Raviolibar kämpft um ihre Gartenlounge
  • Regionales Leben
Die Raviolibar an der Hirschmattstrasse hat nur wenig Platz zur Verfügung. Deshalb sollen Parkplätze an der Frankenstrasse Abhilfe schaffen. (Bild: ida)

Stadt Luzern fordert Anpassungen Raviolibar kämpft um ihre Gartenlounge

2 min Lesezeit 14 Kommentare 19.04.2021, 18:45 Uhr

Die Stadt Luzern verspricht, es den Gastronomen auch diesen Sommer einfacher zu machen, zu zusätzlichen Aussenflächen zu kommen. Die Raviolibar muss allerdings noch einmal über die Bücher.

«Für die Raviolibar ist die warme Jahreszeit eine enorme Herausforderung. Es fehlt an Aussenflächen, auf welchen unsere Besucher niemanden stören und dennoch die schönen Abende geniessen dürfen», schreiben die Gastronomen der Raviolibar in einer seit wenigen Tagen aufgeschalteten Online-Petition. Fast 1200 Personen haben sie bis am Montag unterschrieben. Sie alle wollen der Bar an der verkehrsreichen Hirschmattstrasse im Sommer 2021 zu einer Gartenterrasse verhelfen.

Denn bislang hat die Raviolibar noch kein grünes Licht dafür erhalten. Das erstaunt: Denn die Stadt Luzern hat auch für 2021 eine vereinfachte Bewirtschaftung von Aussenflächen versprochen (zentralplus berichtete).

Und man habe mit der temporär erweiterten Boulevardnutzung bis Ende Oktober 2020 «gute Erfahrungen gemacht», wie es seitens der Raviolibar-Betreiber heisst. Damals liess sich auch Stadtpräsident Beat Züsli bei den beiden Parkplätzen an der Frankenstrasse ablichten. Das Besondere: Da vor der Raviolibar kaum Platz ist, sind die erweiterten Flächen beim Coop um die Ecke, an der Frankenstrasse, platziert.

Gespräche sind im Gange

Auf den sozialen Medien machen die Betreiber deshalb keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. «Wir sind ratlos», schreiben sie. Der Beitrag wurde rege diskutiert und fast 60mal geteilt.

Auf Anfrage bestätigt die Stadt Luzern, dass sie der Raviolibar die Bewilligung bisher noch nicht erteilt habe. Allerdings: «Die Raviolibar soll auch 2021 realisiert werden können», sagt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen. «Damit die Bewilligung erteilt werden kann, sind jedoch noch konzeptionelle Anpassungen notwendig.» 

Nähere Angaben zu den geforderten Anpassungen macht er nicht. Wie die Raviolibar auf Facebook schreibt, geht es um die fixen Installationen und um die Frage, ob die Tische und Stühle nachts zusammengestellt werden können. Für eine Anfrage von zentralplus war der Betreiber am Montag nicht erreichbar.

Klar ist: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Derzeit finden Gespräche zwischen der Stadt und den Beteiligten statt, sagt Mario Lütolf. Gut möglich also, dass die beliebte kleine Bar in der Neustadt doch noch zu ihrer Gartenlounge kommt.

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14 Kommentare
  1. Marc, 20.04.2021, 13:58 Uhr

    Parkplätze sind eigentlich für Autos gedacht, nicht für Hobbygastronomen.

    1. RogerRavioli, 20.04.2021, 19:46 Uhr

      Ich weiss nicht wieso sie mich einen Hobbygastronomen nennen. Die Profigastronomen haben alle behauptet, man könne in diesem kleinen Raum nicht rentabel wirten.
      Man kann, wenn man es richtig macht. Herr Marc, wie noch?

    2. Michel von der Schwand, 21.04.2021, 09:53 Uhr

      @Marc: Die Stadt ist für die Stadtbewohner gedacht und nicht für die Auto- und Parkplatz-Fetischisten! Die Raviolibar ist nicht nur ein toller, kreativer Betrieb sondern auch eine Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt Luzern. Dies kann man von Autos wohl kaum behaupten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohes spazieren an der frischen Luft. Weiter so, Raviolis!

    3. Lütolf, 21.04.2021, 13:37 Uhr

      Nur weil Sie keinen Bedarf für einen Parkplatz haben, heisst es noch lange nicht, dass es in der Stadt keine Parkplätze braucht. Ich brauche auch keinen Kinderspielplatz, würde mich deswegen aber nie dagegen aussprechen. Es gibt andere Leute die andere Bedürfnisse haben, denken Sie nur mal an das Gewerbe.

  2. Stefanie Inderbitzin, 20.04.2021, 13:04 Uhr

    So funktioniert die Gesellschaft heute offenbar. Man hat zwar kein Recht auf etwas, aber via Social Media und Onlinepetition wird versucht, etwas zu erzwingen. Und genügend Schafe trotten hinterher und machen mit, ohne auch einmal etwas kritisch zu hinterfragen.

    1. Duvoisin, 20.04.2021, 19:08 Uhr

      Wir wollen arbeiten und nicht dem Staat auf der Tasche liegen. Das ist nun mal nur draussen möglich im Moment, für die Gastronomie.

    2. Michel von der Schwand, 21.04.2021, 09:56 Uhr

      Es besteht auch kein Recht auf Parkplätze in dieser Stadt. Im Gegensatz zu den Automobilisten leistet die Raviolibar einen wertvollen Beitrag an das kulturelle Leben in dieser Stadt und verdient dadurch die Unterstützung.

    3. Stefanie Inderbitzin, 21.04.2021, 10:41 Uhr

      @Michel von der Schwand: Ich kenne die Raviolibar nicht und bin sicher, die Betreiber machen einen super Job. Doch im Kanton Luzern gibt es über 1500 Gastronomiebetriebe. Worin besteht denn der besonders wertvolle Beitrag an das kulturelle Leben dieses Lokals, dass für sie anderes Recht gilt? Ich kann doch nicht einen Betrieb ohne Garten pachten und kurz darauf einfach verlangen, dass die Stadt mir nun öffentlichen Raum zur Verfügung stellen muss! Andere Betriebe haben auch keinen Aussenraum. Was gilt hier? Und nur so nebenbei: Ich habe auch kein Auto.

    4. Michel von der Schwand, 21.04.2021, 11:21 Uhr

      @Stefanie Inderbitzin: Die Raviolibar bietet den unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler eine Plattform. Diese stellen dort immer wieder ihre Werke aus. Es finden Vernisagen etc. in diesem Lokal statt. Da darf man sicher von einem wertvollen Beitrag an das kulturelle Leben der Stadt Luzern sprechen.
      Natürlich haben Sie recht, dass es keinen Anspruch gibt, dass die Stadt den Betreiber nun öffentlichen Raum zur Verfügung stellen muss. Innovative Innenstädte werden künftig vom motorisierten Individualverkehr befreit sein ohne dass diese irgendwelche wirtschaftlichen Einbussen haben werden. Deshalb macht es durchaus Sinn, dass man sich überlegt, wie der öffentliche Raum sinnvoller genutzt werden wird. Macht in meinen Augen mehr Sinn, als ein paar parkierte Autos.

  3. Simon, 20.04.2021, 12:55 Uhr

    In der Stadt Luzern herrscht Parkplatzmangel und dieser wird durch die Regierung auch noch gefördert. Als der Wirt die Raviolibar übernommen hat, sollte er ja bereits bemerkt haben, dass er keine Aussenplätze hat. Nur wegen Corona kam man freundlicherweise entgegen und hat ihnen einen Platz gewährt. Dass dieser jetzt zu Dauernutzung erzwungen werden soll verstehe ich nicht.

    1. CScherrer, 21.04.2021, 14:28 Uhr

      Die Stadtregierung macht das vollkommen richtig, denn sie setzt nur um, was die Stadtbevölkerung will. Massnahmen ergreifen, welche zu weniger Verkehr führen. Da können die Parkplatz-Fetischisten im Achteck hin und her springen.

  4. Michel von der Schwand, 20.04.2021, 10:20 Uhr

    Amtsschimmel oder Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Formularen? Unkompliziert geht anders. Vermutlich hat einer der Parkplatz-Fetischisten so seine Schwierigkeiten. Fragen über Fragen und keine Antworten. Egal! Mach einfach vorwärts, Stadt Luzern.

  5. Guido, 19.04.2021, 19:56 Uhr

    Wie wärs mit brauchbarer deutschen Rechtschreibung?
    Sagt oder schreibt man Der Bar
    Oder eher Die Bar…?

    Die lieblose sprachliche Verluderung muss gebremst werden!

    1. Schlurpfi, 19.04.2021, 21:27 Uhr

      Unbedingt. Verrmutlich wurde der Fehler schon korrigiert, ich finde ihn einfach nicht. Aber dennoch: Bremsen Sie diese unsägliche sprachliche Verluderung, drücken Sie sie an die Wand, schreiben Sie ihr eine Verwarnung aus, erhängen Sie sie am nächsten Baum, machen Sie ihr den Garaus, zeigen Sie ihr die rote Karte oder noch besser: drehen Sie der Verluderung den Hals um. Sie werden sehen, es wird Ihnen gleich viel besser gehen. Und wenn alles nichts nützt: Baldrian wirkt Wunder.

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