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Reaktionen auf das Aus des Luzerner «Tatort»
  • Kultur
Der Luzerner Tatort steht regelmässig im Twitter-Kreuzfeuer. (Bild: SRF, Montage jav)

Trotz Melancholie: Luzern wird's verkraften Reaktionen auf das Aus des Luzerner «Tatort»

3 min Lesezeit 05.04.2018, 19:32 Uhr

Der «Tatort» verabschiedet sich – nur noch vier Sonntagskrimis aus Luzern werden ausgestrahlt. Die Reaktionen reichen von erleichtert bis schwer enttäuscht. zentralplus wird etwas melancholisch, die Stadt Luzern hätte gerne ein Veto eingereicht und auf Twitter wird schon wild spekuliert.

Der Luzerner Moderator Andy Wolf findet’s «rüüdig schade», andere Stimmen auf den sozialen Medien freuen sich über das Aus in Luzern und lassen kein gutes Haar an den Kommissaren. «Hoffentlich wird’s jetzt besser», meinen die einen, «Endlich in Züri» die anderen.

Der Umzug nach Zürich löst aber auch einiges an Kritik aus.

 Gewisse wittern gar luzernfeindliche Mächte im Hintergrund.

Doch nicht nur der neue Standort, auch die zukünftigen Kommissare lassen Platz für Spekulationen und kreative Kommentare. Hier ein guter Vorschlag für die Nachfolge: ein rappender Kommissar.

Etwas ernster gemeint:


 

Positiver Blick nach vorne

Bei der Stadt hat man die Nachricht schon länger erhalten und verkraftet. Niklaus Zeier, Chef Kommunikation der Stadt Luzern und Vizepräsident des Vereins «Film und Fernsehen Luzern und Zentralschweiz», sagt gleich zu Beginn: «Natürlich hätten wir den Tatort gerne in Luzern behalten. Aber da gibt es kein Vetorecht.» In den 80er-Jahren war der Tatort in Bern, jetzt in Luzern und als Nächstes folgt Zürich.

Luzern habe damit kein schlechtes Los gezogen. Der Sonntagskrimi sei ein tolles Aushängeschild für die Stadt und die Region Luzern-Zentralschweiz sowie ihren Ruf als Filmlocation gewesen. «Der Tatort war unser Vorzeigeprodukt und das fällt nun weg», so der ehemalige Präsident der SRG Zentralschweiz. Um diese Lücke zu füllen, stehe man jedoch mit vielen anderen Produktionen in Kontakt.

Man müsse sich in diesem Sinne auf die positiven Auswirkungen der Luzerner Tatortproduktion konzentrieren und darauf, was man aus der Zusammenarbeit gelernt habe. «Am Ende werden wir 17 Folgen beheimatet haben. Dabei haben wir Erfahrungen gesammelt, ein Netzwerk aufgebaut.»

Die Filmlocation Lucerne habe sich in den letzten Jahren einen internationalen Ruf aufgebaut. «Filmproduzenten erleben die Arbeit in Luzern sehr angenehm, denn bei uns kümmert sich eine Stelle um Fragen, Bewilligungen, Räumlichkeiten, die Betreuung bei den Dreharbeiten – alles in einem», so Zeier. Eine solche Koordinations- und Anlaufstelle sei in anderen Städten erst im Aufbau und die Filmemacher haben demnach einen massiven Mehraufwand bei der Organisation.

Luzern macht sich also keine Sorgen, dass auch künftig fleissig in der Stadt gedreht wird. Für TV- und Filmfans bleibt es zu hoffen.

zentralplus hat sich zum Anlass durch alle alten einheimischen Sonntagskrimis gewühlt und wurde dabei ganz melancholisch. So schlecht war es dann doch nicht immer. Hier alle 13 bisherigen Luzerner «Tatort»-Folgen. Auf vier weitere dürfen wir uns also noch freuen:

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