Regionales Leben
Kiosk wurde abgerissen

Am Zuger Postplatz ist ein neuer Kiosk geplant

Übernimmt den Kiosk am Postplatz: Shanthinidevi Mohanamoorthy. (Bild: Beat Holdener)

Am Postplatz in Zug gibt es bald einen neuen Kiosk. Der Betreiber ist in der Stadt kein Unbekannter. Die Kundinnen dürfen sich auf ein grösseres Angebot freuen.

Der Kiosk gehörte zum Zuger Postplatz wie die alte Post selber oder das Zuger Regierungsgebäude. Noch bis vor kurzem stand er wie gewohnt vor dem Verwaltungsgebäude. Doch wer gegenwärtig die Bahnhofstrasse entlanggeht, reibt sich verwundert die Augen. Der Kiosk ist weg und es ist lediglich eine Bodenkonstruktion aus Holz und Beton zu sehen (zentralplus berichtete).

Doch das Verschwinden des Ladens hat einen guten Grund. Nach vielen Jahren ging er vor einigen Wochen an einen neuen Betreiber über. Seit dem 1. Juli heisst der neue Pächter Shanthinidevi Mohanamoorthy. Der Walchwiler mit Wurzeln in Sri Lanka arbeitete über drei Jahrzehnte im Detailhandel, wie er vor Ort erzählt. Mit seiner Firma «Zug Kiosk GmbH» führt Mohanamoorthy seit einiger Zeit den Kiosk neben dem Spar an der Bahnhofstrasse.

Bisheriges Häuschen war nicht mehr benutzbar

Verpachtet wird der Postplatz-Kiosk von der Stadt. «Die bisherigen Pächter haben den Vertrag selber gekündigt und einen Nachfolgemieter vorgeschlagen», sagt Erik Scherer von der städtischen Immobilienverwaltung auf Anfrage. Der Grund für die Kündigung sei allerdings nicht bekannt. Der neue Betreiber habe den Kiosk zu den gleichen Bedingungen wie seine Vorgänger übernommen, sagt Scherer. Einzig der Mietzins sei an den Landesindex der Konsumentenpreise angepasst worden.

Bis der Kiosk eröffnet werden kann, dauert es aber noch ein bisschen. «Es hat sich herausgestellt, dass der Kiosk morsch ist. Die Sonnenstore ist ab- und der Holzbau teilweise zusammengefallen», so Shanthinidevi Mohanamoorthy. Deshalb habe er diesen ganz abreissen müssen und darum ist die kleine Parzelle beim Verwaltungsgebäude derzeit leer.

Neuer Betreiber arbeitet an Baugesuch

Mohanamoorthy scheint längerfristig zu planen. So soll der neue Kiosk nämlich nicht mehr nur aus Holz bestehen, sondern eine Chromstahlverkleidung erhalten. «Wenn ich etwas mache, mache ich es richtig», begründet der neue Pächter seine Investition. Für seinen neuen Kiosk erarbeitet der 60-Jährige derzeit mit einem Juristen ein Baugesuch. Die Bodenplatte hingegen sei betoniert und bleibe erhalten. Die Grundfläche beträgt gut 16 Quadratmeter. Die Kioskbauten sind jeweils privat, die Stadt vermietet das Land.

«Ich möchte, wenn möglich, gerne noch weitere Kioske in der Region Zug übernehmen.»

Shanthinidevi Mohanamoorthy, Kioskbetreiber

«Für sogenannte Fahrnisbauten, wie der Kiosk eine ist, die länger als sechs Monate stehen, ist eine Baubewilligung notwendig», sagt Erik Scherer von der Stadt Zug. Der Vertrag ist unbefristet und kann frühestens per Ende 2022 gekündigt werden. Laut Scherer enthält er aber eine Klausel betreffend eine allfällige Umgestaltung des unteren Postplatzes.

Angebot wird aufgestockt

Auf die Kunden wartet im neuen Kiosk ein grösseres Angebot. So kann man am Postplatz künftig Lose kaufen und Lotto spielen. Ausserdem bietet Mohanamoorthy verschiedene Zeitungen und Magazine an. Und auch im Bereich Zigaretten und Tabak stockt er das Angebot auf. Insbesondere bei CBD-Produkten, also Hanferzeugnisse, welche die psychoaktive Substanz THC nicht enthalten.

Geht es nach Shanthinidevi Mohanamoorthy, soll es nicht bei den Kiosken an der Bahnhofstrasse und auf dem Postplatz bleiben. «Ich möchte, wenn möglich, gerne noch weitere Kioske in der Region Zug übernehmen. Mehr kann ich derzeit aber nicht dazu sagen.»

Wo bisher der Kiosk stand, herrscht derzeit gähnende Leere (Bild: Beat Holdener). (Bild: )
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