FCL-Cup-Feier mit über 10'000 Fans

Kein Eingreifen nötig: Die FCL-Megaparty verläuft grösstenteils ruhig

Zu Spitzenzeiten feierten auf der Allmend an die 10'000 Fans.

Nachdem sich der FCL den Sieg über den FC St. Gallen sicherte, versammelten sich rund 5'000 Fans beim Vögeligärtli, später gar 10'000 bei der Swisspor Arena. Mit den Corona-Massnahmen nahmen es manche Fans nicht so genau. Die Luzerner Polizei war jeweils vor Ort – griff aber nicht ein.

Es sind Szenen wie beim Meistertitel des EVZ. Tausende Fans feiern den FC Luzern für den ersten Cup-Sieg nach 29 Jahren. Wie bei der Bossard-Arena in Zug hielten sich die Fans auch hier grossflächig nicht an die geltenden Corona-Massnahmen (zentralplus berichtete). Stattdessen wurde ausgelassen gefeiert, gejubelt und gesungen. Feuerwerke erhellten den Luzerner Himmel, Pyros tauchten die Umgebung in ein feuerrotes Licht. Die Freude und der Stolz waren weit herum sicht- und spürbar.

Feiern wie diese bescherten der Stadtregierung schon im Vorfeld Kopfzerbrechen. Darum lehnte sie öffentliche Feiern klar ab und arbeitete für «allfällige spontane Feiern» ein Reglement aus, das unter anderem eine Ansammlung von mehr als 15 Personen im Freien untersagte und appellierte an die Eigenverantwortung der Fans (zentralplus berichtete). Dass diese sich nicht daran halten würden, war abzusehen.

Allein beim Vögeligärtli wurden gemäss der Luzerner Polizei gegen 18.30 Uhr an die 5'000 Feiernde gezählt, oft auch ohne Schutzmaske. Die Polizei verzichtete jedoch darauf, einzugreifen: «Es wäre nicht verhältnismässig, wegen fehlender Masken mit dem Zweihänder aufzufahren», sagte Sprecher Christian Bertschi auf Anfrage (zentralplus berichtete).

Rund 10'000 Fans bei der Allmend

Als die Helden in Blau-Weiss dann gegen 20.30 Uhr in der Luzerner Allmend einfuhren, wurden sie von zahlreichen feiernden Fans empfangen. Zwischenzeitlich hatten sich schätzungsweise 10'000 Fans vor der Swisspor Arena versammelt. Auch hier nahm man es mit der Einhaltung der Corona-Massnahmen nicht ganz so genau. Die Luzerner Polizei hielt aber an ihrem bisherigen Kurs fest.

Bis 22.00 Uhr nahm die Anzahl der Feiernden langsam ab. «Aktuell sind schätzungsweise noch 1'500 Personen vor Ort», erklärt Christian Bertschi gegenüber zentralplus. Die Stimmung sei nach wie vor ausgelassen, aber friedlich. «Bisher gab es noch keine Momente, wo ein Eingreifen nötig gewesen wäre», so Bertschi weiter. Man werde die Lage aber bis zum Ende der Veranstaltung weiterhin beobachten.

Das Ende hätte gemäss Nachtruhegesetz eigentlich um 22.00 Uhr sein müssen. Derzeit wartet man noch damit zu, die Feiernden vom Platz zu weisen. Über eine Auflösung der Feier werde bei einer allfälligen Lagebeurteilung entschieden. Ausnahmslos Freude verbreitete die Feier übrigens nicht. «Es gab vereinzelte Meldungen wegen Ruhestörungen. Vor allem wegen des Feuerwerks.»

Eine genaue Auswertung des Anlasses sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, erklärte Bertschi weiter.

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