Regionales Leben
Stadt Kriens sucht neuen Pfleger

Kleintiergehege beim Heim Zunacher kämpft ums Überleben

Eine der beiden Zwergziegen beim Altersheim Zunacher. (Bild: kap)

Die Kleintiere beim Pflegeheim Zunacher in Kriens benötigen eine neue Betreuung. Nachdem alle bisherigen Versuche zur Lösung fehlgeschlagen sind, versucht die Stadt das Gehege nun mit einem öffentlichen Aufruf zu retten.

Seit dem Jahr 1991 gibt es das Kleintiergehege in der Zunacherstrasse 2 in Kriens. Die Voliere und das Gehege mit Zwergziegen, Kaninchen und Hühnern sind sowohl für Familien mit kleineren Kindern als auch für Bewohnerinnen der Heime Kriens ein beliebtes Ziel bei Spaziergängen.

Nach über drei Jahrzehnten droht das Gehege zu verschwinden, wie aus einer Mitteilung der Stadt Kriens hervorgeht. Der Stadt gehört der Stall und das Gelände in der Zunacherstrasse 2. Um die Tiere hat sich aber ein engagierter privater Tierpfleger gekümmert. Da dieser das Hobby nicht weiter ausüben kann, hört er per Ende April 2023 auf. Daher wird dringend ein Nachfolger gesucht.

Die Vögel in der Voliere bleiben weiterhin auf dem Gelände des Altersheims. (Bild: Stadt Kriens)

Kaninchen sind bereits weg

Die Kaninchen haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Auch die Zukunft der Voliere scheint gesichert. Die Vögel werden weiterhin separat von einer anderen Privatperson betreut.

«Mit dem Gehege wird eine inzwischen über 30-jährige Tradition verbunden.»

Benedikt Anderes, Informationsbeauftragter der Stadt Kriens

Eine Nachfolgeregelung für die Ziegen und die Hühner hat die Stadt aber noch nicht gefunden. Sie sucht daher öffentlich nach einer Person oder einer Familie, die bereit ist, die Betreuung der zwei Zwergziegen und der vier älteren Hühner auf ehrenamtlicher Basis zu übernehmen. Das bedeutet: täglich füttern und die Hühner morgens ins Freigehege lassen und abends wieder in den Stall bringen.

Vier Hühner leben noch beim Pflegeheim Zunacher. An diesem kalten Nachmittag blieben sie aber im Stall. (Bild: kap)

Der öffentliche Aufruf ist die letzte Möglichkeit, die Anlage zu retten. Ausschreibungen am Gehege und persönliche Gespräche um eine Nachfolgeregelung haben bisher keinen Erfolg gebracht, schreibt Benedikt Anderes, Informationsbeauftragter der Stadt Kriens, auf Anfrage von zentralplus.

Falls bis Ende April keine Lösung gefunden wird, ist das gleichbedeutend mit dem Ende der Anlage. Für die Tiere müsste dann ein neues Zuhause gesucht werden. So weit soll es dank des öffentlichen Aufrufs aber nicht kommen. «Mit dem Gehege wird eine inzwischen über 30-jährige Tradition verbunden», sagt Benedikt Anderes. Einen kleinen Hoffnungsschimmer scheint es mittlerweile zu geben. So habe es bereits erste Kontakte mit interessierten Personen gegeben, berichtet die «Luzerner Zeitung».

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Stadt Kriens
  • Schriftlicher Austausch mit Benedikt Anderes, Kriens
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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