Regionales Leben
Mit der Lizenz zum Fahren

Ein Luzerner kurvt mit James Bonds Autonummer umher

James Bond, hübsche Frauen und ein Luzerner Nummernschild. Die Film-Reihe hat sechzig Jahre nach Start nichts von ihrer Faszination eingebüsst. (Bild: zvg / André Wäfler)

James Bond und die Schweiz: Der wohl bekannteste Geheimagent der Welt hat eine besondere Beziehung zu unserem Land. In Luzern ist fast täglich ein Stück «Goldfinger» unterwegs. zentralplus hat im Auftrag Ihrer Majestät die Spurensuche aufgenommen.

Derzeit stürmt mit «No Time to Die» der fünfte und letzte Bond-Film mit Darsteller Daniel Craig die Schweizer Kinocharts. Der 25. offizielle Bond-Streifen verzichtet trotz «Smartblood» und High-Tech-Flugzeug nicht auf klassische Gadgets und Fahrzeuge. Mit dabei: der legendäre Aston Martin DB5, bei dem schon Ur-Bond Sean Connery hinter dem Steuer sass.

Zum ersten Mal im 1964 erschienenen Film «Goldfinger». Hier jagt Bond den von Gert Fröbe gespielten Oberschurken Auric Goldfinger durch die Schweizer Alpen (obwohl Bonds Radar angibt, um den Genfersee zu fahren). In einer Szene früh im Film stellt Quartiermeister «Q» dem Agenten sein neues Gefährt vor. Nebst Rauchwerfer, Schleudersitz und kugelsicherem Schutzschild wartet der Aston Martin noch mit einem besonderen Kinkerlitzchen auf: wechselnde Nummernschilder. Eines davon ist «LU 6789».

Wie der Luzerner zur besonderen Autonummer kam

Ist die Nummer nur ein Gag oder existiert sie wirklich? Man braucht keine Geheimagentin zu sein, um darauf eine Antwort zu finden. Ein kurzer Blick ins Halterverzeichnis des Strassenverkehrsamts zeigt: Die Nummer existiert. Und sie ist sogar in Gebrauch.

«Wenn man etwas von einem Bond-Film haben möchte, dann die Autonummer.»

André Wäfler, Besitzer der «Bond»-Nummer

Gehören tut sie André Wäfler, einem Fahrlehrer aus Luzern. Über die Bedeutung seiner Nummer ist sich der 57-Jährige absolut bewusst, er ist selbst bekennender Bond-Fan. «Mir ist die Autonummer im Film schon relativ früh aufgefallen», erinnert sich Wäfler im Gespräch mit zentralplus.

Seit bald zwanzig Jahren ist er im Besitz des Nummernschilds. «Davor gehörte sie jemandem, der dann vom Kanton weggezogen ist.» Da habe es ein kurzes Zeitfenster gegeben, in dem er die Nummer habe übernehmen können, bevor sie zurück ans Strassenverkehrsamt gegangen wäre. Im Gegensatz zu Bond bevorzugt Wäfler im Geheimen zu operieren – er will nicht zu viel Aufhebens machen um sein spezielles Nummernschild.

Zu Wäflers Nummernschild gratulierte auch Bond-Girl Tania Mallet, die im Film Tilly Masterson verkörperte. (Bild: André Wäfler / zvg)

«Wenn man etwas von einem Bond-Film haben möchte, dann die Autonummer», so Wäfler. «Die ist nämlich etwas Einmaliges.» Aber ziert das Nummernschild heute auch an einem Aston Martin DB5?

«Nein, aber das wird sie eines Tages», sagt Wäfler lachend – obwohl er selbst kein grosser Aston-Martin-Anhänger ist. Aber als Bond-Fan weiss er: Ohne den legendären englischen Sportwagen, der in acht der 25 Filmen verwendet wurde, ist es einfach nicht dasselbe.

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