Ab Samstag gilt in Zuger Läden die Maskenpflicht
  • Regionales Leben
Ab Samstag müssen in allen Läden in Zug Masken getragen werden. (Bild: Pexels/Anna Shvets)

Contact Tracing am Limit Ab Samstag gilt in Zuger Läden die Maskenpflicht

2 min Lesezeit 9 Kommentare 07.10.2020, 08:12 Uhr

Der Zuger Regierungsrat hat wegen steigenden Fallzahlen beschlossen, eine Maskentragepflicht für Verkaufslokale und Einkaufszentren sowie für Mitarbeitende von Restaurationsbetrieben anzuordnen. Diese Regelung tritt per Samstag, 10. Oktober in Kraft.

Der Kanton Zug reagiert auf die steigenden Fallzahlen mit einer Verschärfung der Maskenpflicht. Wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug in einer Mitteilung schreibt, gilt die Maskenpflicht neu für alle Personen, die sich in öffentlich zugänglichen Innenräumen von Verkaufslokalen und Einkaufszentren befinden. Zudem müssen neu auch Mitarbeitende von Restaurationsbetrieben im Gästebereich stets eine Maske tragen.

Von der Regelung ausgenommen sind wie bisher Kinder unter 12 Jahren sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Die Gesundheitsdirektion begründet den Entscheid wie folgt: «Insbesondere zu den Stosszeiten kann es in Verkaufslokalen und Einkaufszentren zu einer hohen Anzahl von Besucherinnen und Besuchern kommen.»

«Es handelt sich hierbei um einen vergleichsweise kleinen Eingriff in die persönliche Freiheit jedes Einzelnen.»

Martin Pfister, Gesundheitsdirektor

Trotz Schutzkonzepten würden sich die Besucher unregelmässig verteilen und die Abstandsregeln seien in gewissen Ladenbereichen nur schwer einzuhalten. Für Gesundheitsdirektor Martin Pfister ist die erweiterte Maskenpflicht ein kleines, aber notwendiges Übel: «Es handelt sich hierbei um einen vergleichsweise kleinen Eingriff in die persönliche Freiheit jedes Einzelnen», schrieb er in der Mitteilung.

Pfister spricht der Bevölkerung auch ins Gewissen: «Wir wollen Eingriffe, wie sie im Frühjahr nötig waren, aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen unbedingt verhindern.» Deswegen appelliert er auch an die Eigenverantwortung. Abstände und Hygienemassnahmen seien dringend einzuhalten – ansonsten «müssen schärfere Massnahmen angeordnet werden». Die Maskenpflicht gilt vorerst bis zum 30. November.

Contact Tracing stösst an die Grenzen

Im Kanton Zug sind die Coronafallzahlen in den letzten Tagen markant angestiegen. Die Zuger Behörden zeigten sich diesbezüglich besorgt. Am Montagabend traf sich der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister mit Bundesrat Alain Berset in Zug, um über das Contact Tracing zu sprechen, welches im Kanton an seine Grenzen stiess (zentralplus berichtete).

Das war nun auch der Auslöser, um die Massnahmen zu verschärfen. Diese Ausweitung der Maskenpflicht hat das Ziel, diese nicht nachverfolgbaren Ansteckungen zu vermindern.

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9 Kommentare
  1. Thomi, 07.10.2020, 13:10 Uhr

    Der EVZ darf spielen aber in den Läden wo sich wohl noch nie jemand angesteckt hat muss man nun Maske tragen? Grossartige Nonsense-Politik dieses Regierungsrates …

  2. Sandro Bächler, 07.10.2020, 12:09 Uhr

    Clubs und Bars schliessen. Versammlungen auf maximal 50 Personen begrenzen. Das wäre der richtige Schritt gewesen. Dort passieren die Ansteckungen, sicher nicht in den Läden.

  3. Peter räber, 07.10.2020, 12:08 Uhr

    @mebinger Was hat die tragepflicht der Maske mit dem Konkurs den kleineren Läden zu tun? Ich als Stammkunde gehe trotzdem noch zu meinem kleinen Laden im Dorf

  4. Hansjoerg Steck-Beck, 07.10.2020, 11:03 Uhr

    Habe noch nie von einer Ansteckung in Einkaufscentren Migros oder Coop gelesen.
    in den Clubs geht man von 100 Personen auf 300 warum werden die nicht geschlossen?

  5. mebinger, 07.10.2020, 10:43 Uhr

    Sorry aber das sind jetzt einfach nur noch Dummheit, die uns regieren. Dann gehen halt auch die kleineren Läden Konkurs, Hauptsache ihr dient der Migros und dem Coop. schämt Euch!

    Was haben wir verbrochen, das wir mit solchen Regierungen bestraft werden?

    1. Manjaro, 07.10.2020, 11:31 Uhr

      Haben Sie ihren Text selber einmal durchgelesen?
      Was hat das mit kleine Läden, Migros und Coop zu tun??
      Wer einkaufen will soll Maske tragen – wer mimimi soll zu Hause bleiben und hungern.

    2. F. Vernunft, 07.10.2020, 11:48 Uhr

      Sehen Sie doch endlich ein, dass wir uns in einer globalen Pandemie befinden Herr Ebinger.
      Die Verharmlosung geht mir genau so gegen den Strich wie das masslose Übertreiben mit inadäquaten Massnahmen. Es handelt sich nicht um eine normale Grippe wie von Ihnen stets propagiert und auch die vergleichsweise weniger Toten zu den anderen Jahren lassen sich mit den getroffenen Massnahmen begründen und nicht aufgrund des angeblich harmloseren Coronavirus.
      Danke vielmals.

    3. Maria Meier, 07.10.2020, 13:04 Uhr

      Sorry erklären Sie mir weshalb mit der Maskenpflicht die Lädeli sterben???? Das Lädelisterben hat mit dem Onlinehandel und der Globalisierung schon lange begonnen. Aber das ist ein anderes Thema.
      Wollen wir einen 2. Lockdown riskieren und weiteren Wirtschaftsschaden in Kauf nehmen? Dann weiter so, liebe Maskengegner!!

  6. Christian, 07.10.2020, 10:32 Uhr

    Ernsthaft? Kann bitte jemand Zahlen zeigen, wie viele Menschen sich in letzter Zeit im Kanton Zug beim Einkaufen angesteckt haben? Vor allem im Vergleich zu privaten Feiern?
    Zum „hochgelobten“ Contact Tracing: war vorletzte Woche bei einer privaten Veranstaltung, wo eine Person 5 Tage später positiv auf Covid getestet wurde. Netterweise hat mit diese Person selbst Bescheid gegeben, denn auf den Anruf des Contact Tracing warte ich bis heute.
    Meine Einschätzung: purer Aktionismus, verbunden mit der Hoffnung, dass die Maskenpflicht die Leute sensibilisiert und vorsichtiger macht. Prinzip Hoffnung ohne jegliche Faktengrundlage

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