Regionales Leben
Nach Tierhasser-Attacke auf «Frau Büsi» (5)

Katze in Adligenswil angeschossen: Jetzt kämpft sie sich ins Leben zurück

Ein Tierarzt stellte fest, dass im Rücken von «Frau Büsi» Teile von Schrotkugeln sind. (Bild: zvg)

Die Katze «Frau Büsi» (5) wurde im Juni von einem Tierhasser in Adligenswil attackiert und angeschossen. Der Büsi-Besitzer bangte um ihr Leben. Jetzt aber gibt es Grund zur Freude: «Frau Büsi» ist über dem Berg – und kämpft sich zurück ins Leben.

Als «Frau Büsi» nach Hause kommt und leicht blutet, Tage später sogar ein Bein beim Gehen nachzieht, gehen ihre Besitzer besorgt zum Tierarzt. Dieser stellt fest, dass im Rücken des Tiers bei der Wirbelsäule Teile von Schrotkugeln sind. Die Katze muss Tage zuvor angeschossen worden sein (zentralplus berichtete).

Katzenbesitzer Robert Schürch war bestürzt und fassungslos. Erst war noch unklar, ob die Katze den Vorfall überleben würde. «Wenn sie kein lebenswertes Katzenleben mehr führen kann, dann müssen wir sie von ihren Schmerzen erlösen», sagte Robert Schürch.

Doch nun gibt es Good News: Die Katze ist über dem Berg. «Sie erholt sich erstaunlich gut», schreibt Schürch. «Sie stimmt eben doch, die Mär von den sieben Leben der Katze. Auch der Arzt war erstaunt.» Die Familie ist glücklich, dass Frau Büsi auch künftig an ihrer Seite weilen wird.  Die Kugeln sind zwar noch im Körper, solange diese aber nicht zu wandern beginnen, steht einem sorglosen Katzenleben nichts im Weg.

Den Schuldigen zu fassen, ist wohl schwierig

Allzu viel Hoffnung, den Schuldigen zu fassen, hat Schürch jedoch noch nicht. Wie Sibel Konyo, rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung für das Tier im Recht auf Anfrage sagt, hänge die Aufklärung grundsätzlich davon ab, ob Zeugen den Vorfall beobachten und der Polizei oder dem Veterinärdienst melden. Deswegen haben die Katzenbesitzer auch über einen Facebook-Aufruf versucht, an Hinweise zu kommen.

Im Kanton Luzern handelt es sich bei angeschossenen Tieren laut der Staatsanwaltschaft glücklicherweise um Einzelfälle. Auch die Stiftung für das Tier im Recht erfasst alle tierschutzrechtlichen Strafverfahren, die in der Schweiz geführt werden. Ihre Datenbank weist für die Jahre 2018 und 2019 je sieben Verfahren über an- oder erschossene Katzen aus.

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