte auch in der Facebook-Gruppe «Freunde der Luzerner Originale» für zahlreiche bestürzte Reaktionen.

Facebook-Post in der Gruppe «Freunde der Luzerner Originale». (Bild: Facebook)

Wie bei allen anderen Luzerner Originalen wird die Zunft auch das Andenken an den «Tüüfel» bewahren. So sammelt die Zunft in einem Archiv die Markenzeichen, speziellen Utensilien und Gegenstände der verstorbenen Originale, die sie so einmalig erscheinen liess. Auch nach dem Tod von Emmenegger werde dies der Fall sein, wie Baumann erzählt: «Von Fridolin haben wir noch nichts in unserem Archiv. Aber wir werden sicher den einen oder anderen Hut von ihm ausstellen, um die Erinnerung an ihn aufrecht zu halten.»

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