Regionales Leben
Ein verlorenes Küken und der Sprung ins Wasser

Drama um Entenfamilie am Luzerner Löwengraben nimmt Happy End

Es ist eine Meldung der anderen Sorte. Aber wir wollen sie dir nicht vorenthalten, weil das Ganze ein Happy End nahm: Eine Entenfamilie durchquerte an diesem Samstag den Luzerner Löwengraben. Bei der Reuss vorne getrauten sich die Küken nicht, ins Wasser zu springen. Und plötzlich fehlte auch noch eines der sieben Entenbabys.

Süss sehen sie zwar aus, doch auch ein wenig fehl am Platz: An diesem Samstagnachmittag watschelte eine Gänsesäger-Mutter mit ihren sieben Jungen durch den Luzerner Löwengraben. Die Familie stolzierte weiter, am Kraftwerk vorbei, entlang des St.Karli-Quais in Richtung Nölliturm. Wie ein Augenzeuge vor Ort berichtet, wollte die Entenmutter in die Reuss springen, sie traute sich aber erst nicht.

Nach Anlaufschwierigkeiten sei sie dann aber doch ins Wasser gesprungen – aber ohne die Kleinen, denen der Sprung zu hoch schien. «Deswegen haben Passanten die Küken schlussendlich ins Wasser geschubst», so der Passant.

Bei den Küken schwanden die Kräfte

Gemäss des Augenzeugen sei ein Entenbaby aber einige Meter weiter vorne in die Reuss gesprungen – flussabwärts. Der Mann vermutete deshalb, dass dieses wohl nicht mehr auftauchen werde, wahrscheinlich stromabwärts gespült worden sei.

Die Entenmutter habe jedenfalls die ganze Zeit verzweifelt versucht, gegen den Strom zu schwimmen Denn sie wusste: Ein Baby fehlt. Die Kleinen probierten der Mutter derweilen auf den Rücken zu klettern, um nicht das gleiche Schicksal ihres Geschwisters zu erleiden.

Doch das Ganze hatte – Gottseidank! – ein Happy-End. Auch das siebte Entenküken tauchte wieder auf. Und die Mutter schwamm mit ihren sieben Küken davon. Die Gänsesäger-Familie war sichtlich erschöpft, aber vollzählig.

Eines der Küken hat es auf den Rücken geschafft. Und auch Küken Nummer 7 fand wieder zu seiner Mama – zu dem Zeitpunkt des Bildes war Küken Nummer 7 aber noch unauffindlich. (Bild: )
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