Regionales Leben

24-Jähriger erweitert von Imbiss zu teurem Whisky
Der Gastrokönig der Luzerner Tribschenstrasse

  • Lesezeit: 3 min
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Dogan Can Dogan in seinem Restaurant an der Tribschenstrasse. (Bild: pze)

Er ist erst 24 und besitzt bereits drei Lokale an der Luzerner Tribschenstrasse: Dogan Can Dogan eröffnet seine neue Bar «Do Re Mi». Bisher setzte der Gastronom auf Imbisse und Mittagsmenüs – nun sollen es Cocktails und teure Whiskeys sein.

Der grosse Ansturm vom Mittag ist vorbei, noch vereinzelt stehen Schüler im «Dogan’s» an der Tribschenstrasse. Die Hitze des drehenden Kebab-Spiesses lässt die Anwesenden schwitzen. Inhaber Dogan Can Dogan empfängt seine Kunden mit einem Lächeln.

Er hat allen Grund dazu: Der Laden gegenüber dem VBL-Depot läuft gut. So gut, dass Dogan bald ein weiteres Lokal eröffnet: An der Ecke Unterlachen- und Tribschenstrasse, wo früher das Elios seine Menüs anbot, eröffnet bald das «Do Re Mi».

Gastrokönig der Tribschenstrasse?

Diesmal gibt’s aber keinen Imbiss, sondern eine Bar soll’s werden. Fingerfood wolle er auch künftig anbieten, sagt Dogan, und mittags werde es ein Menü geben – amerikanisch, sagt er, Spezialburger oder Chicken Nuggets. Doch den Fokus legt Dogan aufs Wochenende. «Wir werden sicher Cocktails anbieten und spezielle Biersorten», erzählt er. Ausserdem will der junge Gastronom auf teure Whiskys setzen.

«Es hat viel mehr Leute in der Gegend als früher und das Tribschenquartier ist viel sauberer geworden.»

Dogan Can Dogan, Inhaber «Do Re Mi»

«Ich wollte schon lange ins Bargeschäft einsteigen», sagt Dogan. Bisher gehört ihm neben dem «Dogan’s» auch der Pasta-Schnellimbiss «Pastillo» – beides befindet sich an der Tribschenstrasse. Letzterer habe 200 bis 300 Leute am Mittag, hauptsächlich Schüler, die ein günstiges Menü suchen.

Jetzt folgt mit «Do Re Mi» der dritte Streich. Wird Dogan zum Gastrokönig der Tribschenstrasse? «Ja, vielleicht, wer weiss», sagt er lachend. Er sieht das Potenzial des Quartiers: «Es hat viel mehr Leute in der Gegend als früher und das Tribschenquartier ist viel sauberer geworden.» Das Nachtleben hier soll angekurbelt werden. «Es gibt hier noch kein Lokal in der Art wie das ‹Do Re Mi›. Jemand muss damit anfangen», sagt er.

Viele leere Gewerbeflächen

Dogan hat für seine jungen 24 Jahre schon viel erreicht. Wie kommt’s dazu? «Ich bin in einer Familie von Gastronomen gross geworden», sagt der gelernte Gastronomiefachmann. Seit rund zehn Jahren ist seine Familie in Luzern. «Wir haben oft den Standort gewechselt, bis wir im Tribschen ankamen. Hier blieben wir», sagt Dogan. Nach seiner Lehre im Reussbühler Restaurant Don Carlos übernahm Dogan mit 18 Jahren bereits den Kebab-Laden seiner Familie.

Noch hängt eine Plastikfolie hinter dem Eingang: Das «Do Re Mi» feiert bald Eröffnung.

Noch hängt eine Plastikfolie hinter dem Eingang: Das «Do Re Mi» feiert bald Eröffnung.

(Bild: pze)

«Im Tribschenquartier gibt’s nicht viele leere Gewerbeflächen», weiss Dogan. Bisher habe er Glück gehabt. «Wir haben mitbekommen, dass etwas leer wird, und konnten das Lokal übernehmen», sagt er. So war es auch, als die Besitzer des «Elios» ihr Lokal aufgaben (siehe Box am Ende).

Kein Eröffnungsfest geplant

Bald öffnen sich die Tore des «Do Re Mi». Gemütlich soll’s werden, deshalb sieht sich Dogan nicht in Konkurrenz mit den bestehenden Lokalen Schüür und Bar 59. «Wir wollen eher eine Atmosphäre, wie sie die Bars in der Nähe des Bahnhofs haben», sagt er. Den Namen habe man übrigens ganz zu Beginn gewählt. «Wir wollten etwas Musikalisches», sagt Dogan. Damals sei es nur als Bar gedacht gewesen, «danach haben wir das Konzept nochmals leicht überarbeitet».

Eigentlich sei alles bereit, Köche und Barpersonal sind angeheuert. Eine grosse Eröffnungsfeier hat Dogan nicht geplant. «Ich bin noch am Überlegen, was wir am ersten Tag machen.» Er wisse noch nicht einmal, ob er dabei sein könne, sagt er. Wer drei Betriebe gleichzeitig führt, wird eben an allen Fronten gebraucht.

Elios wird ins «Oskar» integriert

Das «Elios» hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vor fünf Jahren brach im Dachstock des Gebäudes, in dem das Lokal eingemietet war, ein Feuer aus. Damals war dort ein Bordell eingemietet. Die umfassende Sanierung dauerte über zwei Jahre (zentralplus berichtete).

Jetzt haben die Verantwortlichen das Elios abgegeben. Freiwillig, aus persönlichen Gründen, sagt Besitzer Giuseppe Cisotta. Man sei familiär in einer schönen Phase mit den Kindern und wolle etwas mehr Zeit für sich. Das Elios wurde ins Partnerlokal «Oskar» in der Neustadt integriert.

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