Knatsch um Mitfahrbank in Kriens

Knallen hier bald Velofahrer mit «Autostöpplern» zusammen?

Das gemeinnützige Projket der Stadt Kriens sorgt im Einwohnerrat für Gesprächsstoff. (Bild: Hintergrund: Einwohnerrat Kriens; Kreis: Grüne Kanton Luzern)

Simon Solari, Einwohnerrat und Mitglied der Grünen Stadt Kriens, stört sich ab dem Standort der kürzlich an der Hergiswaldstrasse platzierten Mitfahrbank. Die Situation sei gefährlich.

Es sei eine «sympathische Art», einen Beitrag zu leisten zu einer gemeinsamen und nachhaltigen Mobilität. So kündete die Stadt Kriens vor wenigen Wochen an, dass an der Hergiswaldstrasse nun ein Mitfahrbänkli zum Autostöpple» einlädt.

Wer sich darauf setzt, signalisiert: «Suche Mitfahrmöglichkeit». Die Stadt macht bei einem Pilotprojekt mit (zentralplus berichtete).

«Die Idee dahinter ist gut, schränkt niemanden ein und kann in unserem Fall dafür sorgen, dass auf dem Weg ins Naherholungsgebiet des Eigenthals unter dem Strich weniger Autos unterwegs sind» wurde damals Stadtrat Maurus Frey in einer Mitteilung zitiert.

Einwohnerrat befürchtet Unfälle

Schränkt niemanden ein? Dem ist ganz und gar nicht so, findet nun zumindest Einwohnerrat Simon Solari von den Grünen. Er hat daher einen Vorstoss eingereicht. Darin schreibt er, die Platzierung der Mitfahrbank auf dem Rad- und Gehweg sei gefährlich. Grundsätzlich fände er die Idee gut, es könne aber zu Unfällen kommen.

Höchste Gefahrstufe sieht er vor allem dann, wenn das Kreuzen von Velofahrerinnen durch wartende ÖV-Benutzer der naheliegenden Bushaltestelle zusätzlich erschwert würde. Die Mitfahrbank stelle für die Passantinnen und Velofahrer ein gefährliches Hindernis dar.

Wer haftet, wenn es tatsächlich «klöpft»?

Solari verlangt vom Stadtrat Antworten. Zur Sprache kommt in seiner Interpellation insbesondere die Frage, ob mit der Grundeigentümerschaft des direkt daneben liegenden Grundstückes ein Dialog für die Platzierung im Wiesland geführt worden sei. Weiter beschäftigt den Grünen, wie Haftungsfragen geregelt würden, sollte es im Umfeld des Bänklis zu einem Unfall kommen.

Tatsächlich ist die langfristige Zukunft der Mitfahrbank noch nicht gewiss. Im Rahmen des Pilotprojekts will die Stadt zunächst sehen, wie das Konzept ankommt und funktioniert. Danach wird sie über den Verbleib entscheiden. Bleibt abzuwarten, ob noch andere Krienser und Krienserinnen der gleichen Meinung wie Solari sind und ob tatsächlich Velofahrerinnen und «Autostöppler» in nächster Zeit beim Mitahrbänkli zusammenknallen.

Verwendete Quellen

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