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Rätselhafte Gerüchte um Luzerner Restaurant «Weinhof»
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Erhält das Traditionslokal schon wieder einen neuen Wirt? Das Restaurant Weinhof an der Weystrasse in Luzern. (Bild: Screenshot/GoogleMaps)

Hört der neue Wirt schon wieder auf? Rätselhafte Gerüchte um Luzerner Restaurant «Weinhof»

2 min Lesezeit 26.02.2018, 18:16 Uhr

Das Restaurant «Weinhof» in Luzern ist zur Neuvermietung ausgeschrieben. Das erstaunt, denn Wirt Reto Studer legte erst vor einem halben Jahr los. 

Der Wirt des Restaurants «Weinhof» in Luzern wirft bereits nach kurzer Zeit das Handtuch. Diese Vermutung äusserte am Montagmorgen der Newsletter Ron Orp. Auf seiner Luzerner Website bezieht sich Ron Orp auf ein Inserat einer Immobilienplattform.

In der Annonce ist ein Restaurantlokal in Luzern ausgeschrieben. Ron Orp mutmasst, dass es sich dabei um den «Weinhof» handelt. Das Inserat bleibt vage. Eine konkrete Adresse des Lokals fehlt. Nicht mal die Strasse oder das Quartier werden genannt.

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Das Inserat auf der Immobilienplattform:

Auf dieses Inserat nimmt Ron Orp Bezug.

Auf dieses Inserat nimmt Ron Orp Bezug.

(Bild: Screenshot/newhome.ch)

Es sind jedoch Bilder des Innenraumes des Lokals aufgeschaltet, was die Vermutung nahe legt, dass der «Weinhof» an der Weystrasse bald schliessen wird. «Nachfolger für urbanes Gastrokonzept gesucht», lautet der Titel des Inserates. «Weinhof-»Wirt Reto Studer hatte das Luzerner Traditionshaus allerdings erst im vergangenen Dezember übernommen. Was ist passiert?

Wirt dementiert

Pächter Reto Studer dementiert gegenüber zentralplus, dass er den «Weinhof» aufgeben will. Die Vermutung auf Ron Orp entbehre jeglicher Realität. Weiter will sich Studer im Moment nicht äussern.

Wirt Reto Studer hat gemäss eigenen Angaben nicht vor, den Betrieb aufzugeben.

Wirt Reto Studer hat gemäss eigenen Angaben nicht vor, den Betrieb aufzugeben.

(Bild: Webseite Weinhof)

 

Als Studer den Weinhof im September des vergangenen Jahres übernahm, hat er dem Lokal frischen Wind eingehaucht. Das ursprüngliche Konzept wurde aufgegeben. Studer, der zuvor das Hotel «Beaufort» in Brunnen führte, machte den «Weinhof» vom Lokal mit Quartierbeizcharakter zum eher gehobenen Speiserestaurant. Die Kegelbahn blieb jedoch erhalten.

Liegenschaftsbesitzer zog sich aus Gastro-Gewerbe zurück

Hauseigentümer Robert Unternährer hat Kenntnis vom Inserat. Momentan sei die Situation unübersichtlich, erklärt er. Die nächsten Tage sollen Klarheit bringen, wie es weitergehe. Unternährer hat im «Weinhof» bis Ende 2016 selbst gewirtet. Knapp 40 Jahre führte Familie Unternährer das Restaurant und den Hotelbetrieb. 

«Ein Gastronomiebetrieb mit Hotel und Restaurant zu führen, ist eine Aufgabe, die Einsatz rund um die Uhr erfordert. Dabei droht das Privatleben zu kurz zu kommen», sagte der «Weinhof»-Wirt, als er seinen Rückzug aus der Gastronomie gegenüber der «Luzerner Zeitung» publik machte. Zudem hätte sich der langjährige Küchenchef in Kürze in den Ruhestand verabschiedet – ebenso zog sich Unternährers Mutter aus Altersgründen aus dem Betrieb zurück. Die entstandene Lücke wäre nur schwer zu schliessen gewesen.

Weiter wären für die Weiterführung des Hotelbetriebs Investitionen von mehr als einer Million nötig geworden. Davon sah Unternährer ab, da das Hotel sowieso eine kritische Grösse aufwies. Um im margenschwachen Gruppengeschäft genügend zu verdienen, hätte der Platz für grössere Gruppen vorhanden sein müssen.

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